Privatsphäre beim Mobiltelefonen ist den Deutschen wichtig

Die Daten auf dem Smartphone verraten über dessen Besitzer mitunter schon mehr als die Daten auf einem PC. Bereits SMS, gewählte Telefonnummern und beispielsweise Fotos auf einem einfachen Handy können sehr aussagekräftig sein. Das alles fällt beim Smartphone nicht weg, aber Browser-Verlauf, E-Mails, ChatsSocial Media, Apps, Lesezeichen und einiges mehr bieten zusätzliche Informationen über den Besitzer des Mobiltelefons. 

Wie eine repräsentative Umfrage der Dima Marktforschung GmbH im Auftrag von Lookout und der Deutschen Telekom ans Licht bringt, messen die deutschen Mobilfunkkunden ihrer Privatsphäre im Zusammenhang mit Mobiltelefonen eine hohen Stellenwert zu. Allerdings verlassen sie sich eher auf eine Zugangssperre am Gerät als auf Sicherheits-Apps. Security-Apps sind noch nicht allgemein verbreitet.

Deutsche respektieren die Privatsphäre | Bild: Lookout Mobile Security
Deutsche respektieren die Privatsphäre | Bild: Lookout Mobile Security

Lookout schreibt über die Ergebnisse der Untersuchung in einer Pressemitteilung:

>>Das Hacken und Ausspionieren von Smartphones beschränkt sich nicht auf Filmstars und Politiker. Heutzutage kann jeder betroffen sein. Handys können auf verschiedene Arten gehackt werden. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass sich der Nutzer selbst durch sein unvorsichtiges Verhalten einem Risiko aussetzt.

Deutsche schnüffeln weniger als Briten
Anders als in Großbritannien oder in den USA respektieren deutsche Nutzer die Privatsphäre anderer und schnüffeln weniger in fremden Handys herum. Nur 9 Prozent der Deutschen gaben zu, auch mal einen Blick auf ein fremdes Handy zu werfen. In Großbritannien gaben 25 Prozent und in den USA 19 Prozent der Befragten zu, dies zu tun.

Deutsche nutzen häufiger eine Zugangssperre | Bild: Lookout Mobile Security
Deutsche nutzen häufiger eine Zugangssperre | Bild: Lookout Mobile Security

 

Deutsche nutzen fast zweimal häufiger eine Zugangssperre als Briten

In Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer eine Zugangssperre für sein Handy nutzt, fast zweimal so hoch wie bei den Briten. 86 Prozent der Deutschen nutzen ein Passwort oder eine PIN, im Großbritannien nutzen nur 44 Prozent und in den USA 56 Prozent der Bevölkerung diese Schutzmaßnahme.

76 Prozent der Deutschen gaben an, dass es ihnen unangenehm wäre und es sie ärgern würde, wenn jemand die Inhalte ihres Handys ausspionieren und veröffentlichen würde. Obwohl die meisten Deutschen eine Zugangssperre einrichten, nutzen jedoch nur 50 Prozent eine Sicherheits-App, die sie vor Bedrohungen wie unsicheren Links schützen kann, über die beispielsweise Spyware auf das Gerät gelangen könnte.

Methodologie der Umfrage

1.004 deutsche Smartphone-Nutzer wurden im Dezember 2013 befragt. Die Befragten wurden um ihre Meinung gebeten, wie sie ihr Handy im Alltag nutzen. Die Umfrage wurde von der DIMA Marktforschung GmbH im Auftrag von Lookout und der Deutschen Telekom durchgeführt, http://www.dima-mafo.de<<

Über Oliver Springer 351 Artikel

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik …

Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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