Instant Messaging im Unternehmen? Aber sicher!

Chatten während der Arbeitszeit kann sehr nützlich sein, wenn es der Kommunikation der Mitarbeiter untereinander dient. Dabei sollte allerdings nicht der einfachste Weg gegangen werden. Die meisten der weitverbreiteten Instant Messaging Services glänzen nicht mit Sicherheitsfunktionen. Verschlüsselte Kommunikation bei Instant Messaging ist nämlich immer noch die Ausnahme, nicht die Regel. 

Das ist unverständlich, denn in der Regel sind die verschiedenen Dienste untereinander nicht kompatibel und man muss spezielle Software verwenden, um mit anderen Usern des jeweiligen Dienstes kommunizieren zu können. Das ist an sich schlecht, hängt die Hürde zum Einsatz von Verschlüsselung auf Nutzerseite jedoch sehr niedrig. Kommunikation innerhalb des Unternehmens sollte geschützt werden, damit Konkurrenten, Kriminelle und sonstige Dritte, die nicht im Sinne des Unternehmenswohls handeln, es beim Mitlesen nicht leicht haben.

Unter Umständen ist es das Beste, eine ganz eigene Lösung im Unternehmen einzurichten. Der Aufwand ist zwar nicht zu unterschätzen, doch mit Blick auf mögliche Schäden bei „Informationslecks“ relativieren sich diese Anstrengungen.

IT-Profi­magazin iX Ausgabe 07/2014 | Bild: Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KG
IT-Profi­magazin iX Ausgabe 07/2014 | Bild: Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KG

 

In einer Pressemitteilung des Magazins iX lesen wir hierzu:

>>Mit dem Boom von WhatsApp haben sich die Chat-Programme auch für die berufliche Kommuni­kation etabliert. Doch weder WhatsApp noch die meisten Alternativen überzeugen mit vertrauenswürdi­gen Verschlüsselungsmechanismen. Unternehmen, die komplett auf Nummer sicher gehen wollen, sollten ein eigenes Messaging-System aufsetzen, schreibt das IT-Profi­magazin iX in seiner aktuellen Juli-Ausgabe.

Der größte Teil der Instant Messaging-Dienste für Verbraucher im Consumer-Umfeld war bisher nicht speziell abgesichert, we­der die Kommunikation selbst noch die Datenablage auf dem Endgerät. Mittlerweile setzen die verfügbaren Tools nicht nur standardisierte Verschlüsselungsverfahren wie SSL/TLS ein, sondern schützen zudem die Konversationen mit Private/­PublicKey-Verfahren. Die WhatsApp-Alternativen Threema, myENIGMA und Telegram bevorzugen Eigenent­wicklungen, bei denen insbesondere die von Threema für ihren sicheren Quellcode gelobt wird.

Grundsätzlich lassen sich mit allen Chat-Systemen, die verschlüsseln, die Risiken für Sicherheit und Privatsphäre verringern. „Wer auf die Kommunikationsfähigkeit mit der Außenwelt nicht verzichten will, muss Abstriche in Sachen Sicherheit machen“, erläutert iX-Redakteurin Ute Roos. Den größtmöglichen Schutz bieten selbst erstellte Messaging-Systeme, die sich zudem an das Corporate Design anpassen lassen und in der Regel kompatibel mit anderen Produkten des Unternehmens sind.

Bei der Entwicklung spielt neben der Sicherheit auch die Bedienbarkeit eine wichtige Rolle. „Ist das Chat-Programm kompliziert, umständlich oder nicht intuitiv genug, erzeugt das nur Frustration oder Verwirrung“, sagt iX-Expertin Roos. Wichtig sei es auch, Arbeitnehmer­vertreterorganisationen frühzeitig in die Entwicklung miteinzubinden“, rät die iX-Expertin. „Usability-Features wie Statusanzeige‘ könnten unter Umständen als Leistungskontrolle verstanden werden.“<<

Über Oliver Springer 356 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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