Testbericht Confide Messenger

Originell, aber ein wenig umständlich

Der Schwerpunkt des Messengers Confide liegt auf Sicherheit, weil alle Nachrichten verschlüsselt und nach dem Lesen für immer gelöscht werden. Es können keine Screenshots angefertigt werden, was uns das Testen der App erschwert hat, aber gedacht ist das natürlich als Sicherheitsfunktion. Unsere Fotos zum Test beweisen allerdings, dass der Nutzen eines Screenshot-Schutzes begrenzt ist.

Confide Messenger | Srceenshot : Redaktion
Confide Messenger | Srceenshot : Redaktion

Mit Confide können Textnachrichten, Fotos und Videos versendet werden. Wir haben die für Android OS und iOS erhältliche Messenger-App auf einem Acer Iconia Tab 8 840 FHD und einem Galaxy S2 von Samsung ausprobiert. Der Versand von Nachrichten kann an jede beliebige Telefon-Nummer und E-Mail-Adresse erfolgen. Der Anwender erfährt per Lesebestätigung, wann seine Nachricht gelesen wurde. Die Entwickler werden von namhaften Startup-Investoren unterstützt und Confide wurde lobend in den Medien wie der Washington Post und Forbes erwähnt.

Benutzeroberfläche und Bedienung

Vor der Nutzung von Confide war eine Registrierung erforderlich, bei der die eigene Handynummer eingetragen werden musste. Erst nach Eingabe des per SMS erhaltenenen Bestätigungscodes konnte die Anmeldung abgeschlossen und die Messenger-App genutzt werden. Die komplett deutschsprachige Benutzeroberfläche zeigt sich sehr aufgeräumt. Im Header wird der Name der Anwendung angezeigt und wird gechattet, erscheint der Benutzername des Gesprächspartners. Ein Optionsmenü befindet sich auf der rechten Seite, über welches unter anderem die Einstellungen erreichbar sind. In der Bedienung findet man sich schnell zurecht, weil die Benutzeroberfläche intuitiv aufgebaut wurde.

Confide Messenger | Foto: Redaktion
Confide Messenger | Foto: Redaktion

Chatten mit Confide

Das Chatten mit Confide ist eigentlich sehr einfach, weil es nicht viele Möglichkeiten gibt, die die man als User verwirrt werden könnte. Die gute Absicht, die Nachrichten vor fremden Blicken zu schützen, sorgt allerdings für eine unnötig umständliche Bedienung. Nach der Auswahl eines Namens aus der Kontaktliste wird eine Unterhaltung gestartet. Das anschließende Chatfenster präsentiert sich wie der Hauptbildschirm aufgeräumt. Der Kopfbereich zeigt den Namen des Gesprächspartners, der größte Teil des Bildschirms wird vom Nachrichtenbereich eingenommen und im Footer befindet sich das Eingabefeld.

Das Eingabefeld bietet ein Kamera-Symbol und ein Büroklammer-Symbol. Mit Klick auf das Kamera-Icon wird ein Foto aufgenommen und zum Gegenüber gesendet. Die Büroklammer erlaubt den Versand von Dateien wie zum Beispiel Dokumenten. Die Textnachrichten, Bilder und Dokumente wurden im unserem Test flink übertragen. Alle Nachrichten haben eine End-to-End-Verschlüsselung, weshalb sie nur der Empfänger entschlüsseln und lesen kann.

Confide Messenger | Foto: Redaktion
Confide Messenger | Foto: Redaktion

Eine Textnachricht wird gelesen, indem mit dem Finger über ein graues Feld gewischt wird, welches den Text bedeckt. Nach dem Lesen wird die Nachricht sofort unwiderruflich gelöscht. Das Betrachten von Bildern haben wir als wenig praktikabel empfunden, weil ein Bild durch die Wisch-Bewegung nicht komplett sichtbar ist. Ihr müsst Euch das so vorstellen, als ob Ihr ein Foto durch einen schmalen Schlitz betrachten und dabei immer nur einen kleinen Ausschnitt sehen würdet. Immerhin: Das erschwert sogar das Abfotografieren so sehr, dass wir das als echtes Plus an Sicherheit durchgehen lassen. Spaß macht es aber nicht.

Fazit im Test von Confide

Die Sicherheitsfunktionen von Confide sind originell, erschweren indes die Benutzung und trüben die Freude an der Benutzung dieser App. Wir können die Messenger-App sicherheitsbewussten Anwendern, die sensible oder sehr persönliche Nachrichten versenden möchten, aber empfehlen.

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