Datenautomatik – was ist das? Und ist das sinnvoll?

Auf der Suche nach einem Smartphone-Tarif begegnet man immer öfter Tarifen mit „Datenautomatik“. Was das ist, lässt sich leicht erklären. Stellt Euch vor, Ihr geht in ein Café und erhaltet immer wieder frischen Kaffee nachgeschenkt,  sobald Ihr Euren Becher leergetrunken habt. Klingt praktisch? Ist es!

Das Problem bei der Datenautomatik in Smartphone-Tarifen ist: Für jedes Nachschenken müsst Ihr extra bezahlen. Wie im Café kann das sinnvoll sein. Es wäre ja nicht sinnvoll, um beim Beispiel zu bleiben, erst wieder beim nächsten Café-Besuch neuen Kaffee zu erhalten. Noch schöner wären kostenlose Refills, wie es das bei Getränken mitunter gibt. Der Haken dabei ist die Mischkalkulation: Kostenlose Refills (eine echte Flatrate) gibt es nur deshalb, weil der Gastronom die dafür anfallenden Kosten an anderer Stelle hereinholen kann. So könnte der Kaffee beispielsweise für alle teurer sein – ab dem ersten Becher sozusagen.

Die Möglichkeit zu haben, bei Bedarf automatisch nachgeschenkt zu bekommen, ist für den Verbraucher eine gute Sache. Smartphone-Nutzer sollten sich vor Vertragsschluss darüber informieren, mit welchen Kosten sie rechnen müssen, ob sie bei einer Flatrate mit Datenautomatik diese abbestellen können und was sie dafür ggf. tun müssen.

teltarif-Logo | Bild: www.teltarif.de

Die Experten von teltarif.de schreiben zu Tarifen mit Datenautomatik in einer Presseinfo:

>>Viele Smartphone-Nutzer wollen schnelles Internet zur Verfügung haben, egal ob zu Hause oder unterwegs. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Handyverträgen, die ein bestimmtes Datenvolumen für das Internet enthalten. Wenn dieses Inklusivvolumen verbraucht ist, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt. „Bei Tarifen mit einer Datenautomatik sieht das etwas anders aus. Hier findet zunächst keine Drossel statt, sondern es werden dem Kunden automatisch zusätzliche und kostenpflichtige Datenpakete dazugebucht“, berichtet Markus Weidner vom Onlinemagazin teltarif.de. Dieses automatische Nachbuchen haben bislang Vodafone, Base und o2 in ihren Smartphone-Tarifen eingeführt. Aber wie kann das Feature bei Bedarf abgeschaltet werden, um mögliche anfallende Kosten zu vermeiden?

Vorteil eines automatisch nachgebuchten Datenpaketes ist, dass der Nutzer zunächst kein Problem mit der Drosselung der Surfgeschwindigkeit hat. Hierdurch kann das Internet durchgehend und ungestört genutzt werden. „Doch Vorsicht: Das Nachbuchen von High-Speed-Datenvolumen bzw. die Umstellung auf eine höherwertige Internet-Flatrate kann eine Kostenfalle sein“, warnt Weidner. Denn nach Verbrauch des Inklusivvolumes werden bis zu drei, je nach Tarif und Anbieter unterschiedlich große, Datenpakete zu Preisen ab je 1,50 Euro automatisch nachgebucht. Sobald diese verbraucht sind, greift auch hier die Daten-Drossel und dem Kunden sind bis dahin zusätzliche Kosten entstanden. Wer dann beispielsweise die Zusatz-Datenpakete drei Monate hintereinander voll ausgeschöpft hat, der bekommt bei o2 und Base dauerhaft ein kostenpflichtiges Daten-Upgrade geschaltet bzw. wird in den nächst höheren Tarif umgestellt.

Nutzer können auch Widerspruch gegen die Datenautomatik einlegen. Während diese bei Base und o2 über den Service dauerhaft abgestellt werden kann, ist das bei Vodafone nicht möglich. Hier zählt der Widerspruch nur für den jeweiligen Abrechnungsmonat. „In jedem Fall sollte sich der Nutzer mit seinem Mobilfunk-Anbieter in Verbindung setzten und direkt absprechen, ob eine solche Datenautomatik zum Vertrag dazu gehört und wie sie bei Bedarf abgeschaltet werden kann“, erklärt Weidner.<<

Weitere Informationen und Tipps sind unter www.teltarif.de/daten-automatik-vergleich zu finden.

Über Oliver Springer 444 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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