Cloud-Apps für Smartphones im Test der COMPUTER BILD

Daten in der Cloud zu speichern, kann sehr sinnvoll sein. Vor allem wenn bestimmte Daten auf keinen Fall verlorengehen sollen, bietet die zusätzliche (!) Speicherung außerhalb von Wohnung oder Büro ein dickes Plus an Sicherheit. Ob es sich um wichtige Dokumente bzw. Scans davon handelt oder um Fotos, die man keinesfalls verlieren möchte, das Speichern in der Cloud sorgt dafür, dass Katastrophen, die zu Hause stattfinden, diesen Dateien nichts anhaben können. Sie sind ja nicht da. Ein anderes Argument für die Ablage von Daten in der Cloud ist die Möglichkeit, von unterwegs aus darauf zugreifen zu können. Sicher, während man auf die S-Bahn wartet muss man in der Regel nicht an bestimmte Unterlagen zugreifen. Aber bei Kundenterminen, der Arbeit im Homeoffice oder auf Geschäftsreise ist es sehr hilfreich, unkompliziert Zugriff auf Dateien zu haben, die man nicht vorsorglich auf einen mitgeführten Datenträger kopiert hatte.

Der Kehrseite der Medaille ist indes, dass man beim Speichern von Daten in der Cloud ein Stück Kontrolle verliert. Deshalb ist es in vielen Fällen ratsam, vor dem Speichern in der Cloud eine Verschlüsselung vorzunehmen. Dazu raten auch die Experten der COMPUTER BILD, die für die aktuelle Ausgabe des Magazins fünf Cloud-Apps für Smartphones getestet haben.

In der Pressemitteilung zum Test lesen wir:

>>Mit Cloud-Apps sind die eigenen Daten per Smartphone jederzeit verfügbar – egal, ob Dokumente, Fotos, Videos oder Musik. Die Fachzeitschrift COMPUTER BILD hat die fünf beliebtesten, kostenlosen Apps getestet (Heft 8/2014, ab Samstag am Kiosk).

Mit den Apps können Nutzer per Smartphone auf ihre Cloud-Daten zugreifen oder Handy-Fotos automatisch hochladen. Einen kostenlosen Speicher zwischen zwei und 15 Gigabyte bieten alle Clouds. Und wem das nicht reicht, der kann beispielsweise bei Dropbox bis zu 100 Gigabyte zum Preis von etwa 70 Euro im Jahr kaufen. Sicher sind die Daten allerdings nur, wenn sie verschlüsselt sind. Das ermöglicht beispielsweise der kostenlose Dienst Boxcryptor, der sich mit der jeweiligen Cloud-App verbindet und die Daten zuverlässig codiert. Das ist auch nötig, denn theoretisch hat jeder Betreiber Zugriff auf die Informationen.

Sieger im COMPUTER BILD-Test bei Android-Geräten ist die App Onedrive (Testergebnis: iPhone: 2,41; Android: 1,92). Die Software ist einfach zu bedienen, bietet die meisten Funktionen und hat mit sieben Gigabyte einen recht großen Gratis-Speicherplatz. Eine Schwäche von Onedrive: Apple-Nutzer erhalten offline keinen Zugriff. Die beste App für iPhone-Nutzer stammt von Web.de (Testergebnis: iPhone: 2,38; Android: 2,46), sie ist bedienerfreundlich und gut ausgestattet. Dass die Android-App zwingend Zugriff aufs Adressbuch verlangt, ist nicht notwendig, denn die iOS-App kann’s auch anders. Der Datenschutz bei Web.de ist in Ordnung.

Wegen Schwächen in den AGB und den Datenschutzbestimmungen verloren Google Drive und Dropbox in der COMPUTER BILD-Bewertung, obwohl sie aufgrund ihres Funktionsumfanges und Bedienkomforts deutlich besser abschneiden würden. Dass der automatische Fotoupload in Dropbox für iOS-Nutzer eine Ortung erfordert, ist überflüssig – denn bei Android klappt es auch ohne. Google Drive wiederum verlangt standardmäßig bei Android – wie Web.de – den Zugriff auf das Adressbuch.

Cloud-Speicher sind nützlich und bequem, doch sollten Nutzer die Datensicherheit nicht vernachlässigen. COMPUTER BILD rät deshalb, Informationen mit zusätzlichen Codier-Apps zu verschlüsseln. Die können den Komfort einschränken, aber sorgen sicher dafür, dass die Daten nicht ohne Wissen der Nutzer von Dritten ausgelesen werden können.

Cloud-Special auch unter: www.computerbild.de/cb-Special-Cloud-7185311.html<<

Über Oliver Springer 379 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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