maxdome im Test

Der VoD-Anbieter maxdome wurde im August 2006 gemeinsam von der ProSiebenSat.1-Gruppe und der United Internet AG gegründet und gehört inzwischen ganz zu ProSiebenSat.1. Unter den großen Onlinevideotheken ist maxdome der am längsten existierende Anbieter, was sich positiv auf den Umfang des Angebots auswirkt.

Maxdome Logo | Bild: ProSiebenSat1 Media AG
Maxdome Logo | Bild: ProSiebenSat1 Media AG

Es umfasst Filme, Serien, Dokumentationen, Konzertmitschnitte, Kinofilme und Comedy.  Zur Auswahl stehen über 50.000 Videos aus zahlreichen Genres, die rund um die Uhr abgerufen werden können. Der Einzelabruf kostet zwischen 0,49 Euro bis 5,99 Euro. (Alle Preisangaben in diesem Artikel beziehen sich auf den Zeitpunkt unseres Tests im Herbst 2013).

Daneben gibt es für 7,99 Euro pro Monat eine Flatrate, welche die meisten Inhalte einschließt. Bei Neuverträgen gibt es keine lange Vertragsbindung mehr, sondern das Abo kann mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Vertragsmonats gekündigt werden. Neben rund 3.700 Spielfilmen sind Serien, Dokumentationen, Musik, TV-Shows und weitere Inhalte über die Flatrate abrufbar. Als Besonderheit von maxdome ist das große Angebot an ProSiebenSat.1-Eigenproduktionen zu nennen.

Screenshot: maxdome - Startseite
Screenshot: maxdome – Startseite

Tarife und Preise (85 von 100 Punkten)

Die Inhalte sind bei maxdome nicht nur als Stream im Rahmen der Flatrate bzw. für die Dauer des Leihfensters beim Einzelabruf, sondern zum Teil als Kaufvideos erhältlich. Auf den ersten Blick kann es verwirrend sein, dass manche Inhalte nur gekauft, andere nur geliehen und manche sowohl gekauft als auch ausgeliehen werden können. Zudem gibt es Leihvideos, die nicht von der Flatrate abgedeckt, sondern extra bezahlt werden müssen. Das ist zwar ein Minus an Übersichtlichkeit, bedeutet indes ein Plus bei der Auswahl. maxdome kann auf diese Weise beispielsweise Filme im Einzelabruf anbieten, für die im Rahmen der Flatrate noch keine Lizenzen zu bekommen sind. Alle Inhalte, die von der Flatrate erfasst sind, können immer wieder angeguckt werden.

Screenshot: maxdome - Preise
Screenshot: maxdome – Preise

Mit 7,99 Euro pro Monat liegt das maxdome-Paket im preislichen Mittelfeld der Onlinevideotheken. Der erste Monat ist für Neukunden kostenlos. Versäumt man die Frist zur Kündigung, ist das nicht schlimm, weil maxdome monatlich kündbar ist. Man muss also nicht befürchten, dass sich aus dem kostenlosen Testabo ein langfristiger Vertrag wird. Beim Einzelabruf, der zwischen 0,49 Euro und 5,99 Euro kostet, beträgt die Leihdauer in der Regel 48 Stunden. In dieser Zeit kann man sich das Video so oft man will angucken. Die Kaufpreise für Filme betragen durchschnittlich 9,99 Euro bis 13,99 Euro, einzelne Serienepisoden sind deutlich billiger. Die Bezahlung kann per Lastschrift oder Paypal erfolgen. Eine gewisse Zahl an Inhalten ist über das Testabo hinaus gratis abrufbar.

