Mobile ist relevanter Screen für bewegte Bilder

Die Nutzung von Onlinevideos beschränkt sich lange schon nicht mehr nur auf Notebooks und Desktop-PCs. Videos werden auf einer Vielzahl von Endgeräten angeschaut – vom Fernseher bis zum Mobiltelefon. Die mobilen Endgeräte haben zuletzt deutlich an Bedeutung gewonnen. Bald die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland nutzt das mobile Internet regelmäßig.

Videoangebote werden zwar noch von deutlich weniger Menschen in Anspruch genommen, aber klein ist diese Gruppe nicht mehr. Der Trend geht hier eindeutig zum Streaming, nicht zum Downloaden der Inhalte. Schnell und einfach Bewegtbildinhalte aus dem Netz anzugucken ist zu einer Konkurrenz zum Fernsehen geworden. Ferngesehen wird bisher aber trotzdem noch viel. Zudem können Streaming und Fernsehen auch zusammenfallen.

AGOF Logo | Bild: AGOF - Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V.
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Daten dazu liefert die neue AGOF Markt-Media-Studie mobile facts. In einer Pressemitteilung der Marktforscher erfahren wir:

>>Mit über 45 Prozent greift inzwischen fast jeder zweite Deutschen über 14 Jahre regelmäßig auf Angebote im mobilen Internet zu. Egal ob zum Telefonieren, Informieren oder Shoppen – der erste Griff geht meist zum Smartphone. Sehr beliebt ist dabei auch die Nutzung von Videoinhalten. Jeder dritte Mobiler sieht sich zumindest gelegentlich Videos oder Filme über sein Smartphone im Internet an. Dieser Zugang zu „bewegten Bildern“ ist vor allem bei Männern beliebt: Mehr als jeder dritte Mann und jede vierte Frau sehen Videos und Filme mobil.

Dabei ist der direkte Zugang ohne vorherigen Download deutlich populärer: Über 28 Prozent sehen sich Video-Content direkt im Netz an, nur 18 Prozent laden diesen vorab herunter. Bei häufigem Konsum nutzen sogar doppelt so viele den Livestream. Gerade bei jungen Zielgruppen wird der unkomplizierte Abruf bevorzugt, fast die Hälfte der 14-19-Jährigen nutzt Videos ohne Download. Und auch noch ca. einer von zehn mobilen Internetnutzern über 60 Jahre sieht sich Filme und Videos direkt mobil an. Mit Blick auf die TV-Nutzung (nur noch ca. dreiviertel der mobilen Internetnutzer sehen täglich fern), wird somit das Smartphone zunehmend zum relevanten Screen – und die Zuordnung zu First und Second Screen immer schwieriger.

Diese Ergebnisse basieren auf der neuesten Ausgabe der AGOF Markt-Media-Studie mobile facts. Die heute erschienene mobile facts 2014-I liefert umfangreichen Daten zu Reichweiten und Strukturen mobiler Werbeträger sowie detaillierte Informationen zu Produktinteressen, Recherche von Informationen über Produkte und zur Kaufabsicht bzw. zu getätigten Käufen im mobilen Internet. Ab dieser Welle können die Daten außerdem sowohl für den durchschnittlichen Monat im Quartal sowie für die jeweils drei Einzelmonate ausgewertet werden. Alle Daten stehen ab sofort im Auswertungs- und Planungsprogramm TOP zur Verfügung.

Reichweitenrankings nach Angeboten und Vermarktern
Bei den Vermarktern führt G+J EMS mit 13.706 Tausend Unique Usern im durchschnittlichen Monat (43,1%) vor InteractiveMedia mit 13.126 Tausend (41,3%) und Axel Springer Media Impact mit 11.284 Tausend (35,5%). Es folgen TOMORROW FOCUS Media (9.918 Tsd. bzw. 31,2%) und United Internet Media (7.969 Tsd. bzw. 25,1%).

Mit einer Reichweite von 6.648 Tausend Unique Usern im durchschnittlichen Monat (20,9%) liegt Gute Frage bei den mobile-enabled Websites an erster Stelle, gefolgt von BILD.de (4.759 Tsd. bzw. 15,0%) und T-Online (3.841 Tsd. bzw. 12,1%). SPIEGEL ONLINE (3.827 Tsd. bzw. 12,0%) und Focus (3.607 Tsd. bzw. 11,4%) belegen die Plätze vier und fünf.

Auf Platz eins bei den Apps (plattformübergreifend) führen die WETTER.com Apps mit 2.572 Tausend Unique Usern pro Monat (8,1%), gefolgt von den TV Spielfilm Apps (2.530 Tsd. bzw. 8,0%). Auf den Plätzen drei bis fünf finden sich die WEB.DE Apps (2.391 Tsd. bzw. 7,5%), die GMX Apps (2.109 Tsd. bzw. 6,6%) und die Mobile.de Apps (1.799 Tsd. bzw. 5,7%).

Zudem steht ein Ranking für die einzelnen App-Plattformvarianten sowie für die Reichweite aller Bestandteile eines Angebots (mobile-enabled Website und App-Plattformvarianten) zur Verfügung.

Allgemeine Angaben zur mobilen Internetnutzung
Gemäß der mobile facts 2014-I waren 31,77 Millionen Menschen im ersten Quartal 2014 mobil im Internet (45,2% der deutschsprachigen Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren). Über dreiviertel dieser Nutzer (79,6 % bzw. 25,30 Mio.) werden dabei über AGOF Angebote erreicht.

Eine ausführliche Präsentation der mobile facts 2014-I sowie alle Rankings und der Studiensteckbrief stehen unter http://www.agof.de/aktuelle-studie-mobile/ zum Download bereit.<<

Über Oliver Springer 349 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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