Messenger Telegram im Test

Plattformübergreifend chatten

Der Messenger Telegram ist vielseitig und wirkt ausgereift. Bekannt wurde er vor allem durch seine Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre.

Welche Plattformen werden unterstützt?

Android OS, iOS und Windows Mobile. Neben den Smartphone-Apps gibt es Desktop-Clients für Windows, Linux und Mac OS, wobei für Mac-Computer auch eine App-Store-Version erhältlich ist. Zudem kann Telegram als Web-Version mittels Browser verwendet werden. Diese Vielfalt ist ein klares Plus.

Was bietet diese App?

Neben dem kostenlosen Austausch von Textnachrichten, der in Gruppen mit bis zu 20.000 Mitgliedern möglich ist, bietet Telegram nützliche Zusatzfunktionen. Auf Fotos, die direkt im Chat versendet werden, lassen sich Texte und einfache Zeichnungen anbringen. Außerdem können sie vor dem Abschicken beschriftet werden. Über einen Timer lässt sich eine Selbstzerstörung für die Fotos einstellen.

Chatten in der Android-App von TELEGRAM | Screenshots: Redaktion

Praktisch: Aufgenommene Videos können am Anfang und Ende gekürzt werden. Auch die Videos lassen sich beschriften.

Android-App von TELEGRAM im Test | Screenshot: Redaktion

Über den Chat können außerdem Kontaktdaten, der eigene Standort sowie Dateien aller Formate verschickt werden. Beim Dateiversand bietet Telegram eine Besonderheit, die uns begeistert: Audiodateien wie Musik können abspielfertig in den Chat gepostet werden.

Android-App des TELEGRAM Messengers im Einsatz | Screenshot: Redaktion

Wie manche anderen Messaging Apps beherrscht Telegram den Versand von Sprachnachrichten. Zusätzlich können hier jedoch kurze Videos direkt in den Chat gepostet werden – diese laufen allerdings nur in einem kleinen Kreis ab.

Android-App von TELEGRAM | Screenshots: Redaktion

Nicht überzeugt hat uns die Möglichkeit, den Chatpartner über Telegram anzurufen, denn die Audioqualität war schlecht. Zudem vermissen wir einen Videochat.

Bedienung und Nutzerfreundlichkeit

Telegram bietet viele Funktionen, von denen die meisten recht leicht zu bedienen sind. Auf der Website telegram.org gibt es ausführliche Informationen auf Deutsch.

Die Smartphone-App bietet eine Reihe nützlicher Einstellmöglichkeiten. So lässt sich beispielsweise ein eigenes Hintergrundbild für (alle) Chats auswählen, in welcher Farbe die Benachrichtigungs-LED leuchtet und mit welchem Ton man über neue Messages informiert wird. Beides kann für Gruppennachrichten noch einmal gesondert angepasst werden. Gut: Die Schriftgröße ist einstellbar.

Chat in der Web-Version von TELEGRAM | Screenshot: Redaktion

Die Desktop- und die Webversion bieten dagegen leider kaum Anpassungsmöglichkeiten und lassen einige Funktionen vermissen.

Chatten mit TELEGRAM auf dem PC im Nachtmodus des Desktop-Client | Screenshot: Redaktion

Was ist mit der Sicherheit?

Alle Chats werden verschlüsselt. Entscheidet man sich für einen sogenannten geheimen Chat, kann man alle Nachrichten nach dem Ablauf einer selbst gewählten Zeitspanne automatisch löschen lassen.

Screenshots der Android-App des TELEGRAM Messengers | Grafiken: Redaktion

Was sonst noch wichtig ist

Ein Telegram-Account ist an eine bestimmte Telefonnummer gekoppelt. Es können allerdings verschiedene Endgeräte parallel verwendet werden. Die Nachrichten werden im Hintergrund synchronisiert.

Fazit

Telegram ist ein Messenger mit vielen nützlichen Funktionen und einem Schwerpunkt auf Sicherheit. Die Gestaltung wirkt gut durchdacht und ist übersichtlich, aber ziemlich langweilig. Sehr gut gefällt uns die Möglichkeit, verschiedene Geräte wie Smartphone, Tablet und Notebook bequem gleichzeitig nutzen zu können.

Über Oliver Springer 349 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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