Sollte man sich für den schnellsten Internetanschluss entscheiden?

Für die Nutzer von Streamingangeboten war es schon immer wichtig, einen möglichst schnellen Internetzugang zur Verfügung zu haben. Da der Trend beim Videostreaming inzwischen von HD-Auflösung zu Full-HD-Auflösung geht, muss die Leistungsfähigkeit eines Internetanschlusses bei der Anbieterwahl mehr zählen als die monatlichen Gebühren.

Da dieses Jahr viele gut ausgestattete TV-Geräte bereits 4K-Auflösung bzw. Ultra High Definition bieten und auch zahlreiche Computermonitore mehr als nur Full HD zu bieten haben, gibt es ein stark steigendes Interesse an entsprechenden Bewegtbildinhalten. Während Fernsehsender sich zurückhalten, wächst die Zahl von 4K-Streamingangeboten. So produzieren die Amazon Studios und Netflix schon seit einer Weile eigene Inhalte in 4K-Auflösung.

Um die Videos in 4K-Auflösung ruckelfrei streamen zu können, braucht es einen sehr schnellen Internetzugang. Viele klassische DSL-Anschlüsse, die für normales HD und bei guten Bedingungen auch für Full HD ausreichend sind, können da nicht mithalten. Um nicht bei Parallelnutzung gleich wieder an Grenzen zu stoßen, sollten Interessierte mindestens einen 50-MBit/s-Anschluss wählen. Bei sehr intensiver Internetnutzung durch mehrere Personen in einem Haushalt empfiehlt sich ein 100-MBit/s-Anschluss.

Noch höhere Datenraten sind derzeit nur für sehr wenige private Haushalte interessant, aber es ist davon auszugehen, dass sich das innerhalb weniger Jahre ändern wird. Deshalb ist es sehr wichtig, dass jetzt die Netze ausgebaut werden für Datenraten im Gigabit-Bereich.

teltarif-Logo | Bild: www.teltarif.de
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Die Experten von teltarif.de schreiben zu diesem Thema:

>>Die Gigabit-Gesellschaft zeigt schon deutliche Vorboten. Die bei den Internet-Providern erhältlichen Datenraten werden von Jahr zu Jahr höher, wodurch die Anbieter Kunden anlocken wollen. Teilweise bieten Kabelnetzbetreiber bis zu 400 MBit/s im Downstream per Kabel-Internet an. Derzeit werden sogar Glasfaser-Anschlüsse von bis zu 1 GBit/s im Downstream getestet. Doch wofür benötigen Privatkunden eine solch hohe Internet-Datenrate? Marleen Frontzeck vom Onlinemagazin teltarif.de weiß: „An der Entwicklung der verschiedenen Internet-Technologien arbeiten die Provider stetig weiter. Derzeit sind sich die Anbieter aber einig, dass noch einige Jahre vergehen, bis diese hohen Übertragungsraten im Privat-Kundenbereich benötigt werden.“ Dadurch, dass sich viele Nutzer immer stärker miteinander per Internet vernetzen und Inhalte online gespeichert werden, wird die Weiterentwicklung vorangetrieben.

„Auch in Zeiten von Streaming und der mobilen Internet-Nutzung wird der Bedarf an Breitband immer größer. Der Weg in die Gigabit-Gesellschaft ist damit nur eine Frage der Zeit“, so Frontzeck. Jedoch lässt sich nicht konkret sagen, wie diese Entwicklung in fünf bis zehn Jahren aussieht. Derzeit gehört zu den datenintensivsten Anwendungen das Videostreaming in Full-HD oder das Streaming von 4K-Inhalten. 4K bedeutet, dass die Verbraucher Bilder in vierfacher Full-HD-Auflösung auf dem Fernseher sehen können. „Allerdings muss der Fernseher, für die Nutzung von 4K- beziehungsweise Ultra-HD-Streaming, das Format unterstützen. Noch verwenden aber nur wenige Verbraucher ein entsprechendes Gerät.“ Zudem gibt es bisher nur wenig Inhalte in 4K.

Für die Verbraucher interessante Anwendungen, die 1 GBit/s im Downstream benötigen, werden noch lange auf sich warten lassen. Frontzeck führt aus: „Mögliche Anwendungsszenarien sind vor allem Industrie 4.0 oder die personalisierte Medizin-Technik – hier werden auch höhere Datenraten im Upstream eine wichtige Rolle spielen.“ Natürlich ist der Bedarf nach höheren Bandbreiten vorhanden. Zurzeit besteht aber eher die Nachfrage nach einem flächendeckenden Ausbau. Frontzeck sagt abschließend: „Bis 2018 sollen – laut Vorgabe der Bundesregierung – alle deutschen Haushalte mit bis zu 50 MBit/s im Downstream versorgt werden. Damit wäre ein Schritt in die richtige Richtung getan.“ teltarif.de berichtet weiterhin fortlaufend über diese Entwicklung.<<

Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf www.teltarif.de/wozu-1-gbits zu finden.

Über Oliver Springer 349 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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