Sind Smartphones und Tablets wirklich wasserdicht?

Es kommt auf die IP-Schutzklassen an

Tablets und Smartphones werden von den Herstellern meist als wasserdicht bezeichnet. Doch Vorsicht: Manche dieser angeblich wasserdichten Geräte vertragen gerade mal ein paar harmlose Wasserspritzer oder Regentropfen. Andere hingegen können eine ganze Weile unter Wasser bleiben. Du erkennst sie an der Bezeichnung „ruggedized“, was widerstandsfähig bedeutet. Die sind nicht nur besonders robust und extrem wasserdicht, sondern auch ganz schön teuer.

Was man über IP-Schutzklassen wissen sollte

Für den Alltag reichen die sogenannten IP-Schutzklassen, um zu erkennen, wie wasserdicht Dein Handy oder Tablet ist. Zur Kennzeichnung werden jeweils zwei Ziffern verwendet: Bei der ersten Ziffer geht es darum, inwieweit das Gerät gegen ein Eindringen von Objekten wie Staub und Sand geschützt ist. Der zweite Wert zeigt den Schutz gegen Flüssigkeiten an.

Steht an zweiter Stelle beispielsweise die Schutzklasse 8, kann das Gerät längere Zeit im Wasser liegen, wobei hier nicht die Tiefsee gemeint ist, sondern eher die Badewanne. Bei der Schutzklasse 7 ist das Liegen in der Wanne oder im Waschbecken auf etwa 30 Minuten begrenzt. Diese Klassifizierung trifft übrigens auf die meisten Tablets und Smartphones zu, die aktuell im Gebrauch sind.

Nun gibt es ja auch noch die höchste Schutzklasse 9. Geräte mit dieser Klassifizierung vertagen zwar Hochdruckwasser und Dampfstrahlen aus allen Richtungen, sind aber keinesfalls für Tauchgänge geeignet. Wenn Du ein Smartphone oder Tablet tatsächlich zum Tauchen mitnehmen möchtest, hol Dir dafür eine spezielle wasserdichte Hülle. Wichtig: Informiere Dich gründlich, bis zu welcher Tiefe die jeweilige Hülle dem Wasserdruck standhält.

An der vorderen Stelle steht bei der IP-Schutzklassenbezeichnung oft die Ziffer 6. Diese besagt, dass Dein Gerät keinen Staub reinlässt. IP-Norm 67 bedeutet also: staubdicht sowie 30 Minuten wasserdicht beim Liegen im Waschbecken.

Falls Du Dich das gefragt hast: IP steht in diesem Zusammenhang für „Ingress Protection“, was auf Deutsch so viel wie „Schutz gegen Eindringen“ bedeutet.

Über Oliver Springer 410 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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