Viber – großer Test

Weltweit zählt Viber mit über 200 Millionen Usern in 193 Ländern zu den größten Messengerdiensten. Auch in Deutschland hat der Dienst eine gewisse Verbreitung. Geboten werden unter anderem Videoanrufe und Telefonate sowie Standards wie Foto-, Video-, Sprach-, und Textnachrichten. Die Funktion Viber-Out bietet die Möglichkeit (nach einer Guthabenaufladung) Festnetzanschlüsse kostengünstig anzurufen und bietet sich als Ersatz für teure Telefonate ins Ausland an.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Der beliebte Instant-Messenger steht für die Betriebssysteme Android OS, Windows Phone, Windows 8, Blackberry, Nokia S40, Symbian, Samsung Bada und iOS zur Verfügung. An Endgeräten werden Smartphones, Tablets, Notebooks und stationäre PCs von Viber unterstützt.

Was ist über den Anbieter bekannt?

Der Betreiber des Instant-Messaging-Dienstes Viber ist das Unternehmen Viber Media, dessen Gründung im Jahr 2010 erfolgte. Gegründet wurde die Firma von dem Informatikstudenten Talmon Marco. Seit Februar 2014 gehört Viber zum japanischen Handelskonzern Rakuten.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Multimedia

Können Fotos gesendet werden?

Ja, es lassen sich Fotos versenden.

Wie gut funktioniert das?

Der Fotoversand erfolgt durch Klick auf das Bild-Symbol neben dem Eingabefeld im Chatfenster. Anschließend wird entweder ein Foto aus der Bildergalerie ausgewählt oder ein aktuelles Bild aufgenommen. Mit der Bildqualität waren wir zufrieden.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Wie schnell geht es?

Der Versand eines Fotos kann je nach Dateigröße und Bandbreite bis zu 30 Sekunden oder länger dauern. Durchschnittlich dauert die Übermittlung eines Fotos jedoch weniger als 20 Sekunden.

Lassen sich Fotos bearbeiten?

Die Fotos können vor dem Versand nur ausgewählt werden, aber eine Bildbearbeitung ist vorher nicht möglich, da diese in Viber nicht integriert wurde.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Können Videos verschickt werden?

Ja, es lassen sich Videos mit einem Klick auf „Video senden“ verschicken. Das Video kann aus der Galerie ausgewählt oder neu aufgenommen werden, um es direkt im Anschluss zu versenden. Ein Videoversand vom PC aus ist nicht möglich, sondern steht nur in der mobilen App zur Verfügung. Die Qualität der Videos war, von ein paar unschönen Rucklern abgesehen, gut.

Wie schnell sind die Videos beim Empfänger?

Der Videoempfang kann je nach Bandbreite bis zu einer Minute oder länger dauern. Im Test erreichten unsere Videos ihre Empfänger angenehm schnell.

Wie lang dürfen die Videos sein?

Eine Begrenzung der Videolänge konnten wir nicht feststellen.

Lassen sich Videos bearbeiten?

Nein, eine Videobearbeitung wurde in Viber nicht integriert.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Sicherheit

Thema Anmeldeverfahren (Registrierung)

Wie erfolgt die Anmeldung?

Nach der Installation von Viber erfolgt eine Aufforderung, sich mit seiner Handynummer anzumelden. Die Angabe der Handynummer dient der Verifizierung, da erst nach Eingabe einer vierstelligen PIN das Viber-Konto erstellt wird. Die Anmeldung erfolgt jeweils per PIN und SMS, es gibt keinen Account mit Passwort.

Kann man sich vom Computer aus anmelden?

Ein Login über den Computer ist möglich.

Verschlüsselung und Löschen

Gibt es eine Option zur Verschlüsselung?

Eine Verschlüsselungsoption steht nicht zur Verfügung.

Lässt sich der Chatverlauf löschen?

Einzelne Nachrichten lassen sich mit einem Klick auf den Menüpunkt „Nachrichten bearbeiten“ auswählen und anschließend löschen oder bearbeiten.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Verbreitung und Bedienung

Viber zählt eigenen Angaben zufolge mit Stand Oktober 2015 bezogen auf alle Betriebssysteme weltweit über 200 Millionen Nutzer in 193 Ländern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Instant-Messenger bislang relativ wenig verbreitet – aber doch deutlich mehr als die meisten seiner Konkurrenten. Der Instant-Messenger unterstützt eine Reihe weit verbreiteter Sprachen, darunter Deutsch.

Die Benutzeroberfläche hat einen modernen Touch mit einem Schwerpunkt auf Funktionalität. Der Header setzt sich aus neun Symbolen zusammen, die jeweils für eine der Hauptfunktionen stehen und nicht beschriftet sind. Das Hauptmenü wird über das Punkte-Icon ganz rechts im Header aufgerufen. Eine Zeile unter dem Header befindet sich der zweigeteilte Contentbereich des Messengers. Links werden die Kontakte und das Viber Out-Guthaben angezeigt und rechts der Name des ausgewählten Kontakts mit Handynummer.

Ein Klick auf den eigenen Benutzernamen führt zum Profil, wo sich ein Bleistift-Symbol neben dem Namen befindet. Mit Klick darauf kann der eigene Benutzername geändert werden. Das eigene Profil kann nur eingeschränkt bearbeitet werden. Angepasst werden können nur das Profilfoto und der Benutzername.

