Bist Du jemand, den Du selbst gerne kennenlernen würdest?

Schwächen müssen kein Problem sein

Menschen legen bei sich selbst die merkwürdigsten Maßstäbe an: Von vollkommen überzogenen Erwartungen, die unerfüllbar sind, bis zum Blankoscheck für jeden noch so großen Unsinn ist alles dabei.

Wie sehen Dich andere Menschen?

Es kommt allerdings darauf an, eine gute Balance aus Selbstkritik und Selbstbewusstsein zu finden. Ein gesundes Maß an Selbstkritik hilft allen. Es beugt ständiger Selbstüberschätzung vor und schont die Nerven der Mitmenschen.

Zu wissen, dass man nicht perfekt ist, wirkt sich meist positiv auf den Umgang mit anderen aus. Noch besser ist, Schwächen nicht bloß wahrzunehmen, sondern sie zu akzeptieren – als Voraussetzung dafür, im jeweiligen Bereich an sich zu arbeiten oder sich endgültig damit abzufinden. Es bringt ja in der Regel mehr, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und diese auszubauen, als in den besonders schwachen Bereichen hart daran zu arbeiten, mittelmäßig zu werden.

In unserer stark arbeitsteiligen Gesellschaft muss man wirklich nicht alles selbst können. Entweder sucht man sich Unterstützung von Freunden oder aus der Familie oder bezahlt jemanden, der sich damit auskennt. Daher ist es vernünftig, eigene Defizite nicht als persönliche Schwächen anzusehen. Das sollte genauso dann gelten, wenn man ausnahmsweise doch in einem solchen Bereich seines Lebens dazuzulernen möchte.

Es hilft, die Perspektive zu wechseln und zu versuchen, sich selbst so wahrzunehmen, wie das ein Fremder tun würde. Was würde ihm auffallen, was wäre ihm wichtig, was würde ihn stören, was würde er mögen? Selbstverständlich hängt das stark vom jeweiligen anderen Menschen ab – was wiederum dafür spricht, dass andere Menschen das, was einen selbst an sich als Person stört, gar nicht so wichtig finden – jedenfalls die meisten.

Als einfache Formel für den Alltag eignet sich folgende Frage: Bist Du eine Person, die Du selbst bei unvoreingenommener Betrachtung gerne kennenlernen würdest? Was spricht dafür, was spricht dagegen? Mit den Antworten auf diese Fragen kannst Du an Dir arbeiten.

Über Oliver Springer 484 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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