Spenden mit Stickern: Neues Set mit LINE-Charakteren für UNICEF

Das Konzept überzeugt

Seit gestern ist ein neues Set mit Stickern der LINE Friends-Charaktere erhält, durch dessen Kauf im LINE STORE man UNICEF, das Kinderhilfswerk der vereinten Nationen, unterstützt. Die LINE X UNICEF: Baby Edition“ zeigt die LINE-Figuren als „Baby-Versionen“. Die Verkaufserlöse kommen Kindern in Entwicklungsländern zugute.

Es ist das zweite Mal, dass der Instant Messaging Service durch ein spezielles Sticker-Set UNICEF zu unterstützen hilft. Im Sommer war für rund einen Monat die „LINE X UNICEF: Special Edition“ erhältlich.

LINE X UNICEF: Baby Edition im LINE STORE | Screenshot: Redaktion
LINE X UNICEF: Baby Edition im LINE STORE | Screenshot: Redaktion

Kein Ablaufdatum

Dieses Mal scheint das Angebot nicht zeitlich begrenzt zu sein, zudem gibt es kein Ablaufdatum für die Sticker. Letzteres ist aus meiner Sicht nicht nur für die User ein Vorteil. Die Motivation, Geld für Sticker auszugeben – guter Zweck hin oder her – wird durch ein Ablaufdatum nicht eben gefördert. Dafür kostet die neue Edition nicht 50 Coins, sondern 100. Das entspricht ungefähr zwei Euro, wobei zu berücksichtigen ist, dass LINE Coins umso günstiger erworben werden können, desto mehr man kauft.

Die Sticker im LINE STORE auf dem Smartphone | Screenshot: Redaktion
Die Sticker im LINE STORE auf dem Smartphone | Screenshot: Redaktion

Erhältlich ist die „LINE X UNICEF: Baby Edition“ in Japan, Südkorea, Taiwan, Thailand, Indonesien, Indien, Malaysia, Hongkong, USA, Spanien, Frankreich und Deutschland. Ein großer Unterschied gegenüber dem ersten Sticker-Set besteht darin, dass es sich bei der „LINE X UNICEF: Special Edition“ um animierte Sticker handelt.

Das Konzept, eine spezielle Edition von Stickern mit den LINE-Charakteren zu entwickeln, um Spenden zu sammeln, ist bereits älter. Im Frühling wurde unter dem Motto „Pray for Nepal“ für Erdbebenopfer gesammelt, auch in den Jahren davor gab es solche Aktionen.

Schnell und einfach | Screenshot: Redaktion
Schnell und einfach | Screenshot: Redaktion

Das sollte sich allgemein durchsetzen

Was haltet Ihr vom Spendensammeln mittels Sticker-Spezialeditionen? Ich halte das aus drei Gründen für eine gute Idee: Es ist einfach. Wer bereits LINE Coins erworben hat, kann in weniger als einer halben Minute die Sticker kaufen und downloaden. Da hier ein bestehendes, bewährtes System genutzt wird, ist der Aufwand minimal. Vom guten Vorsatz zur guten Tat bleibt im Alltag viel zu oft die Motivation auf der Strecke.

Der zweite Vorteil dieser Methode besteht darin, den Spendern bzw. Käufern einen Gegenwert zu bieten. Eine solche Belohnung kann sich nicht zuletzt auf die zukünftige Spendenbereitschaft auswirken. Zudem ist der Erhalt des Sticker-Sets für so manchen User bereits Anreiz genug, Geld auszugeben. Ihm kommt es gar nicht darauf an, damit eine gute Sache zu unterstützen. Das ist okay. Was Menschen wirklich hilft, ist am Ende ja nicht, wie gut es der Spender dabei gemeint hat.

Das Beste am Ganzen ist vermutlich der dritte Vorteil: Die Sticker kommen schließlich zum Einsatz, wenn man mit anderen Menschen kommuniziert. Man schickt sie ihnen zusammen mit oder anstelle von privaten Textnachrichten. Auf diese Weise werden auch User, die der jeweiligen Aktion bislang keine Aufmerksamkeit geschenkt hatten, darauf aufmerksam gemacht – und kaufen sich das betreffende Sticker-Set eventuell ebenfalls  – und werden selbst ebenfalls zu Multiplikatoren. Unter diesem Aspekt könnte der niedrige Kaufpreis und damit auch niedrige Spendenbetrag für insgesamt höhere Spendeneinnahmen sorgen. Wer mehr spenden möchte, kann ein Sticker-Set wie die „LINE X UNICEF: Special Edition“ einem anderen LINE-User als Geschenk schicken – wie bei Sticker-Sets allgemein möglich.

Angesichts der genannten Vorteile (und es gibt noch weitere) frage ich mich, warum das Spenden über digitale Sticker (oder ähnliche digitale Produkte) von Instant Messaging Services nicht längst allgemeiner Standard ist.

Über Oliver Springer 356 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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