Smartphones und Tablets befeuern mobile Internetnutzung

Seid Ihr regelmäßig offline? Ich nicht, zumindest nicht in den letzten Jahren. Mein Smartphone schalte ich höchstens mal ab, wenn ich zum Arzt gehe. An den meisten Tagen bin ich rund um die Uhr online. Da ist zwar etwas anderes, als das Internet aktiv zu nutzen. Doch die Grenzen sind fließend.

Wenn beispielsweise im Hintergrund E-Mails abgerufen und Wetterdaten aktualisiert werden, nutzt man das Internet? Ein wenig schon, oder? Die Kommunikation mit Instant Messaging Services über Mobiltelefone benötigt zwar sehr wenig Traffic, sorgt aber dafür, dass die User sehr viel mehr Zeit „im Internet“ verbringen. Oder würdet Ihr die Verwendung von SMS-Alternativen nicht darunter fallen lassen?

So schwierig die Abgrenzung mitunter sein mag, so klar ist, dass die Internetnutzung dank mobiler Endgeräte deutlich zunimmt. Unterwegs muss niemand mehr offline sein. Sogar bei der Verwendung preiswerter Smartphones muss man auf schnelles Internet nicht mehr verzichten.

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Logo Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. | Bild: BVDW e.V.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft schreibt über den Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Smartphones und Tablets einerseits und der mobilen Nutzung des Internets andererseits in einer Presseinfo:

>>Mehr als 25 Millionen Deutsche gehen täglich mit mobilen Endgeräten ins Internet. Durchschnittlich werden über zwei internetfähige Endgeräte pro Person genutzt. 14 Prozent der Onliner nutzen dabei ein Tablet, ein Smartphone und einen PC. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Faszination Mobile – Verbreitung, Nutzungsmuster und Trends?“, die für die Initiative „DO MOBILE“ im Rahmen einer Kooperation der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., Google und TNS Infratest erstellt wurde.

Mobile treibt die Online-Nutzung
Laut der Studie hat die große Mehrheit der Smartphone-Nutzer (87 Prozent) noch immer Spaß an der Nutzung internetfähiger Mobiltelefone. Hier zeigt sich besonders bei den Frauen eine hohe Zustimmung mit 91 Prozent (Männer: 82 Prozent). Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten sind durch das Smartphone häufiger online als früher: So geben 60 Prozent der Männer und 48 Prozent der Frauen an, dass sie durch das Smartphone häufiger im Internet sind. Von den befragten Schülern nutzen 83 Prozent das Internet häufiger als früher, seitdem sie ein Smartphone besitzen.

„Für uns als Fokusgruppe Mobile im BVDW zeigt das Ergebnis der Studie, wie gelernt der Umgang mit mobilen Endgeräten heute schon für viele Deutsche ist. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Nutzung von Smartphones um 25 Prozentpunkte gesteigert – die Nutzung von Tablets um 21 Prozent“, erläutert Mark Wächter, Vorsitzender Fokusgruppe Mobile im BVDW.
Auch wird in der Studie klar, dass Nutzer von Handys ohne Internetfunktion verglichen mit Smartphone-Nutzern eine deutlich geringere Bindung zu ihrem mobilen Endgerät haben: Sie nutzen nach eigenen Angabe das Handy weniger intensiv.

Multiscreen-Nutzung ein relevantes Thema
Internetnutzer in Deutschland verwenden durchschnittlich 2,4 internetfähige Endgeräte. Vor zwei Jahren hatte diese Zahl noch deutlich unter zwei Geräten gelegen. 14 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren nutzen mit PC, Smartphone und Tablet sogar bereits drei Endgeräte.

„Immer mehr Nutzer sind immer häufiger über ihr Smartphone online. Wichtig ist, dass Werbetreibende den Konsumenten folgen und sie auch über den mobilen Kanal optimal ansprechen. Hier gibt es noch immer viel zu tun“, macht Philipp Justus, Managing Director für Google Deutschland, Österreich und die Schweiz, deutlich.

Walter Freese, Head of Mobile bei TNS Infratest: „Zur Mobile-Nutzung gibt es eine Vielzahl an Studien im Markt. Die Stärke dieser Auswertung liegt darin, dass wir zum einen durch die Google-Zahlen sehr exakt und nach Endgeräten (Smartphone, Tablet) getrennt die Mobile-Nutzung beschreiben können, und das auch noch europaweit vergleichbar. Desweiteren liefert eine zusätzlich durchgeführte Telefonbefragung von TNS Infratest valide Daten zur Einstellung der Deutschen zu ihren Devices“. Bei den Erhebungen, die beide Eingang in die vorliegende Studie gefunden haben, wurde Wert auf den Endgerätevergleich mit Fokus auf Aussagen zur Smartphone-Nutzung gelegt.

Über die Studie
Die Studie „Faszination Mobile – Verbreitung, Nutzungsmuster und Trends?“ ist im Rahmen einer Studienkooperation des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., Google und TNS Infratest entstanden. Die Studie beleuchtet die Verbreitung, Nutzungsmuster und Trends mobiler Endgeräte in Deutschland mit speziellem Fokus auf Smartphone-Nutzer. Die Studie setzt sich aus zentralen Ergebnissen der Google Global Connected Consumer Studie und einer TNS Dual-Frame Telefonbefragung zusammen, die im Januar/Februar 2014 durchgeführt wurden.

Im Rahmen der Initiative „DO MOBILE – Deutschland geht ins Mobile Internet!“ bietet der BVDW Unternehmen eine übergreifende Orientierungsplattform mit Handlungsempfehlungen, Marktzahlen und Best Cases rund um das Thema Mobile. Weitere Informationen zu der Initiative sind unter http://domobile.org erhältlich.<<

Über Oliver Springer 397 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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