Notebooks: bei dauerndem Netzbetrieb den Akku entfernen

Die heutigen Notebook-Akkus leiden zwar nicht mehr unter dem einst gefürchteten Memory-Effekt, doch ein ständiges Aufladen, ohne dass das nötig ist, kann immer noch zu einem Problem werden. Problematisch ist nicht, dass der Akku bereits früh wieder aufgeladen wird. Wenn das Notebook allerdings hauptsächlich im Netzbetrieb verwendet wird, verursacht dies „ungesund“ viele Ladezyklen. 

So lästig es ist, den Akku immer wieder auszubauen und einzusetzen, es kann helfen, dass der Akku länger „gesund“ bleibt. Für die Praxis kann das allerdings auch bedeuten, zu Hause im Akku-Betrieb zu arbeiten, obwohl das Gerät in Reichweite einer Steckdose steht.

Eine andere Frage sollte man sich vor dem Kauf stellen: Ist ein Notebook wirklich die beste Wahl oder sollte es lieber ein Desktop-PC sein? Für die gelegentliche Nutzung unterwegs kommt ein zusätzliches Netbook oder Tablet (mit Tastatur) als Alternative infrage. Zwei Computer statt eines Computers – das kann auf lange Sicht sogar deutlich günstiger sein. Zudem kann man sich für unterwegs so ein kleines Gerät holen, welches einem als Desktop-Ersatz zu Hause zu klein wäre.

Über die Akku-Problematik bei häufigem Netzbetrieb schreiben die Experten der PC-WELT in einer Presseinfo zum neuen Heft:

>>Wer sein Notebook überwiegend an der Steckdose nutzt, sollte den Akku nach Möglichkeit aus dem Gerät nehmen. Darauf weist die Zeitschrift PC-WELT in ihrer neuen Ausgabe (11/2014, EVT 2. Oktober) hin. Zum einen sinkt die Akku-Kapazität mit der Zeit durch die Anzahl der Ladezyklen. Zum anderen wirkt sich die Temperatur des aufgeheizten Notebookgehäuses negativ auf die Akku-Leistung aus.

Der ausgebaute Akku sollte kühl und trocken gelagert werden. Keine geeigneten Aufbewahrungsorte sind das Eisfach des Gefrierschranks und der Kühlschrank, warnt die PC-WELT vor einem weit verbreiteten Tipp. Denn dort kann Kondenswasser den Akku beschädigen. Die ideale Lagertemperatur liegt bei zehn bis 15 Grad.

Zudem sollten Notebook-Nutzer vor dem Ausbau darauf achten, dass der Akku nicht leer ist – denn sonst kann er sich tiefentladen und dauerhaft Schaden nehmen. Wie hoch der optimale Ladestand für das Lagern ist, hängt vom jeweiligen Akku ab. Je nach verbautem Material liegt er zwischen 20 und 40 oder 50 und 80 Prozent. Gibt es keinen Hinweis des Herstellers, sollte der Akku bei rund 40 Prozent Ladung aufbewahrt und etwa alle zwei bis drei Monate nachgeladen werden.

Wer auf den Akku nicht verzichten kann oder will, sollte am besten einen Ladestand von 80 Prozent nicht überschreiten, rät die PC-WELT. Bis zu dieser Grenze verläuft der Ladevorgang mit stetig steigender Spannung schnell. Die restlichen 20 Prozent dagegen werden mit gleichbleibend hoher Spannung langsam geladen – dies belastet den Akku und kann die Lebensdauer verringern.<<

Über Oliver Springer 353 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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