Unser Test von WhatsApp

TEST-UPDATE Herbst 2016

Auf dem Markt der Instant-Messenger ist WhatsApp die Nummer eins, was die Verbreitung angeht. Die Facebook-Tochter hat mit Abstand die meisten Nutzer weltweit und ist auch in Deutschland Marktführer. Pro Tag werden dem Anbieter zufolge 42 Milliarden Nachrichten, 1,6 Milliarden Fotos und 250 Millionen Videos verschickt.  Der bewährte Dienst unterstützt iOS (Apple), Android OS, Microsoft Windows Phone 8 und Windows 10 Mobile, BlackBerry OS, Blackberry 10 und das früher auf Nokiageräten sehr populäre System Symbian Series 60 (S60).

WhatsApp-Homepage | Screenshot: Redaktion
WhatsApp-Homepage | Screenshot: Redaktion

Im Jahr 2013 hatten wir den Instant-Messenger WhatsApp bereits ausführlich getestet, unser neuer großer Test gibt den Stand von Ende Mai 2016 wieder. Getestet haben wir die Android-Version auf Smartphone und Tablet, die Desktop-Version haben wir unter Windows 7 und Windows 10 ausprobiert. Außerdem haben wir den Messenger auf einem aktuellen Windows 10 Mobile Smartphone sowie in der Web-Version getestet.

WhatsApp-Homepage | Screenshot: Redaktion
WhatsApp-Homepage | Screenshot: Redaktion

WhatsApp für Android OS

Die mobile Version von WhatsApp unter Android OS verfügt über eine intuitive Benutzeroberfläche, die sich in einen Header und einen Contentbereich aufteilt. Im Header sind eine Lupe, ein Brief-Icon und ein Optionsmenü zu finden. Das Optionsmenü setzt sich aus den Untermenüs „Neue Gruppe“, „Neuer Broadcast“, „WhatsApp Web“, „Mit Stern markierte“,“Status“ und „Einstellungen“ zusammen. Ein Fingertipp auf das Brief-Icon führt zu einem zweiten Menü, in dem ein Gruppenchat eröffnet und Leute aus der eigenen Kontaktliste eingeladen werden können.

WhatsApp auf Android | Screenshot: Redaktion
WhatsApp auf Android | Screenshot: Redaktion

Die Einstellungen wurden in „Account“, „Chats“, „Benachrichtigungen“, „Datennutzung“, „Hilfe“ und „Kontakte“ aufgeteilt. Eigenes Profilbild und Statusmeldung können jederzeit geändert werden. In stressigen Situationen mit wenig Zeit bietet sich eine der vorgefertigten Statusmeldungen an, die über ein Scrollmenü ausgewählt und einfach in die Statusleiste gepostet werden können.

Der Contentbereich bei WhatsApp besteht aus „Anrufe“, „Chats“ und „Kontakte“. Die Kontakte werden alphabetisch sortiert. Ein Chat wird wie gewohnt mit einem Klick auf einen Namen gestartet. Das Chatfenster ist in Header, Nachrichtenbereich und Eingabefeld aufgeteilt. Im Header zeigen sich neben dem jeweiligen Namen ein Telefon-Icon, ein Büroklammer-Icon und ein Optionsmenü. Bei den Optionen kann man sich den Kontakt, Medien und Hintergrund anzeigen lassen. Auf Wunsch ist eine Stummschaltung möglich und hinter dem Punkt „Mehr“ sind Punkte für Blockierung, Chatverlauf-Leerung, E-Mail-Versand des Chats und Hinzufügen einer Verknüpfung abrufbar. Dateianhänge lassen sich über das Büroklammer-Icon an eine Nachricht anhängen, wobei bei Fotos eine Beschriftung möglich ist. Vor dem Fotoversand können die ausgewählten Bilder beschnitten, gedreht und gelöscht werden. Alle Nachrichten, ob Text, Video oder Sprachnachricht, wurden ohne Probleme übertragen.

WhatsApp auf Android | Screenshot: Redaktion
WhatsApp auf Android | Screenshot: Redaktion

Bei der Eingabe einer Textnachricht und einem Wort wie „Auto“,“Lächeln“ oder „Katze“ wurde einem gleich das passende Emoji bzw. die passende Grafik vorgeschlagen. Für manche User ist das sicher ein sinnvolles Feature.

Nur beim Fotoversand ergab sich in der Webversion ein Problem: Fotos ließen sich nicht aufnehmen und versenden!

Bilder aus der Zwischenablage lassen sich direkt aus der Zwischenablage in den aktiven Chat senden.

Bei Sprachnachrichten vermissten wir eine Vorhör-Funktion, denn alle aufgenommenen Nachrichten wurden sofort versendet. Eine Begrenzung für die Länge einer Sprachnachricht konnten wir nicht feststellen.

WhatsApp auf Android | Screenshot: Redaktion
WhatsApp auf Android | Screenshot: Redaktion

Die Stummschaltfunktion bietet die Option, einen Chat für einen Zeitraum von acht Stunden, einer Woche oder einem Jahr stummzuschalten. In der eingestellten Zeit ist die akustische Benachrichtigung über neue Nachrichten inaktiv.

Auf Wunsch lassen sich Nachrichten über Soziale Netzwerke, per E-Mail, Bluetooth, Evernote und weitere Dienste weiterleiten. Mit der Löschfunktion lassen sich vorab ausgewählte Nachrichten löschen und wichtige Nachrichten mit einem Stern markieren. Der Nachrichtenverlauf eines Chats lässt sich auch leeren und der Chat löschen.

WhatsApp auf dem PC und im Web

Die Desktop-Version des Instant Messengers ist wie die Web-Version aufgebaut, doch bietet sie einen größeren Funktionsumfang. Beide Versionen erfordern für die Nutzung vorab eine „Freischaltung“ per QR-Code. Der QR-Code wird eingescannt, indem in der mobilen App der Punkt „WhatsApp Web“ aufgerufen wird. Nach einem erfolgreichen Scan-Vorgang steht einem der Instant-Messenger sowohl im Web als auch für den Desktop-PC im vollen Umfang zur Verfügung. Jede eingegebene Nachricht wurde in unserem Test in der App, auf dem Desktop und im Web-Browser zeitgleich angezeigt. Die Synchronisation funktionierte einwandfrei.

WhatsApp-Homepage | Screenshot: Redaktion
WhatsApp-Homepage | Screenshot: Redaktion

Fazit unseres Tests von WhatsApp

Auf Basis unseres Tests können wir WhatsApp wegen seiner verbesserten Funktionen empfehlen. Der Marktführer überzeugte und erfüllt alle Anforderungen an einen modernen Instant-Messenger, auch wenn einige Verbesserungen wie die Integration einer Vorhör-Funktion bei Sprachnachrichten uns noch fehlen.

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