Stress vor allem im Job

Stress ist ein komplexes Thema. So kommt es beispielsweise sehr darauf an, wie ein Mensch mit einer bestimmten Situation umgeht bzw. wie er sie überhaupt wahrnimmt. Das ist bei jedem anders. Dennoch gibt es bestimmte Lebensbereiche, in denen besonders viele Menschen Stress erleben.

Wie eine neue Stressstudie der Techniker Krankenkasse zeigt, ist es vor allem der Bereich rund um Arbeit und Ausbildung, in dem die Deutschen unter Stress leiden. Allerdings könnte man das echte Arbeitsleben einerseits sowie Schule und Studium andererseits auch getrennt betrachten. Dann läge der Wert sicher ein ganzes Stück niedriger. Das ändert natürlich nichts daran, dass viele Menschen im Job Stress erleben und dagegen etwas unternehmen sollten.

Über die Studie heißt es in der Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse:

TK-Stressstudie: Es ist nicht der Job allein | Bild: Quelle: Techniker Krankenkasse
TK-Stressstudie: Es ist nicht der Job allein | Bild: Quelle: Techniker Krankenkasse

>>Fast jeder sechste Krankschreibungstag in Deutschland ist inzwischen psychisch bedingt. Wie der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, sind Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren durchschnittlich knapp zweieinhalb Tage im Jahr zum Beispiel aufgrund einer Depression, einer Belastungs- oder Angststörung krankgeschrieben.

Was Beschäftigten und Arbeitslosen auf die Seele schlägt, zeigt die aktuelle TK-Stressstudie „Bleib locker, Deutschland“. Bei fast jedem zweiten Erwachsenen in Deutschland ist zwar der Job Stressfaktor Nummer eins (Frauen 43 Prozent, Männer 52 Prozent), direkt danach folgen aber bei vier von zehn Befragten die hohen Ansprüche an sich selbst (Frauen 48 Prozent, Männer 35 Prozent) und jeden Dritten belasten private Konflikte (Frauen 36 Prozent, Männer 33 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen Krankheit einer nahestehenden Person, finanzielle Sorgen, Haushalt, Kindererziehung, Autofahren, öffentliche Verkehrsmittel sowie die Pflege von Angehörigen.

Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK: „Es zeigt sich immer deutlicher, dass Arbeit nicht nur körperlich sondern auch psychisch belasten kann. Belastung ist aber immer ein Zusammenspiel mehrerer Einflussfaktoren wie zum Beispiel der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem fehlt vielen Beschäftigten der Ausgleich im Privaten. Statt Stress gesetzlich vermeiden zu wollen, ist es deshalb wichtiger, Rahmenbedingungen für eine flexible Arbeitsorganisation schaffen, die den Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht werden. Als Krankenkasse unterstützen wir zudem Unternehmen und Mitarbeiter mit Angeboten der betrieblichen und individuellen Gesundheitsförderung.“<<

Über Oliver Springer 351 Artikel

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik …

Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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