Instant-Messenger ICQ im Test

Der Instant-Messenger ICQ bietet kostenlose Kommunikation per Text, Audio und Video. Der Anwender kann die Benutzeroberfläche mit einem Theme seiner Wahl anpassen, Dateien versenden und sich über die Social Network-Funktion mit dem Accounts seiner genutzten Sozialen Netzwerke verbinden.

ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion
ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion

Im Chat kann die Unterhaltung mit einer brauchbaren Anzahl an ICQ-Stickern personalisiert werden. Die Funktionen des Instant Messengers wurden mit Gruppenchat und Mail-Benachrichtigungen abgerundet.

Vor bald 20 Jahren im November 1996 wurde die erste ICQ-Software von dem israelischen Unternehmen Mirabilis veröffentlicht und von den Studenten Yair Goldfinger, Arik Vardi, Sefi Vigiser und Amnon Amir entwickelt. Im Jahr 1998 wurde Mirabilis für 407 Millionen US-Dollar von America Online (AOL) übernommen und zählte zwei Jahre später mehr als 100 Millionen User weltweit.

ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion
ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion

Die Zahl der aktiven ICQ-User lag laut Wikipedia mit im Jahr 2013 bei nur noch 11 Millionen. Seit April 2010 gehört ICQ der russischen Investmentgesellschaft Digital Sky Technologies, die heute den Namen Mail.ru Group trägt und einer der größten Investoren auf dem russischen sowie osteuropäischen Markt ist.

Wir haben ICQ auf einem Smartphone mit dem Betriebssystem Android OS und auf einem Windows-PC getestet.

Benutzeroberfläche und Bedienung

Die Benutzeroberfläche wurde überarbeitet und weist nicht mehr das „altbackene“ Design wie bei unserem letzten Test im Jahr 2013 auf. Beim ersten Start wird man zur Eingabe seiner Handynummer aufgefordert, alternativ ist ein Login mit bereits bestehenden Logindaten möglich. Der Hauptbildschirm wurde in Header und Contentbereich aufgeteilt. Das Design ist zweckmäßig, man findet sich schnell auf der Benutzeroberfläche zurecht und benötigt nur wenige Minuten Einarbeitungszeit.

ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion
ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion

Ein Fingertipp auf die drei Streifen im Header führt zum eigenen Profil mit den Punkten „Benachrichtigungen“, „Einstellungen“, „Hilfe“ und „Feedback“. Die Statuszeile unter dem Profilbild kann geändert werden, wobei die Wahl zwischen zahlreichen Statusmeldungen von Arbeit über Einkaufen bis hin zu Spaß haben und Tagebuch besteht.

Die Bezeichnungen der Statusmeldungen lassen sich ändern, aber die Icons nicht. In den Einstellungen sind die Optionen „Privatsphäre“, „Benachrichtigungen“, „Medieninhalte“ und „Allgemein“ verfügbar.

ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion
ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion

Auf dem Hauptbildschirm im Header befinden sich drei Symbole für „Chats“, „Kontakte“ und „Erkunden“. Der Bereich Erkunden bietet Chatgruppen zu unterschiedlichen Themen mit Bezeichnungen wie „Musik-Chat“, „Selfie-Chat“, „Lustige Bilder“ und zu ein paar Städten.

ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion
ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion

Unterstützte Betriebssysteme

Von ICQ werden die Betriebssysteme Microsoft Windows, Windows Phone, MacOS X, iOS, Android OS, Blackberry und Symbian unterstützt.

Kommunikation

Im Bereich Kommunkation sind Textnachrichten, Sprachnachrichten, Videochats und Audiochats möglich. Es lassen sich Dateien aller Art als Anhänge verschicken.

Unterstützte Sprachen

Der Instant-Messenger steht in verschiedenen Sprachen, darunter Englisch, Deutsch und Russisch zur Verfügung.

Chatten mit ICQ

Ein Gespräch wird bei ICQ eröffnet, indem ein Name aus der Kontaktliste gewählt wird, worauf sich das Chatfenster öffnet. Das Chatfenster setzt sich aus Header, Nachrichtenbereich und Eingabefeld zusammen. Im Eingabefeld lassen sich Textnachrichten eingeben, Audionachrichten aufnehmen und senden, Fotos aufnehmen, Smileys und Sticker versenden. Die Anzahl der Sticker ist recht beachtlich und lässt sich über einen kostenlosen Sticker-Store erweitern. Im Header steht der Name des Gesprächspartners, direkt daneben sind Symbole für einen Audioanruf, einen Videochat und ein Optionsmenü.

Das Optionsmenü umfasst „Benachrichtigungen“, „Hintergrund“, „Chatgalerie“, „Zum Chat hinzufügen“, „Verlauf löschen“ und „Ignorieren“. Der Hintergrund des Chatfensters kann mit Themes oder eigenen Bildern geändert werden.

ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion
ICQ Android-App | Screenshot: Redaktion

Die Textnachrichten wurden in unserem Test problemlos übermittelt, Audionachrichten waren klar zu verstehen, der Videochat verlief ruckelfrei und beim Audioanruf waren keine Störungen zu vernehmen.

Ein Vorteil von ICQ ist die Synchronisation der Nachrichten auf allen angeschlossenen Geräten, auf denen man den Instant-Messenger installiert hat. Die Nachrichten wurden zeitgleich auf Smartphone und PC übertragen. Wir stellten bei der PC-Version einen Unterschied zwischen Windows 7 und Windows 10 fest. Die Windows 7-Version bietet mehr Funktionen, während die Windows 10-Variante offenbar auf die wichtigsten Funktionen reduziert wurde. Die Benutzeroberfläche bei den beiden Windows-Versionen ist ebenfalls unterschiedlich. Beide gefielen uns gut. Insgesamt kamen wir mit der Windows-Version und der ICQ-App sehr gut klar.

ICQ Windows-Version | Screenshot: Redaktion
ICQ Windows-Version | Screenshot: Redaktion

Fazit im Test von ICQ

Im Ergebnis können wir ICQ empfehlen, vor allem die Videochat-Funktion und Audioanruf-Funktion sind uns positiv aufgefallen. Die Unterschiede in der Benutzeroberfläche zwischen den verschiedenen Windows-Versionen sollten die Entwickler anpassen, obwohl dieser Minuspunkt zu vernachlässigen ist und sich nicht negativ auf die Funktion des Instant-Messengers auswirkt.

Mehr Bilder zum ICQ Instant-Messenger haben wir hier auf dieser Seite >>>

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