Zu viele SMS schaden der Gesundheit

Früher sorgten hohe Kosten dafür, dass die meisten Mobilfunkuser sich beim SMS-Schreiben zurückhielten. Deshalb mussten die meisten Handynutzer keine gesundheitlichen Nachteile durch das Tippen von Kurznachrichten fürchten. 

Heute enthalten zahlreiche Mobilfunktarife große SMS-Kontingente oder gleich eine Flatrate für SMS. Zurückhaltung aus Kostengründen muss also nicht mehr sein. Beim Instant Messaging, das sich bei vielen Menschen zu einer beliebten SMS-Alternative entwickelt hat, spielen die Kosten eh keine Rolle. Nachrichten zu schreiben ist daher die ganze Zeit über möglich. Ein wenig Zurückhaltung kann allerdings angebracht sein, nicht allein bei Instant Messaging und SMS. Beim intensiven Smartphone-Gebrauch sollten vor allem einseitige Bewegungen vermieden werden.

Der TÜV Rheinland schreibt zu diesem Themenbereich in einer Presseinfo:

>>Langes Sitzen, angestrengter Blick auf den Computerbildschirm und wenig Bewegung, das gehört für viele Menschen zum Berufsalltag. Neben dem Rücken werden bei der PC-Arbeit auch Arme und Hände hohen Belastungen ausgesetzt. „Monotone Bewegungsabläufe wie Tasten- oder Mausklicks sind für die Entstehung eines sogenannten Mausarms verantwortlich. Erste Anzeichen sind Kraftverlust und Missempfindungen wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln in dem betroffenen Arm beziehungsweise in der betroffenen Hand. Schmerzen treten erst später auf“, erklärt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland. Regelmäßige Pausen beim Tippen und Klicken und ein häufiger Wechsel zwischen Maus und Tastatur sind beste Vorbeugungen gegen einen Mausarm. Helfen können auch spezielle Handauflagen und Dehnübungen, beispielsweise den Arm ausstrecken, die Hand locker lassen und sie mit der anderen zum Körper ziehen.

„Handy-Nacken“ und „SMS-Daumen“

Auch das Schauen auf Mobiltelefone birgt Gesundheitsrisiken. Viele Menschen blicken mit gesenktem Kopf auf das Display. Diese gesundheitsschädliche Kopfhaltung führt auf Dauer zu einer verstärkten Belastung der Muskulatur im Nacken und zu Kopf- und Nackenschmerzen. „Um den sogenannten Handy-Nacken zu vermeiden, sollte der Nutzer das Telefon höher halten, damit der Hals aufrecht bleibt oder für umfangreichere Erledigungen den PC nutzen“, empfiehlt Dr. Wiete Schramm. Ein weiteres Leiden, verursacht durch moderne Technik, ist der SMS-Daumen. Er entsteht durch die Bewegungen beim Schreiben von Nachrichten auf der Handy-Tastatur. Das belastet die Sehnen im Daumengelenk, sodass es zu Verspannungen in der Hand und zu Sehnenscheidenentzündungen kommen kann. Hier hilft lediglich: öfter anrufen, anstatt eine Nachricht zu tippen.

Keine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ohne Beurteilung „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten den Arbeitgeber bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen, um mögliche Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten festzustellen“, so Dr. Wiete Schramm. Dies ist eine grundlegende Aufgabe des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Ermittelte Gefahren können durch Verbesserungen abgestellt oder gemindert werden.<<

Über Oliver Springer 350 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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