Tarif

Preis Abrechnung Details
Gratis-Filme

0,00 €

Ausgewählte
Filme lassen sich kostenlos anschauen.
Einzelabruf 0,49
bis 5,99 €
einzeln Zugriff auf 7.000 Spielfilme, 300 Serien, 160 Doku-Serien und 500 TV-Shows.
Leih-Videos für 48 Stunden ansehbar. Keine Vertragsbindung und kein Abo.
Maxdome
Paket
7,99 € monatlich Die Flatrate bietet Zugriff auf den größten Teil des
maxdome-Angebots.
Einige Inhalte (vor allem aktuelle neuere Spielfilme) müssen
extra bezahlt werden. Alle Paket-Videos können immer wieder
angeschaut werden. Das Paket kann 30 Tage kostenlos getestet werden. Monatliche
Kündigung möglich.
HD-Filme ab 3,99 € einzeln Filme
im HD-Format
SD-Filme ab 0,49 € einzeln Filme
im normalen SD-Format

Handhabung und Nutzerfreundlichkeit (85 von 100 Punkten)

Die Bedienung der maxdome-Benutzeroberfläche ist leicht. Alle Menüpunkte sind klar strukturiert und lassen sich schnell aufrufen. Im persönlichen Bereich „Mein Account“ können die persönlichen Daten, die Kontodaten, der Merkzettel und weitere Punkte eingesehen werden. Bei der Registrierung steht eine Schnellregistrierung und eine klassische Anmeldung mit allen Daten zur Auswahl. Nach Abschluss der Registrierung (durch Klicken auf den Link, der per Mail zugesandt wird) kann das Videoangebot schon genutzt werden. Ein Login ist nur per Mailadresse und Passwort, aber nicht mittels der Logindaten eines sozialen Netzwerks wie Facebook möglich. (Manche Onlinevideotheken ermöglichen das.) Im Browser lassen sich Videos nur dann anschauen, wenn das Microsoft Silverlight Plugin installiert worden ist und ausreichend Speicherplatz für den Player reserviert wurde.

Screenshot: maxdome - Loginfenster
Screenshot: maxdome – Loginfenster

Die Suche nach Videos bietet eine Autovervollständigung und es werden Empfehlungen zu Filmen geboten. Die Videosuche kann mit einem Filter eingegrenzt werden, um den gesuchten Film schneller finden zu können. Ist ein Film gefunden, kann er mit einem Sternchen markiert werden und steht somit auf dem Merkzettel für einen späteren Abruf bereit. Die Suchfunktion funktioniert sehr gut, während das Stöbern dadurch erschwert wird, dass im Bereich „Serien“ mittlerweile auch TV-Inhalte aller Art zu finden sind. Das war früher nicht so und stellt eine Verschlechterung dar.

Es ist sehr zu empfehlen, den Merkzettel zu nutzen. Bei TV-Serien sollte man statt einzelner Episoden ganze Staffeln auf den Merkzettel setzen. Da sich die Suche und das Stöbern auf Geräten wie Smart TVs, Spielkonsolen und Set-Top-Boxen (wie bei allen Onlinevideotheken) mühsam gestaltet, raten wir dazu, am Computer Inhalte auf die Merkliste zu setzen und dann auf den anderen Geräten die vorgemerkten Inhalte über die Merkliste aufzurufen.

Inhalte (85 von 100 Punkten)

Das Videoauswahl ist bei maxdome mit über 50.000 Videos überdurchschnittlich groß. Vor allem werden mehr Genres als bei den anderen Onlinevideotheken abgedeckt. Zum Zeitpunkt unseres Tests waren beliebte TV-Serien wie „Under the Dome“, „Nymphs“, „Sherlock“, „Falling Skies“ und „American Horror Story“ mit allen Folgen und Staffeln vertreten. Im „maxdome Paket“ sind rund 200 Serien enthalten. Zum Zeitpunkt unseres Tests waren recht neue Spielfilme wie „Oblivion“ und „Wer ist Hanna?“ bei maxdome abrufbar. Die Möglichkeit, neuere Inhalte gegen extra Zahlung sehen zu können, wirkt sich sehr positiv auf die Auswahl aus.

