Tipps gegen Ruckeln bei Videostreams

Sehr gute Bildqualität ist bei Video-on-Demand inzwischen möglich, aber in der Realität sieht es leider zu oft anders aus. Was die Anbieter so alles HD-Qualität nennen, ist dreist. Mitunter gilt sogar: Das rockt nicht – das ruckelt!

Andererseits liegen die Ursachen für schlechte Bildqualität nicht immer bei den Video-on-Demand-Anbietern. Zunächst einmal benötigt man als User einen Internetprovider, der nicht nur für einen ausreichend schnellen Internetanschluss sorgt, sondern auch innerhalb seiner Netzinfrakstruktur gute Bedingungen für Videostreaming schafft.

Die eigene Hardware zu Hause einschließlich des Routers muss leistungsfähig genug für HD-Videos sein. Das ist nicht immer der Fall. Zudem gilt: Wenn möglich lieber Netzwerkkabel in der Wohnung verlegen, als sich nur auf WLAN verlassen! Über Kabel erzielt man meist deutlich höhere Datenraten und profitiert von stabilen Verbindungen im eigenen Netzwerk zu Hause.

Computermagazin c’t in seiner Ausgabe 14/14 | Bild: Heise Medien
Computermagazin c’t in seiner Ausgabe 14/14 | Bild: Heise Medien

Die Experten der c’t schreiben in einer Presseinfo zur aktuellen Ausgabe ihres Magazins:

>>Filme und Videos aus dem Internet schaut man am bequemsten direkt über das TV-Gerät. Zeigt das Bild wiederholt Klötzchen oder ruckelt es, besteht jedoch Handlungsbedarf. Abhilfe schaffen eine schnellere Internetverbindung, ein neuer Router oder einfach andere Einstellungen in der Hardware, schreibt das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 14/14.

Für den Zugang zu Fernseh- und Videoinhalten aus dem Internet nutzt man einfach die in moderne Smart-TVs integrierten Apps. Alternativ gibt es Boxen von Google, Apple, der Telekom oder anderen Anbietern, die ihren Fernseher in ein Smart-TV verwandeln. „Längst sind HD-Filme aus dem Netz Standard, doch bei manchen Anwendern ruckelt es schon bei Filmen in Standardauflösung“, erläutert c’t-Redakteur Nico Jurran.

Dann gilt es, zunächst seine Hardware zu überprüfen: Für eine optimale WLAN-Verbindung zu Hause sollte der Router den aktuellen Standard 802.11g beherrschen. Die beste Internetverbindung hilft nämlich wenig, wenn das WLAN die Datenweitergabe deutlich drosselt – zumindest dann, wenn verschiedene Geräte wie Tablet, Notebook oder Smartphone drahtlos über das WLAN ins Netz gehen.

Je mehr Teilnehmer die Internetverbindung nutzen, desto größer ist die Gefahr von Rucklern beim Gucken von HD-Videos übers Netz, etwa wenn ein anderes Familienmitglied einen großen Download startet. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Man ordert bei seinem Provider eine schnellere Internetverbindung oder – wenn das nicht geht oder zu teuer ist – man schaut sich einfach mal die Einstellungen des Routers an. Moderne Router können Priorisierungen vornehmen: Einzelne der angeschlossenen Geräte oder bestimmte Verbindungsarten werden danach bevorzugt. Vergibt man die höchste Priorität an den Videodatenstrom, dauert der Download für das andere Familienmitglieds einfach etwas länger, aber das Video wird flüssig abgespielt.<<

Über Oliver Springer 350 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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