Sind kostenlose Navi-Apps wirklich kostenlos?

Smartphone-User können unter einer Fülle verschiedener Navigations-Apps wählen. Ein großer der Teil der Apps wird gratis angeboten, aber es kann sich lohnen, Geld auszugeben. Zunächst einmal bedeutet „kostenlos“ in der Regel, dass kein Geld zu zahlen ist, man aber Werbung seine Aufmerksamkeit schenken muss – und oft genug eine Menge Daten preisgeben. Man sollte sich bei jeder App fragen, wie wohl das Geschäftsmodell des Anbieters aussieht – was gibt es im Leben schon umsonst?

Davon abgesehen funktionieren manche kostenlosen Navigations-Apps nur mit aktiver Internetverbindung. Die Datenmengen halten sich dabei meist in Grenzen, doch bei intensiver Nutzung macht sich das eventuell negativ bemerkbar. Die Traffic-Limits sind auch im Jahr 2015 noch recht knapp bemessen.

Vor allem aber können kostenlose Navi-Apps, wenn sie eine aktivite Internetverbindung benötigen, bei der Nutzung im Ausland teuer werden – und gerade fernab der Heimat kann man eine Navi-App besonders gut gebrauchen. Das Smartphone im Ausland auszuschalten oder zumindest die Datenverbindungen zu deaktivieren ist also keine befriedigende Lösung.

Außerdem bieten Gratis-Navi-Apps oft nur einen eingeschränkten Funktionsumfang. Das kann für die eigenen Zwecke reichen, aber es kann auch sein, dass man gewissermaßen erst weitere Funktionen kostenpflichtig freischalten muss, um ans Ziel zu kommen.

Zu kostenlosen Navi-Apps schreiben die Experten des Portals teltarif.de in einer Presseinformation:

>>Immer mehr Nutzer verwenden inzwischen Navi-Apps für ihr Smartphone oder Tablet anstelle von klassischen Navigationsgeräten. Gerade bei der Fußgängernavigation können solche kostenlosen Apps hilfreich sein. Auf vielen Handys sind bereits Navi-Anwendungen vorinstalliert. Marleen Frontzeck vom Onlinemagazin teltarif.de weiß: „Einige Anwendungen sind nur während einer bestimmten Testphase kostenfrei und im vollen Umfang nutzbar.“ Anschließend können die Apps dann nur im eingeschränkten Zustand verwendet werden und die Interessenten müssen zusätzliches Kartenmaterial innerhalb der App dazu kaufen.

Eine kostenlose Navi-App für Smartphones und Tablets ist ‚Google Maps‘. Dieser Dienst liefert den Verbrauchern Kartenmaterial von der ganzen Welt in Form von Straßen-, Land- und Satellitenaufnahmen. Zudem können sich die Interessenten bei der Routenplanung den Weg zum Zielort unter anderem per Auto, Fahrrad, Flugzeug oder zu Fuß anzeigen lassen. „Eine Alternative für Windows-Phone-Besitzer ist ‚GMaps+‘, diese Navi-App bietet die Möglichkeit, kostenlos auf die Daten von ‚Google Maps‘ zurückzugreifen“, so Frontzeck. Für beide Anwendungen wird allerdings durchgehend eine Internetverbindung benötigt. Die Nutzung von Offline-Karten ist bei diesen Diensten nicht möglich. Auch die Karten-App ‚Here‘ für Android- und iOS-Geräte hilft Nutzern dabei ihren Zielort zu erreichen. In diesem Fall können gespeicherte Karten im Offline-Modus abgerufen werden.

Für Autofahrer, die viel unterwegs sind, lohnen sich die kostenlosen Navi-Apps meistens nicht. Denn viele Gratis-Apps für die Navigation haben nur einen eingeschränkten Funktionsumfang. Frontzeck führt aus: „Vielfahrern ist eher eine kostenpflichtige Navi-App oder gar ein separates Navigationsgerät zu empfehlen – gerade wenn Nutzer nicht auf aktuelle Verkehrs- bzw. Staumeldungen oder einen Fahrspurassistenten verzichten möchten.“ Apps, die später kostenpflichtig werden, sollten während einer Testphase in der Praxis ausprobiert werden. Hierdurch können sich die Nutzer vor einem Fehlkauf schützen. Frontzeck rät abschließend: „Es ist in jedem Fall ratsam, dass sich die Interessenten vor der Installation genau darüber informieren, ob die vermeintliche Gratis-App nach einem Testzeitraum kostenpflichtig wird oder weiterhin kostenfrei bleibt. Dies ist vor allem sinnvoll, wenn die App über einen längeren Zeitraum verwendet werden soll.“<<

Mehr Infos zu diesem Thema findet Ihr auf www.teltarif.de/kostenlose-navi-apps.

Über Oliver Springer 351 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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