Eignet sich der neue Kindle Fire HD 7 zum Spielen?

Spielen auf Tablet-Computern wird immer beliebter. Kein Wunder, denn die im Vergleich zu Smartphones großen Bildschirme eignen sich sehr gut für Games. Zudem haben sich die Grafikleistungen von Tablets seit der Markteinführung von Tablets, wie wir sie heute kennen, schnell deutlich verbessert.

Andererseits sind nicht alle neuen Tablets automatisch gute „Spielgeräte“. Ein hochauflösendes Display sowie einen schnellen Prozessor sollte ein Tablet auf jeden Fall mitbringen, wenn einem Spiele-Apps wichtig sind. Um es vorweg zu nehmen: Die aktuellen Kindle Fire Tablets von Amazon sind von ihrer Hardware her sehr gut für Spiele-Apps geeignet.

Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Das gilt auch für den von uns getesteten neuen Kindle Fire HD in der einfachsten Ausstattung, der aktuell (Stand Ende Dezember 2013) wieder 129 Euro kostet. Für so wenig Geld ein besser ausgestattetes Tablet zu finden, dürfte sehr schwer werden.

Alle bisher von uns probierten Spiele lassen sich ohne nennenswertes Ruckeln spielen. Der Dualcore-Prozessor des kleinen Tablets arbeitet mit einer Taktfrequenz von 1,5 Gigahertz. Damit laufen Gaming-Apps flüssig, wenngleich der größere Bruder Kindle Fire HDX mit seiner Quad-Core-CPU und höheren Displayauflösung natürlich noch besser für Spiele eignet. Aber wie viele Gaming-Apps nutzen das schon aus? Halt! Das ist nicht nur eine rhetorische Frage. Wir klären das…

Kindle Fire HD 7 | Bild: Amazon.de
Kindle Fire HD 7 | Bild: Amazon.de

Für grafisch besonders anspruchsvolle Spiele nicht zu empfehlen

Grafisch anspruchsvolle Spiele laufen auf dem neuen Kindle Fire HD, aber bei schnellen Bewegungen während einzelner Spiele sind uns minimale Verzögerungen aufgefallen. Diese Verzögerungen führen dazu, dass man zum Beispiel nicht so zeitnah auf Ereignisse im Spiel reagieren kann. Dadurch wird man etwa beim Actionspiel „Indestructible“ vom Gegner öfter erwischt, da das eigene Auto wegen der Verzögerung später auf Steuerbefehle reagiert als geplant.

Die technischen Möglichkeiten des Tablets sind wegen seines Dualcore-Prozessors im Spielebereich ein wenig begrenzt, aber bekannte Spieletitel wie die Apps aus der „Angry Birds“-Reihe laufen ebenso flüssig wie das Strategiespiel „Plague“. Nur bei grafisch besonders aufwändigen Titeln waren wir nicht völlig mit dem günstigen Kindle Fire HD zufrieden. Die längere Ladezeit beim Start dieser Apps störte uns hingegen so gut wie gar nicht.

Für die meisten Spiele gut geeignet

Bei einfach aufgebauten Titeln wie „Wer wird Millionär?“ oder „Angry Birds“ konnten wir keine vergleichbaren Probleme feststellen. So leistungsstarke Hardware wie Tablet-Modelle aus der Oberklasse, die deutlich mehr kosten, befindet sich im preiswerten Kindle Fire HD nicht. Wer überwiegend Spieletitel mit einfacher und mittlerer Grafikqualität nutzt, muss ich keine Sorgen machen. Zum Spielen actionreicher Games mit detaillierter Grafik eignet sich das neue Kindle Fire HD 7 indes nur bedingt. Das Kindle Fire HDX 7, welches aktuell noch zum reduzierten Preis von 199 Euro verkauft wird, ist dafür klar die bessere Wahl.

Übrigens: Handelt es sich um ein Spiel mit Punktzahlen, so kann man seine Ergebnisse öffentlich im Amazon Gamecircle mitteilen. Ein Spiel kann so jederzeit mit dem letzten Spielstand und bei der aktuellen Punktzahl fortgesetzt werden.

Von Hause aus können mit Kindle Fire Tablets zwar keine Spiele aus Google Play geladen werden, aber Amazon hat seinen eigenen App-Shop inzwischen schon gut ausgebaut. Im Amazon App-Shop gab es zum Zeitpunkt unseres Tests insgesamt knapp 33.900 Gaming-Apps zur Auswahl, die teilweise kostenpflichtig und teilweise gratis waren. Regelmäßig werden sogar Toptitel gratis oder stark verbilligt angeboten. Auf Sonderangebote zu achten, lohnt sich in diesem Fall.

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