XMPP-Messenger Spark im Test

Bei Spark handelt es sich um einen freien Open Source Messenger, der mit dem als Jabber bekannten Protokoll XMPP arbeitet. Der in Java programmierte Client ist kostenlos für die Betriebssysteme Microsoft Windows, Apple MacOS X, Unix und Linux erhältlich. Wir haben Spark auf einem Linux-PC und einem Windows-PC getestet.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Der Messenger kann Textnachrichten, Dateien, Dokumente, Bilder und Audiodateien an andere Nutzer über das Internet oder in einem lokalen Netzwerk versenden. Je nach Bedarf kann er als eigenständiges Programm betrieben oder als Browser-Plugin genutzt werden.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Der Funktionsumfang von Spark beschränkt sich im Wesentlichen auf klassische Funktionen eines Instant Messengers, bietet allerdings auch Audio- und Videochat. Praktisch ist die Möglichkeit, Gruppenchats durchzuführen. Da unserer Erfahrung nach korrekte Orthografie und Interpunktion einen schweren Stand bei Chats haben, begrüßen wir die integrierte Rechtschreibprüfung.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Chatten mit Useren bei ICQ, AIM und Yahoo!

Spark basiert auf dem XML-Messaging-Protokoll. Nach Angaben der Entwickler kann mit Spark eine interne Kommunikationsstruktur durch Einsatz des XMPP-Servers Openfire aufgebaut werden, weshalb sich der Instant-Messenger für Unternehmen eignen soll, die auf eine sichere Kommunikation angewiesen sind. Neben der Kommunikation mit Usern von Spark und anderen XMPP-Clients ermöglicht die Anwendung das Chatten mit Usern von ICQ, AOL Instant Messenger (AIM) und Yahoo! Messenger. Dafür werden sogenannte Transports unterstützt.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Benutzeroberfläche, Bedienung und Chat

Beim Testen von Spark fühlten wir uns in die 90er zurückversetzt, denn die Benutzeroberfläche erinnert an die Messenger und Chaträume aus einer früheren Zeit. Wenn Ihr damals CompuServe oder AOL genutzt habt, wisst Ihr, was wir meinen. Der Retro-Stil, wir wollen das mal so nennen, mit seinem überholten Design gefällt uns gut, weil die Benutzeroberfläche so schön zweckmäßig wirkt.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Spark steht in deutscher Sprache zur Verfügung und ist leicht zu bedienen, wenn man sich bereits ein wenig mit Instant Messaging Clients auskennt. Der Header ist in die Bereiche Spark, Kontakte, Aktionen, Lesezeichen und Hilfe aufgeteilt. Das Chatfenster zeigt oben den Namen des Gesprächspartners, links daneben Symbole für sein Nutzerprofil, Konferenzschaltung, Datei-Upload, Bild-Versand und Verschlüsselung.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Verschlüsselt chatten

Eine Konferenz wird mit einem schlichten Mausklick auf das Symbol mit den zwei Sprechblasen mit dem aktuellen Gesprächspartner gestartet und bei Bedarf lassen sich zur Konferenzschaltung weitere Personen einladen. Auf Wunsch kann der Chat mit einem Klick auf das Vorhängeschloss-Icon verschlüsselt werden.Diese Sicherheitsfunktion ist nicht nur für Unternehmen interessant. Zwischen dem Einzelchat mit dem Gesprächspartner und der Konferenz kann über Reiter gewechselt werden. Das ist einfach.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Was uns nicht gefällt: Mehrere Chats können nicht auf eigene Fenster verteilt werden, sondern werden immer in Tabs organisiert. Es wäre besser, man könnte sich zwischen beiden Möglichkeiten entscheiden, wie das bei einigen anderen Instant Messengern der Fall ist.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Bei unserem Test konnten wir beim Bildversand und Datei-Upload keine unangenehme zeitliche Verzögerung oder sonstige Probleme feststellen. Eine Besonderheit des Messengers Spark ist die integrierte Übersetzung, mit der man seine Sätze in andere Sprachen übersetzen lassen kann. Der Versand einer Rundnachricht zur Erinnerung an bestimmte Termine wurde in Spark ebenfalls integriert. Das kann sehr nützlich sein.

Screenshot: Spark - XMPP Messenger | Bild: Redaktion
Screenshot: Spark – XMPP Messenger | Bild: Redaktion

Fazit im Test von Spark

Nach unserem Test können wir den können wir den XMPP-Messenger Spark fast uneingeschränkt empfehlen. Die Benachrichtigung über neue Nachrichten könnte besser gelöst werden und die 90er-Style-Oberfläche ist nicht für jeden attraktiv. Insgesamt überwiegen jedoch ganz klar die positiven Eigenschaften dieses ausgereiften Jabber-Clients. Spark ist aus unserer Sicht einer der besten Messenger Clients seiner Art.

Die offizielle Online-Präsenz des Spark-Messengers findet Ihr unter www.igniterealtime.org/projects/spark.

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