Top 10 für Motivation im Job

In manchen Unternehmen gilt immer: Motivation ist vom Arbeitnehmer mitzubringen. Immerhin wird der Arbeitnehmer ja schon bezahlt, was kann er denn noch verlangen?

Mit dieser Sichtweise bleiben Unternehmen jedoch unter ihren Möglichkeiten, denn meist wirkt sich eine verbesserte Motivation der Belegschaft deutlich auf den Erfolg des Unternehmens aus. Ein wenig Aufwand ist also angebracht, weil er sich rechnet. Es ist schon ein guter Anfang, wenn die Mitarbeiter das Gefühl vermittelt bekommen, dass sie wichtig für das Unternehmen sind. Dafür sind gar keine großen Gesten oder teuren Maßnahmen notwendig.

Das gilt ebenfalls für Faktoren, die das Wohlbefinden fördern. Sicher, die Arbeitnehmer kommen zum Arbeiten, nicht für einen Kurzurlaub ins Unternehmen. Und doch ist es sinnvoll, hier anzusetzen. Ausführlich untersucht wurden die Faktoren für Motivation im Job in der Studie „Arbeitsmotivation 2014“, welche die Marktforscher von YouGov für die ManPower Group durchgeführt haben.

Jobmotivation | Bild: ManpowerGroup
Jobmotivation | Bild: ManpowerGroup

In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es zu den Ergebnissen der Untersuchung:

>>Aus der Studie ergibt sich folgendes Ranking der Top-Motivations-Faktoren:

  1. Gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten: 77 Prozent der Befragten haben mehr Freude im Job, wenn sie mit Kollegen und Chefs gut klarkommen.
  2. Flexible Arbeitszeiten: Modelle wie Gleitzeit oder ein Arbeitszeitkonto sorgen bei 67 Prozent für mehr Arbeitsmotivation.
  3. Gutes Verhältnis zu Kollegen, auch über die Arbeitszeit hinaus: Für 45 Prozent ist es wichtig, auch nach Feierabend einen guten Draht zu anderen Mitarbeitern zu haben.
  4. Betriebliche Gesundheitsförderung: Ein wichtiges Signal für alle Chefs: 38 Prozent sind motivierter, wenn das Unternehmen die Gesundheit der Angestellten fördert, etwa durch betriebsärztliche Beratung.
  5. Ansprechende Raumgestaltung: Bei 35 Prozent wird die Arbeitsmoral auch dadurch beeinflusst, wie Büros und Besprechungsräume eingerichtet sind. Es lohnt sich für Arbeitgeber also durchaus, in einen frischen Anstrich zu investieren, in neue Möbel oder Wandbilder.
  6. Teamarbeit: Durchaus überraschend: Nur 33 Prozent haben mehr Spaß im Job, wenn sie häufig in Gruppen arbeiten. Dies kann damit zusammenhängen, dass in manchen Unternehmen inflationär in Projektgruppen gearbeitet wird und immer mehr Arbeitnehmer Meetings daher als unproduktiv empfinden. Auch wird Teamarbeit oft mit lauten Großraumbüros assoziiert. Im stillen Kämmerlein allein arbeiten wollen allerdings auch die wenigsten.
  7. Kostenlose Getränke: Für 32 Prozent spielt es eine Rolle, ob sie vom Unternehmen mit Getränken versorgt werden. Hier können Arbeitgeber also leicht punkten und dies auch schon im Einstellungsgespräch erwähnen.
  8. Pflanzen im Büro: 28 Prozent freuen sich, wenn Zimmerpflanzen die Optik und das Raumklima verbessern. Zudem vermittelt das Grün ein Gefühl von Natur in Büros, vor deren Fenster keine Bäume stehen.
  9. Kleine Aufmerksamkeiten: Wenn der Arbeitgeber durch kleine Geschenke hin und wieder seine Wertschätzung zeigt, zum Beispiel zu Ostern oder zum Muttertag, sind 24 Prozent noch motivierter.
  10. Individuelle Schreibtischgestaltung: Für ebenfalls 24 Prozent wird der Job angenehmer, wenn sie ihrem Arbeitsplatz eine persönliche Note geben dürfen – zum Beispiel mit gerahmten Fotos der Liebsten oder einem individuellen Mousepad.

Was viele erstaunen mag: Guter Kaffee ist keiner der Top-10-Motivatoren. Das koffeinhaltige Heißgetränk beeinflusst nur bei 23 Prozent die Arbeitsmoral und liegt damit auf Platz 11. Knapp dahinter liegen moderne Büromöbel (21 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen außerdem die Möglichkeit eines Sabbaticals (14 Prozent), kostenlose „Nervennahrung“ wie Schokoriegel und andere Süßigkeiten (11 Prozent) und Aufmerksamkeiten von Kollegen, wie kleine Geschenke oder Mitbringsel (9 Prozent).

„Das vielfältige Ranking zeigt, wie unterschiedlich die Bedürfnisse von Mitarbeitern sind“, sagt Herwarth Brune, Geschäftsführer der ManpowerGroup Deutschland. „Die gute Nachricht für Chefs ist dabei: Sie können mit überschaubarem Aufwand und kleinen Maßnahmen viel tun, um die Arbeitsmotivation zu fördern. Da der Top-Motivationsfaktor aber ein gutes Verhältnis mit Vorgesetzten und Kollegen ist, sollte ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander im Fokus stehen“, so Brune.

Personaldienstleister wie die ManpowerGroup prüfen bei der Rekrutierung von Fachkräften nicht nur, ob deren Qualifikationen den Stellenanforderungen entsprechen. Als erfahrene Vermittler achten sie auch darauf, ob der menschliche Faktor stimmt, ob Kandidaten gut ins Team und zur Unternehmenskultur passen.

Über die Studie „Arbeitsmotivation 2014“

Die Studie „Arbeitsmotivation 2014“ basiert auf einer Online-Befragung unter 1.000 Deutschen ab 18 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im Februar 2014 vom Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.<<

Über Oliver Springer 353 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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