Festnetz-Test: Welcher Anbieter ist der beste?

Mal abgesehen davon, dass die Verbraucher trotz des Booms bei Smartphones und Tablets weiterhin Desktop-PCs und Notebooks intensiv nutzen, sollte beim Thema Internetzugänge eines nicht außer Acht gelassen werden: Mobile Endgeräte werden einen Großteil des Tages nicht über Mobilfunknetze mit dem Internet verbunden, sondern über Festnetzanschlüsse. Couch, Bett, Toilette und im Sommer Balkon und Garten gehören zu den beliebtesten Orten für den Einsatz von Smartphones und Tablets.

Ein leistungsstarker Festnetzanschluss ist deshalb wichtiger denn je, selbst wenn es immer mehr mobile Endgeräte gibt. Auf mobilen Geräten stören ruckelnde Streams genauso wie etwa auf Smart TVs. Ob der eine Festnetzanbieter fünf Euro teurer oder günstiger als der andere ist, sollte daher kein extrem wichtiges Kriterium für die Anbieterwahl darstellen. Das gilt umso mehr, wenn mehrere Personen in einem Haushalte den Internetzugang über das Festnetz verwenden.

Die Experten der connect haben im großen jährlichen Festnetztest herausgefunden, dass die meisten großen Anbieter sich gegenüber dem Vorjahr verbessern konnten. In einer Presseinfo lesen wir über die Testergebnisse:

connect Logo | Bild: WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH
connect Logo | Bild: WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

>>Nahezu alle Anbieter investieren derzeit massiv in ihre Festnetze, um auf steigende Datenmengen und Kundenzahlen zu reagieren. Die gute Nachricht des Festnetztests 2014, den connect mit seinem Partner zafaco inzwischen zum fünften Mal in Folge durchführt: Der Aufwand lohnt sich. Obwohl die Bewertungskriterien in diesem Jahr verschärft wurden, schneiden so gut wie alle Teilnehmer besser ab als im Vorjahr – alle bundesweiten Anbieter holen mindestens die Note gut.

Telekom ist erneut Testsieger, doch Kabelnetze holen auf

Den Spitzenplatz des Netztests 2014 mit der Note sehr gut (454 Punkte von 500) sichert sich einmal mehr der DSL/VDSL-Marktführer Telekom. Die getesteten DSL-Anschlüsse überzeugen mit hoher und stabiler Rundum-Performance. Egal, ob Sprach- oder Datenverkehr – die Messwerte lassen kaum Wünsche offen. Doch die Luft an der Spitze wird dünner: So ist der Breitbandkabel-Primus Unitymedia der Telekom inzwischen ganz dicht auf den Fersen und schneidet ebenso Sehr gut (452 Punkte) ab wie das von ihm gekaufte Netz von Kabel BW (441 Punkte). Verbessern konnte sich Reseller 1&1, der seine Performanceprobleme bei starker Netzauslastung deutlich entschärft hat (gut, 421 Punkte). Etwas Boden verloren hat dagegen Vodafone (gut, 419 Punkte): Nach der Übernahme von Kabel Deutschland sind die Umbauarbeiten am Netz offenbar in vollem Gange, was teils zu verzögerten Rufaufbauzeiten führte. Auch litt die Sprachqualität bei gleichzeitigem Datenverkehr. Im Kabel-Deutschland-Netz offenbarte der Test ebenfalls spürbare Probleme – vor allem in den Abendstunden, wenn die Datenlast ansteigt, sind die Verbindungsaufbauzeiten und Sprachlaufzeiten in andere Netze zu lang. Unterm Strich erreicht Kabel Deutschland aber noch für die Note gut (391 Punkte). Mit exakt dem gleichen Ergebnis ging o2/Telefónica über die Ziellinie. Die Münchner haben sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert, was auch an der neuen Technikpattform und der Zusammenarbeit mit der Telekom liegt. Die von der Telekom eingekauften Leitungen liefern deutlich bessere Ergebnisse als die drei im Test noch berücksichtigten Altanschlüsse. Ping-Zeiten und Download-Fehler bei gleichzeitigem Upload sind bei den alten Alice-Anschlüssen signifikant höher. Allerdings zeigt der Test auch Lastprobleme im Kernnetz: Bei Telefonaten mit parallelem Datenverkehr steigt der Anteil an Fällen, in denen die Sprachqualität merklich sinkt. Dass die Telefónica-Techniker im Hintergrund dennoch einen guten Job machen, beweisen etwa die sehr guten Sprachlaufzeiten aus dem Telefónica-Festnetz zu O2-Mobilfunkanschlüssen.<<

Die Testergebnisse findet Ihr unter www.connect.de/Festnetztest.

Über Oliver Springer 353 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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