Screenshot: maxdome - Mein Account
Screenshot: maxdome – Mein Account

Endgeräte und technische Anforderungen (88 von 100 Punkten)

Bei maxdome ist das Anschauen der Videos im Webbrowser sowie über weitere Endgeräte wie Smart TV, Blu-ray-Player, Set-Top-Box, der Sony Playstation 3 und 4 und Apple iOS-Geräte möglich. Interessenten sollten sich genau anschauen, ob die bei ihnen vorhandenen Geräte maxdome unterstützen. Die Bandbreite des Internetzugangs sollte mindestens 2 Megabit pro Sekunde betragen, aber für die HD-Filmwiedergabe werden 6 Megabit empfohlen. Große Reserven hat man dann allerdings, sodass wir dazu raten, für einen schnelleren Internetanschluss zu sorgen. Je nach Bandbreite wird die Streaming-Qualität automatisch entsprechend angepasst. Somit bricht die Verbindung also nicht gleich ab, wenn es für HD-Auflösung nicht mehr reicht. Die Auflösung der HD-Videos liegt bei 720p. Mit der Tonqualität sind wir zufrieden, aber eine Blu-ray bietet ganz klar deutlich mehr.

Screenshot: maxdome - Merkzettel
Screenshot: maxdome – Merkzettel

Jugendschutz (90 von 100 Punkten)

Generell sorgen die strengen deutschen Jugendschutzvorschriften dafür, dass Video-on-Demand hierzulande nicht so einfach ist, wie es sein könnte. maxdome hat 2013 bei seinem Angebot für Verbesserungen gesorgt. Bei einer Reihe von Geräten lässt sich beim Abruf von FSK-16- und FSK-18-Inhalten nun mit einer leicht zu handhabenden PIN arbeiten. Das gefällt uns gut.

Plus und Minus (85 von 100 Punkten)

+ Großes Angebot mit über 50.000 Videos aus zahlreichen Genres

+ Leicht verständliche Bedienung und klar aufgebaute Benutzeroberfläche (mit Schwächen im Detail)

+ Kostenpflichtiges Abo „maxdome Paket“ monatlich kündbar

+ Leihvideos stehen 48 Stunden lang zur Verfügung

+ Leih- und Kaufpreise bewegen sich auf einem fairen Niveau

+ Keine lange Vertragsbindung

+ Schnelle Registrierung möglich

+ Große Zahl kompatibler Endgeräte

 

– Nur Computer mit den Betriebssystemen Microsoft Windows und Apple iOS werden unterstützt, Linux nicht

– Microsoft Silverlight Plugin erforderlich

– Minimale Ruckler im Videofenster bei schnellen Bewegungen im Film

Gesamtergebnis

maxdome überzeugt mit großer, vielfältiger Auswahl. Aktuelle Leihfilme müssen zwar recht teuer bezahlt werden, aber immerhin hat maxdome sie im Angebot. Die Tarifstruktur ist simpler als früher, aber komplexer als bei den Wettbewerbern. Das hat allerdings mit dem vielfältigen Angebot zu tun ist maxdome daher kaum anzulasten. Das Abo maxdome Paket kostet nur 7,99 Euro und kann im ersten Monat kostenlos genutzt werden. Der Abovertrag wird automatisch verlängert, wenn die Kündigung nicht rechtzeitig erfolgt ist. Wir haben einen Teil unseres maxdome-Tests Lenovo Thinkpad T60 mit Singlecore-Prozessor durchgeführt, also einem nach heutigen Multimediamaßstäben stark veralteten PC. Die Videos konnten wir darauf fast störungsfrei anschauen, was wir zuvor gar nicht für möglich hielten. An Eurer Hardware muss das Filmvergnügen also vermutlich nicht scheitern. Zu Spitzenzeiten am Abend kann es vorkommen, dass die Server überlastet sind. Da einige in der Redaktion maxdome schon lange nutzen, können wir hier zumindest festhalten, dass sich die Situation gegenüber früher verbessert hat und maxdome hier nicht schlechter als die anderen großen Onlinevideotheken abschneidet. Wir können maxdome sowohl Serien- als auch Filmfans empfehlen. Die Kosten sind überschaubar und fair.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*