Mit Großaufträgen richtig umgehen: Ein Blick auf die häufigsten Stolpersteine

Die Mehrheit der Redakteure sowie der meisten anderen Schreiber verfasst überwiegend kurze Texte. Gemeint sind Textinhalte, die innerhalb weniger Stunden recherchiert und geschrieben sind. Aber manchmal locken Großaufträge, die einen erheblicheren Textumfang vorsehen. Gemeint sind beispielsweise Ratgeber, die 50 Seiten oder mehr umfassen. In Abhängigkeit von der Art der Texte kann es Wochen oder gar Monate dauern, bis solch ein Auftrag abgeschlossen ist.

In der Praxis kommt es häufiger vor, dass Texter solche Aufträge unterschätzen. Daraufhin drohen Schwierigkeiten, weil sie beispielsweise in Zeitdruck geraten und trotz aller Bemühungen nicht pünktlich liefern können. (Das wirkt sich nebenbei negativ auf die Qualität ihrer Arbeit aus.) Entscheidend ist daher die Herangehensweise. Wer die größten Stolpersteine kennt, befindet sich in der Lage, diese zu meiden.

Fehlende Aufbereitung des Auftrags: Je umfangreicher der Textauftrag, desto wichtiger ist eine zielgerichtete Aufbereitung. Es gilt abzuschätzen, welche einzelnen Arbeitsschritte anstehen, wie viel Aufwand sie bereiten und ob ggf. Dinge unklar sind und es daher erforderlich ist, weitere Informationen einzuholen. Vor allem der letzte Punkt wird häufig vergessen. Unklarheiten werden oft spät entdeckt, was zu Verzögerungen führt.

Kein strukturiertes Arbeiten: Ohne strukturierte Arbeitsweise droht bei großen Aufträgen schnell der Überblick verloren zu gehen. Erfahrene Texter, die bereits mehrere Großaufträge gemeistert haben, planen sehr präzise, strukturieren die Inhalte und stellen auch einen Zeitplan auf. Letzterer sieht oftmals einen Puffer vor, damit Verzögerungen nicht automatisch zum Problem werden.

Recherche vernachlässigen: Nicht jeder Text schreibt sich von selbst, oftmals gilt es, zunächst umfassend zu recherchieren. Bei umfangreichen Texten kann daher schon allein die Recherche viel Zeit in Anspruch nehmen. Wer die nicht separat einplant, gerät eher früher als später in Zeitnot oder muss Abstriche bei der Textqualität in Kauf nehmen.

Später Beginn mit dem Schreiben: Einige Texter meinen, sie könnten den gesamten Auftrag innerhalb kürzester Zeit abwickeln – und ein gewisser Zeitdruck wird manchmal sogar als hilfreich empfunden. Doch spätes Beginnen ist sehr riskant. Anders als bei einem kurzen Einzeltext, der notfalls kurz vor dem Abgabetermin in einer Arbeitseinheit verfasst wird, lässt sich ein Großauftrag im Ernstfall nicht so schnell realisieren. Wer kaum noch Zeit hat und dann plötzlich weitere Informationen einholen muss, könnte in große Schwierigkeiten geraten. Der damit verbundene Stress erhöht dann weder die Produktivität noch verbessert er die Konzentrationsfähigkeit.

Umfang des Redigierens unterschätzen: Bei der Texterstellung geht es nicht nur um das Schreiben. Zur Sicherstellung einer hohen Textqualität führt am abschließenden Redigieren kein Weg vorbei. Doch gerade bei Großaufträgen nimmt diese Arbeit viel mehr Zeit in Anspruch, als so mancher Texter vermutet. Unter Umständen kann dieser Prozess einen ganzen Tag oder sogar noch länger dauern. Deshalb sollte auch hierfür ausreichend Zeit eingeplant werden.

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