Vergütung von Textern: Diese Abrechnungsmodalitäten sind am Markt üblich

Wer einer Tätigkeit als Texter nachgehen möchte, stellt sich meist schon zu einem frühen Zeitpunkt die Frage, auf welcher Basis die Vergütung erfolgt. Oft herrschen verschiedene Annahmen und Meinungen vor, die noch nicht überprüft wurden – so wird beispielsweise oft angenommen, die Vergütung könnte auf Basis der geschriebenen Wörter erfolgen. Dies mag zutreffen, allerdings gibt es auch andere Varianten der Abrechnung.

Auf welcher Grundlage abgerechnet wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Im Regel ist es die Art der zu verfassenden Texte, die über die Abrechnungsmodalitäten entscheidet. Schlussendlich entscheidet jedoch der Auftraggeber. Nachfolgend wird erläutert, welche Modalitäten existieren und bei welchen Texten sie üblich sind.

Bezahlung pro Wort

Freie, d. h. nicht im Angestelltenverhältnis stehende Texter rechnen überwiegend auf Wortbasis ab. Für jedes geschriebene Wort wird ein Cent-Betrag festgesetzt. Wie hoch dieser bemessen ist, hängt primär vom Status und der Kompetenz des Texters ab. Auf Textportalen liegen die Vergütungen bei etwa 1 bis 4 Cent pro Wort, wobei sehr gute Texter mehr verdienen können.

Stark verbreitet ist diese Form der Abrechnung vor allem wegen des hohen Maßes an Transparenz und Fairness: Je länger der Text, desto höher die Vergütung. Eine abgewandelte Variante besteht darin, auf Basis der Anschläge abzurechnen. Streng genommen ist sie sogar noch ein wenig fairer, in der Praxis jedoch eher selten anzutreffen.

Pauschalbetrag pro Text

Wird ein Pauschalbetrag vereinbart, erhält der Schreiber pro verfasstem Text stets dieselbe Vergütung, unabhängig von dessen Wortumfang. Meist wird lediglich eine Mindestwortzahl festgelegt, die auf jeden Fall zu erreichen ist.

Auf den ersten Blick scheint diese Variante nicht ganz so fair und transparent zu sein. Dennoch verkörpert sie manchmal die bessere Lösung. Besonders wenn der Autor nicht nur schreiben, sondern auch recherchieren muss, sind Pauschalabrechnungen oft sinnvoller. Die Pauschale deckt sowohl die Schreib- als auch die Recherchearbeit ab. Nicht nur rechercheintensive Fachtexte, sondern auch Werbetexte werden häufig nach diesem Schema abgerechnet, da weniger die Anzahl der Worte, sondern vielmehr das eigentliche Ergebnis entscheidend ist. Zudem erleichtert diese Art der Vergütung die Abrechnung.

Vergütung nach Zeit

Die Vergütung kann ebenso auf zeitlicher Basis erfolgen. Allerdings ist sie in der Praxis eher selten anzutreffen, es sind vor allem festangestellte Redakteure, die solch einen Komfort genießen. Gerade wenn Texte eine intensive Recherche erfordern, kann diese Variante eine sinnvolle Lösung verkörpern. Außerdem kann der Auftraggeber mit festen Gehaltskosten pro Monat rechnen, was ebenfalls einen Vorteil darstellt. Texte, deren Abrechnung nach Zeit erfolgt, fallen meist in die Bereiche Magazinhalt oder auch Nachrichten.

Über Oliver Springer 351 Artikel

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik …

Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

1 Kommentar

  1. Einerseits ist das ja alles interessant zu lesen. Anderseits beziehen sich die Texte ausschließlich auf „SEO-Texter“. Mit der Arbeit eines richtigen Texters (Copywriters) hat das alles wenig bis gar nichts zu tun. Die Abrechnung pro Wort ist ein vor allem ein SEO-Ding. Und kein guter Texter schreibt für 4 Cent pro Wort …

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