Sehr gut: Neue Nachrichten werden gleichzeitig auf allen synchronisierten Geräten angezeigt.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Kommunikation

Viber bietet einen Sprachchat, der per Klick auf das Mikrofon-Symbol links neben dem Eingabefeld aktiviert wird. Bei Viber sind außerdem Anrufe zu Festnetzanschlüssen kostenpflichtig möglich, diese werden Out-Calls genannt. Die Kosten können über die Internetseite des Anbieters ermittelt werden.

Die Videotelefonfunktion Viber Out haben wir getestet und stellten dabei fest, dass die Anrufe auf allen synchronisierten Geräten angezeigt werden. Die Videoqualität war gut aber wir stellten sporadische Ruckler fest und die Stimme war bisweilen nicht so leicht zu verstehen. Der SMS-Versand ist zu anderen Viber-Nutzern möglich, während Kurznachrichten an Nichtnutzer kostenpflichtig sind.

Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion
Viber für Android Tablet | Screenshot: Redaktion

Chatten mit Viber

Ein Chat wird wie vielen anderen Messengern mit einem Klick auf einen Kontaktnamen gestartet. Das Nachrichtenfenster bietet im Footer das Eingabefeld, wo die Textnachrichten eingegeben werden. Das Mikrofon-Symbol aktiviert den Sprachmodus. Die Sprachnachrichten werden nach ihrer Aufzeichnung direkt zum Gesprächspartner übermittelt und waren in unserem Test klar zu verstehen. Neben Textnachrichten und Sprachnachrichten lassen sich Fotos, Videos, Doodles, der Standort und animierte Nachrichten versenden. Die Weitergabe von Kontakten ist ebenfalls möglich. Bei den animierten Nachrichten handelt es sich um Animationen mit Textbotschaften. Im Sticker-Shop stehen einige Sticker unterschiedlicher Themenbereiche zur Auswahl.

Der Versand von Textnachrichten, Videos und Bildern klappte sehr gut. Interessant ist die Infoanzeige, die darüber informiert, wenn der Gesprächspartner schreibt. Zu Fotos kann jeweils ein Text hinzugefügt werden, zum Beispiel wo das Motiv aufgenommen wurde. Das hat uns gut gefallen.

Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion
Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion

Technik

Welche Betriebssysteme werden unterstützt?

Android OS, Windows Phone, Windows 8, Blackberry, Nokia S40, Symbian, Samsung Bada und iOS

Gibt es Desktop-Clients?

Ja, für die Betriebssysteme Apple Mac OS und Microsoft Windows

Nutzung via Webbrowser? 

Ja, der Instant-Messenger ist per Browser nutzbar, aber bei unserem Test hat das nicht funktioniert.

Kann man auf mehreren Geräten gleichzeitig eingeloggt sein?

Ein gleichzeitiger Login ist möglich, aber mit maximal zwei Geräten zur gleichen Zeit.

Wird der Chat-Verlauf synchronisiert?

Der Chatverlauf wird gleichzeitig auf allen synchronisierten Geräten angezeigt.

Ist eine SIM-Karte erforderlich?

Nein, eine SIM-Karte ist für die Nutzung nicht notwendig.

Einsatz auf Tablets?

Der Einsatz auf Tablets ist per App möglich und sehr komfortabel.

Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion
Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion

Unterhaltung und Information

Klassische Emoticons u. ä.

Gibt es Sticker? 

Ja, es gibt statische und animierte Sticker.

Gibt es einen Shop für Emoticons und Sticker?

Ein Shop für Sticker steht zur Verfügung.

Was gibt es kostenlos?

Der Großteil der Sticker wird kostenlos angeboten. Kostenpflichtige Sticker sind zu Einheitspreisen von 1,99 US-Dollar erhältlich.

Was ist mit Spielen, Musik, Videos und ähnlichen Angeboten?

Spiele, Musik und Videos werden nicht angeboten

Kosten

Ist die App kostenlos?

Ja, Download und Nutzung der App ist kostenlos.

Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion
Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion

Plus und Minus

+Schneller Instant-Messenger

+Einfache Installation

+Leicht verständliche Benutzeroberfläche und Bedienung

+Foto-, und Videoversand

+Voice-Chat

+Videotelefonie, SMS-Versand

+Umfangreiche Funktionen

+Unterstützung zahlreicher Betriebssysteme

– Fehlende Informationen zur Verschlüsselung

– Mangelhafte Informationen zum Betreiber Viber Media

Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion
Viber auf Desktop-PC | Screenshot: Redaktion

Fazit im Test von Viber

Im Großen und Ganzen hat uns Viber in unserem letzten Test gut gefallen, wenngleich es auch einige Minuspunkte gab. Gut ist, dass eben Textnachrichten auch Sprachnachrichten und Videonachrichten übermittelt werden können. Die Telefoniefunktion Viber Out funktioniert auch mit einer normalen Rufnummer, ist aber kostenpflichtig, während Telefonate mit anderen Viber-Nutzern kostenlos sind. Insgesamt kamen wir mit Viber gut klar. Ein besonderer Pluspunkt ist die Verfügbarkeit auf sehr vielen verschiedenen Endgeräten.

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