Akkus richtig pflegen – Tipps

Wenn am „Ende des Akkus“ noch viel vom Tag übrig ist, kann das an einem falschen Umgang mit dem Stromspeicher liegen. Nicht nur die intensive Nutzung mobiler Endgeräte sorgt dafür, dass bald wieder nachgeladen werden muss.

Im Winter können niedrige Temperaturen den Akkus schaden, im Sommer sind es hohe Temperaturen. Zu warm wird es Akkus aber auch in der Nähe von Heizungen oder bei zu viel Nähe zu ihrem Benutzer – etwa wenn ein Smartphone in der Hosentasche getragen wird. Bei selten genutzten Geräten kann der Akku beschädigt werden, wenn dieser komplett entladen wird, weil man vergisst, ihn aufzuladen. Das passiert nicht selten bei Akkus von Camcordern, die nur ab und zu verwendet werden. Tipp: Legt Euch einen Serientermin an, mit dem Ihr Euch einmal im Monat oder einmal im Quartal daran erinnert, selten verwendete Geräte auf ihren Akkustand hin zu prüfen.

Tipps zum Thema Akkupflege gibt der TÜV Rheinland in einer Presseinfo:

>>„Geringe Akkukapazität. Bitte aufladen.“ Diese Meldung lesen Nutzer von Laptops, Netbooks, Tablets und Smartphones gar nicht gern. Jetzt heißt es: schnell zur nächsten Steckdose. Denn ohne aufgeladenen Akku findet der mobile Spaß ein jähes Ende. Wer seinen Akku schont, kann dies hinauszögern.

Optimale Betriebsbedingungen

In den meisten Geräten stecken Lithium-Ionen-Akkus, die viele Ladezyklen ohne großen Leistungsverlust wegstecken. Allerdings sollten sie nie vollständig entleert werden, das verkürzt die Lebensdauer. Schädlich sind auch Temperaturen über 35 Grad Celsius. Durch Hitze entstehen im Akku elektrochemische Reaktionen, die Kapazität sinkt. „Erhöht sich die Umgebungstemperatur dauerhaft, sinkt die Lebensdauer des Akkus“, sagt Stephan Scheuer, Batterieexperte bei TÜV Rheinland. Warme Heizkörper eignen sich daher ebenso wenig als Ablage für Notebooks und Tablets wie enge Hosentaschen für Smartphones. Laptops gehören nicht auf den Schoß und weiche Kissen, sondern auf eine ebene Unterlage. Nur dann gelangt von unten kühlende Luft an die Bauteile, vor allem an den Akku. Oft nicht bekannt ist, dass auch kalte Temperaturen unter dem Gefrierpunkt Lithium-Ionen-Akkus schädigen und in unsichere Zustände versetzen können. Deshalb Geräte mit solchen Akkus nicht über Nacht im Freien oder Fahrzeug aufbewahren.

Stromfresser ausschalten

Stürze und Stöße sind für die kleinen Stromspeicher eine besondere Gefahr. „Akkus werden kompakter und damit anfälliger. Einmal beschädigt, können sie beim Laden überhitzen und im Extremfall sogar in Brand geraten“, sagt Scheuer. Im Zweifel ist der Akku gegen ein Original-Ersatzteil – nicht gegen einen Billig-Nachbau – auszutauschen. „Um die Akkulaufzeit zu erhöhen, lohnt es sich, stromfressende Funktionen auszuschalten, wenn diese nicht benötigt werden“, empfiehlt TÜV Rheinland-Experte Stephan Scheuer. Dazu gehören vor allem das Display und Funkverbindungen wie WLAN und GPS. Stromsparoptionen sind Teil der meisten Betriebssysteme. Für Tablets und Smartphones gibt es zusätzliche Stromspar-Apps, mit denen sich die Akkuleistung steuern und überwachen lässt.<<

Über Oliver Springer 349 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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