Instant Messenger SIMSme im Test

Vielseitiger Messenger der Deutschen Post

Viele Funktionen, praktische Extras und ein Schwerpunkt auf Sicherheit – SIMSme ist ein vielseitiger Instant Messenger mit kleinen Schwächen und großen Stärken.

Die SIMSme-App im Google Play | Screenshot: Redaktion

Welche Plattformen werden unterstützt?

Android OS und iOS. Die Version für Windows 10 Mobile wurde inzwischen eingestellt.

SIMSme gibt es derzeit für Android OS und iOS (Apple) | Screenshot: Redaktion

Was bietet diese App?

Neben dem Chatten mit nur einer Person sind Gruppenchats möglich. Es können sowohl Textnachrichten als auch Fotos und Videos verschickt werden. Foto- und Videoqualität sind in jeweils vier Stufen einstellbar. Das ist gut, weil man so auf Kosten der Bildqualität Datenvolumen sparen kann – aber nicht muss.

Neuen Chat bei SIMSme starten | Foto: Redaktion

In der Vorschau werden Fotos leider nur in einem 4:3-Ausschnitt gezeigt. Also sind die Ränder abgeschnitten. Schwerer wiegt, dass Videos bei SIMSme nur im Hochkantformat aufgezeichnet werden können. Ein dickes Plus dagegen ist die Möglichkeit, mehrere Fotos oder Videos auf einmal in den Chat zu senden. Vorhandene Fotos und Videos können sowohl vom Gerät aus als auch aus Cloudspeichern gewählt werden. Praktisch und sehr selten ist der zeitversetzte Nachrichtenversand.

SIMSme-App im Einsatz | Fotos: Redaktion

Empfangene Medien lassen sich auf Wunsch alle automatisch speichern. Über den Chat lassen sich zudem Dateien und Kontaktdaten aus dem Adressbuch verschicken sowie der eigene aktuelle Standort auf einer Karte anzeigen.

Bei Bedarf lässt sich auf bequeme Art eine Selbstzerstörung für Nachrichten aktivieren. Das funktioniert nicht allein beim Texten, sondern außerdem beim Foto- und Videoversand. Dabei stellt man entweder einen Countdown zwischen einer und 60 Sekunden ein, der zu laufen beginnt, wenn der Empfänger die Nachricht öffnet. Oder man bestimmt eine Uhrzeit für das Löschen der Nachricht.

Instant Messenger SIMSme im Einsatz | Fotos: Redaktion

Da hinter SIMSme die Deutsche Post AG steht, überrascht es nicht, dass die App eine Benachrichtungsfunktion für den Versand von DHL-Pakaten bietet. Ein weiteres Extra sind die Content-Kanäle mit aktuellen Informationen von Anbietern wie beispielsweise AndroidPit, c’t, Gala, kicker, tagesschau und Süddeutsche Zeitung.

Bedienung und Nutzerfreundlichkeit

Kurze Infotexte erleichtern beim ersten Aufrufen einer Funktion den Einstieg. Alle Menüs sind in deutscher Sprache und übersichtlich gestaltet. Praktisch: Es lässt sich einstellen, bei welchen Ereignissen ein Ton abgespielt werden soll.

Leider lässt sich kein anderer Sound für die Ereignisse auswählen. Der Ton für neue Nachrichten soll vermutlich wie das Zerreißen von Papier klingen, aber er wirkt eher wie das Kratzen von Metall auf Glas. Bei manchen Funktionen nimmt sich die App etwas zu viel Zeit. Ansonsten ließ sie sich in unserem Test flüssig bedienen. Allerdings hatten wir zunächst Probleme bei der Installation und brauchten mehrere Anläufe. Umfangreiche Informationen inklusive Tipps zur Bedienung finden sich auf der Website sims.me.

Welche Möglichkeiten zur Personalisierung gibt es?

Nur Profilbild, Name und Chat-Hintergrund lassen sich einstellen.

Was ist mit der Sicherheit?

Neben der bereits erwähnten Selbstzerstörungsfunktion sorgt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Sicherheit beim Chatten. Außerdem muss man nach der Installation ein Passwort oder eine PIN wählen, mit der man die App bei Bedarf für Unbefugte sperren kann. Screenshots sind nicht möglich. Das erklärt auch, warum dieser Testbericht etwas anders als andere Testberichte aussieht.

Fotos von SIMSme: Redaktion

Fazit

Trotz der vielen Möglichkeiten ist SIMSme übersichtlich und leicht zu bedienen. Im Großen und Ganzen wurden die Funktionen gut umgesetzt. Vermisst haben wir einen Audio- und Videochat. Immerhin lassen sich Sprachnachrichten in den Chat senden.

Über Oliver Springer 349 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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