Cortana für Windows Phone im Test

Digitale Assistentin von Microsoft

Sprecht Ihr mit Eurem Telefon? Wir jetzt schon! Auf unserem Microsoft Lumia 535, das bei unseren Tests jetzt regelmäßig zum Einsatz kommt, war die Sprachassistentin Cortana aus dem Hause Microsoft vorinstalliert. Wir hatten nicht viel erwartet, waren aber sehr neugierig darauf, was sie kann. Inzwischen haben wir Cortana ausführlich getestet.

Entwickelt wurde Cortana, um die Erledigung vieler Aufgaben zu vereinfachen und über wichtige Entwicklungen zu informieren. Sie kann beispielsweise für Termine, Ortsbestimmung, Musiksuche, Aufgaben-Listen, Notizen, Ruhezeiten, Nachrichten und Internet-Recherche eingesetzt werden. Zur Nutzung der Sprachassistentin muss mindestens Windows Phone 8.1 auf dem Smartphone oder Tablet installiert sein.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Cortana in Aktion

Gestartet wird Cortana durch Berührung ihres Icons, das sich auf dem Hauptbildschirm befindet. Nach dem Start begrüßt uns die Sprachassistentin mit aktuellen Nachrichten aus aller Welt. Die grafische Oberfläche der Anwendung wurde in Header, Contentbereich und Eingabefeld aufgeteilt. Im Header befindet sich ein Notensymbol (Musikerkennung) und daneben Cortanas Notizbuch. Das Notizbuch umfasst die Punkte Interessen, eine Erinnerungsfunktion, Ruhezeiten, wichtigste Kontakte, Orte, Musiksuche und Einstellungen. In den Einstellungen lassen sich verschiedene Änderungen vornehmen – wie zum Beispiel, ob Cortana den Nutzer mit seinem Namen ansprechen soll. Manchen Menschen ist das unheimlich. Nun, daran werden wir uns alle bald gewöhnt haben.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Musikerkennung

Die Musikerkennung starten wir durch einen Fingertipp auf das Notensymbol und halten dann das Smartphone vor den Lautsprecher. Im besten Fall erkennt Cortana die gerade laufende Musik sofort, was aber in unserem Test nicht der Normalfall war. Wir haben die Musikerkennung mit den wenig bekannten Songs „Wepa“ (Gloria Estefan), „Chu Chu Wa“ (Brigada Boom) und „Juntos los Dos“ auf die Probe gestellt.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Die ersten beiden Songs erkannte Cortana sofort, während bei „Juntos los Dos“ trotz dreier Versuche die Musikerkennung versagte. Neben diesen drei Songs haben wir auch geprüft, ob die Sprachassistentin berühmte Musiktitel wie „Thriller“ (Michael Jackson), „Macarena“ (Los del Rio) und „Asereje“ (Las Ketchup) erkennt. Alle drei Hits identifizierte die Musiksuche problemlos. Aber mal ehrlich, wer kennt die nicht? Eine Musikerkennung bewährt sich gerade bei wenig bekannten Songs. Wenn ein Musiktitel erkannt und gefunden wurde, kann der Song auf Wunsch gleich in einem Shop gekauft werden.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Fragen beantworten

Wir stellten Cortana einige Fragen:

Wie viele Einwohner hat Berlin?

Wer war Arminius?

Wer war Nikola Tesla?

Wo steht die Freiheitsstatue?

Was ist vegan?

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Alle fünf Fragen wurden per Sprachoption über das Mikrofon-Symbol gefragt und von Cortana beantwortet. Ihre Die Antworten erfolgten in den meisten Fällen auf Basis von Wikipedia-Einträgen, es wurden außerdem passende Bilder gezeigt. Bei unseren einfachen Fragen funktionierte das Ganze ziemlich gut. Wir hatten ihr auch die Frage „Wer erfand 3D Druck?“ gestellt, aber diese wurde nicht verstanden – lag es etwa der Aussprache unseres Testers? Allgemein ist festzustellen: Spricht man nicht klar und deutlich, versteht die Sprachassistentin einen nicht und man erhält als Ergebnis falsche Antworten.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Termine und Erinnerungsfunktion

Die Festlegung von Terminen ist mit Cortana einfach möglich. Es stehen zwei Optionen zur Auswahl: Die erste Möglichkeit ist der Aufruf der Erinnerungsfunktion über das Notizbuch und die zweite Option besteht in der schriftlichen oder mündlichen Eingabe in das Eingabefeld bzw. Mikrofon. Beide Möglichkeiten funktionierten bei unserem Test ohne Probleme. Mündlich wird eine Erinnerung gesetzt, indem zum Beispiel „Termin“ gesagt wird, worauf Cortana nach Tag und Uhrzeit fragt. Schriftlich wird einfach Tag und Uhrzeit eingegeben. Bei Bedarf sollte man noch den Ort eingeben. Die Termine werden im Notizbuch gespeichert und sind jederzeit abrufbar.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Standortbestimmung

Den Standort ermittelt Cortana bis auf ein paar Meter genau per GPS. Das funktionierte im Test sehr gut.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Wetterinformationen

Das örtliche Wetter und die Wetterlage an jedem Ort der Welt zeigt Cortana, indem einfach Kommandos wie „Wetter New York“ erteilt werden. Wie zuverlässig diese Wetterinformationen sind, haben wir in unserem App-Test nicht überprüft.

Screenshot: Cortana | Bild: Redaktion
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Fazit im Test von Cortana für Windows Phone

Wir hatten vor unserem Test keine großen Erwartungen, weshalb es nicht schwierig war, uns positiv zu überraschen. Die Sprachassistentin Cortana leistet im Alltag gute Dienste. Nur bei der Musikerkennung und dem Beantworten von Fragen erlaubte sich die Anwendung den einen oder anderen kleinen Fehler, den wir jedoch als wenig gravierend einstufen. Sehr praktisch ist die Erinnerungsfunktion mit der Festlegung von Terminen. Der Abruf von Wetterinformationen ist erfreulich unkompliziert gelöst worden.Wir können Cortana zur Nutzung empfehlen. Aber Achtung: Überlegt Euch vorher, ob Ihr sie mit diesen Daten tatsächlich füttern wollt! Solche Systeme funktionieren erst dann richtig gut, wenn sie einiges über Euch wissen.

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