Welcher Internetprovider ist gut für Videostreaming?

Onlinevideotheken und andere Streaming-Anbieter wie die Fernsehsender mit ihren TV-Mediatheken haben sich in Deutschland etabliert. Die Zahl der Anbieter und deren Angebot wächst, die Preise der kostenpflichtigen Angebote sinken zum Teil deutlich. Ein Problem sind mitunter zu langsame Internetverbindungen.

Ein großer Teil der Onliner in Deutschland nutzt Internetzugänge, die von vornherein nicht für Videostreaming-Fans zu empfehlen sind. Allerdings kommt es nicht nur darauf an, wie schnell ein Internetprovider die Daten allgemein überträgt. Er sollte speziell beim Thema Videostreaming leistungsfähig sein, wenn diese Anwendung regelmäßig genutzt wird. Wie ein Test der Zeitschrift connect für die Februar-Ausgabe zeigt, schneiden manche Zugangsanbieter gut ab und andere schlecht. Das ist ein Grund mehr, bei der Wahl des Internettarifs nicht nur auf den Preis zu achten!

In der Pressemitteilung zum Test im Heft wird verraten:

>>Video aus dem Internet wird immer populärer, stellt aber hohe Anforderungen an die Netze. Derzeit beträgt der Anteil von Videoübertragungen am gesamten Internetverkehr rund 50 Prozent. Bis 2016 soll er auf bis zu 65 Prozent steigen. Doch wie kommen die verschiedenen Netzanbieter heute mit der hohen Datenbelastung klar? Wird das Anschauen eines Videos zum Erlebnis oder zum großen Ruckel-Frust? Dies hat connect, Europas größtes Magazin zur Telekommunikation, in seiner neuen Ausgabe 3/2014 (EVT 07.02.2014) zusammen mit der zafaco GmbH, seinem Partner für Festnetzmessungen, getestet und von Mitte Dezember bis Mitte Januar im Rahmen von fast 350.000 Einzelmessungen an insgesamt 26 Standorten der TV- und Videoqualität der deutschen Festnetze auf den Zahn gefühlt.

Getestet wurden die Netze mit den Web-TV-Anwendungen von Youtube und der ARD „Tagesschau in 100 Sekunden“. Die Testwerte wurden mit Videos sowohl in einfacher SD-Qualität als auch in dem immer mehr abgerufenen, besonders datenkritischen HD (High Definition) ermittelt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Netzbetreibern sind deutlich. Deutliche Ruckler, eingefrorene Bilder, Aussetzer oder gar Abbrüche sind die Folge schlechter Performance. Das zeigt sich insbesondere bei den kritischen HD-Videostreams.

Ruckel-TV oder Video-Star? Fachmagazin connect hat die Streaming-Leistung der DSL-Netze getestet | Bild: WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH
Ruckel-TV oder Video-Star? Fachmagazin connect hat die Streaming-Leistung der DSL-Netze getestet | Bild: WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Die Einzelergebnisse können auch unter www.connect.de/streamingtest abgerufen werden.

Kabel BW und Telefónica/O2 sind die Videostars

In der Gesamtwertung von connect kann sich der Kabelnetzbetreiber Kabel BW (426 Punkte/sehr gut) auf den ersten Platz setzen, dicht gefolgt von Telefónica/O2 (425 Punkte/sehr gut) und der Deutschen Telekom (421 Punkte/gut). Doch auch das Verfolgerfeld mit Kabel Deutschland (407 Punkte), Vodafone (406 Punkte) und 1&1 (404 Punkte) glänzt mit guten Gesamtergebnissen. Im Mittelfeld platzieren sich die City-Carrier M-Net (402 Punkte/gut) und EWE (389 Punkte/gut). Auf den hinteren Rängen in der Gesamtwertung landen einige Stadtnetzanbieter wie Net Cologne (361 Punkte/befriedigend) und Kielnet (310 Punkte/ausreichend) sowie ausgewiesene Billiganbieter wie Versatel (379 Punkte/gut), Congstar (371 Punkte/befriedigend) und Tele 2 (315 Punkte/ausreichend).

Fazit connect: Wer über seinen Internet-Anschluss vor allem Videos streamen will, sollte bei der Auswahl des Netzbetreibers genau hinschauen. Denn der Test von connect zeigt, dass besonders günstige Angebote auch zu deutlichen Einschränkungen bei den kritischen HD-Videostreams führen. Da zeigt dann jeder Ruckler, wo die Anbieter sparen.<<

Über Oliver Springer 349 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*