Testbericht Threema

Sicherheit von Anfang an ein Thema

Bei der Messenger-App Threema wurde der Schwerpunkt von Anfang an auf Sicherheit gesetzt. Die App ist seit Kurzem auch für das Betriebssystem Windows Phone erschienen. Bislang war die App bereits für Android OS (Google) und iOS (Apple) verfügbar. Wir haben Threema auf einem Windows Phone Smartphone und einem Android-Smartphone ausprobiert.

Threema | Screenshot: Redaktion
Threema | Screenshot: Redaktion

Die Anwendung bietet Standard-Messaging-Funktionen, erweitert um Features, mit denen die Kommunikation sicherer werden soll. Geboten wird eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, durch welche die Nachrichten ausschließlich für die zwei Gesprächspartner sichtbar und von dritten Personen nicht einsehbar sein sollen.

Obwohl der Schwerpunkt klar auf klassischen Kommunikationsfunktionen und Sicherheit liegt, gibt es doch ein paar interessante Extras. Zudem ist die App leicht zu bedienen und hat ein (unserer Meinung nach) sehr ansprechendes Design.

Threema | Screenshot: Redaktion
Threema | Screenshot: Redaktion

Benutzeroberfläche und Bedienung

Die Benutzeroberfläche wurde schlicht gestaltet und hat einen schwarzen Hintergrund. Beim ersten Start wird man aufgefordert, durch ein längeres Fingerwischen einen Schlüssel-Fingerabdruck zu erzeugen. Danach wird ein Benutzername festgelegt, die E-Mail-Adresse und optional die Handynummer hinterlegt. Es wird eine Threema-ID und ein Barcode erstellt.

Threema | Screenshot: Redaktion
Threema | Screenshot: Redaktion

Der Header setzt sich aus den Punkten „Ich“, „Chats“ und „Kontakte“ zusammen. Der Punkt „Ich“ führt zum persönlichen Profil, wo der Benutzername und die E-Mail-Adresse geändert werden können. In „Chats“ werden alle Gespräche mit den Namen der Chatpartner aufgelistet. Der Footer zeigt unter „Chats“ ein Plus-Zeichen (Neuer Chat) und ein Optionsmenü (Auswahl). Es sind auch Gruppenchats möglich. Unter „Kontakte“ befindet sich die Kontaktliste mit Angabe der Benutzernamen und Threema-IDs. Das Footer-Menü setzt sich aus einem Plus-Zeichen (Neuer Kontakt), „ID Scannen“, „Neu laden“ und einem Optionsmenü zusammen.

Threema | Screenshot: Redaktion
Threema | Screenshot: Redaktion

Chatten mit Threema

Ein Chat wird bei Threema durch Tippen auf einen Namen aus der Kontaktliste eröffnet. Das Chatfenster wurde in Header, Nachrichtenbereich und Eingabefeld aufgeteilt. Im Header wird der Name des Gesprächspartners angezeigt und im Nachrichtenbereich erscheinen die eingegebenen Textnachrichten. Der Footer zeigt ein Brief-Symbol (Senden), ein Mikrofon (Sprachaufnahme) und eine Büroklammer (Bilder, Standortübermittlung, aktuelles Foto oder Video).

Sprachnachrichten wurden bei unserem Test klar und verständlich wiedergegeben. Es besteht die Möglichkeit, Sprachnachrichten entweder sofort zu versenden oder vor dem Versand anzuhören. Die Standortübermittlung erfolgte in unserem Test sehr genau, Fotos und Videos wurden problemlos übertragen. Der Standort wird als Kartensymbol angezeigt und erst nach einem Klick auf dieses Symbol wird eine Google Maps Karte eingeblendet.

Threema | Screenshot: Redaktion
Threema | Screenshot: Redaktion

Gelesene Textnachrichten werden mit einem Augen-Symbol versehen. Die Nachrichten lassen sich um Emoticons, die über das Smiley-Symbol der virtuellen Tastatur aufgerufen werden, ergänzen. Die Auswahl an Emoticons ist mehr als ausreichend.

Das Büroklammer-Symbol im Footer öffnet ein grafisches Untermenü bestehend aus Symbolen von Fotokamera, Videokamera, Karte, Foto und Foto mit Stift. Das Fotokamera-Icon steht für ein aktuelles Foto, das Foto-Symbol führt zur Fotogalerie, das Videokamera-Symbol startet die Videokamera und der Standort wird mittels Klick auf das Kartensymbol übermittelt. Das „Foto mit Stift“-Icon bietet die Möglichkeit, ein Bild mit Notizen zu versehen und zu versenden. Der Versand von Fotos, Videos und Standorten klappte bei uns hervorragend. Der Videodownload dauerte allerdings relativ lange. Die in der Android-Version enthaltene Abstimmungs-Funktion steht unter Windows Phone leider nicht zur Verfügung.

Threema | Screenshot: Redaktion
Threema | Screenshot: Redaktion

Fazit im Test von Threema

Wir waren angenehm überrascht, wie viel Threema über die Standardfunktionen hinaus zu bieten hat. Die Zusatzfunktionen sind dabei eher nützlich als lustig. Die Gestaltung ist zwar nüchtern, aber unserer Meinung nach sehr ansprechend. Man findet sich gut zurecht. Wir können selbst nicht einschätzen, wie sicher die Verschlüsselung von Threema ist, aber der Anbieter hat insoweit einen guten Ruf. Zudem ist es nicht umständlich, die Sicherheitsfunktionen zu nutzen.

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