Digitale Kopien von Kaufvideos sind oft nur eingeschränkt nutzbar

Die Idee ist gut: Wer Spielfilme oder TV-Serien auf einem physischen Speichermedium erwirbt, erhält immer öfter eine Art digitale Kopie als Dreingabe. So lassen sich die ehrlich gekauften Videos flexibler nutzen.

Leider handelt es sich bei dem, was man in digitaler Form erhält, selten um vollwertige Kopien, denn es gibt mal mehr, mal weniger Einschränkungen. Das ist ärgerlich, weil das ja nur die ehrlichen Käufer trifft. Wer sich dagegen illegale Kopien besorgt, hat unter den Einschränkungen durch Kopierschutzmaßnahmen nicht zu leiden. Im Alltag finden Mediennutzer so immer wieder Hürden, die ihnen das Ansehen der bezahlten Inhalte erschweren. Insofern stellt sich die Frage, ob sich Kaufvideos überhaupt noch lohnen oder ob man nicht gleich auf Video-on-Demand-Angebote ausweichen sollte, bei denen man von vornherein nur für bestimmte Nutzungsmöglichkeiten zahlt.

Das Thema digitale Kopien von Kaufvideos wird in der neuen Ausgabe der „AndroidWelt“ behandelt. Dazu erfahren wir in der Presseinfo:

>>Ähnlich wie bei Musiktiteln erhalten auch Käufer von Filmen oder TV-Serien auf DVD oder Bluray-Disc beim Online-Kauf immer häufiger digitale Kopien der Titel dazu. Die Filmdateien erhalten Kunden dabei entweder auf einer zusätzlichen Disc mitgeliefert oder können sich diese über einen Code herunterladen. Allerdings handelt es sich dabei fast nie um eine vollwertige Kopie des Films. Darauf weist das Magazin „AndroidWelt“ in seiner aktuellen Ausgabe (1/2014) hin. Speziell bei Filmen auf Bluray-Disc ist die digitale Kopie oft von minderer Qualität. Darüber hinaus kritisiert die Redaktion, dass Nutzer der Digital-Kopien teils erhebliche Einschränkungen in Sachen Kopierschutz in Kauf nehmen müssen, obwohl die aktuellsten Bluray-Titel zum Teil bis zu 40 Euro kosten.

Diese Einschränkungen bestehen laut „AndroidWelt“ zum Beispiel darin, dass Videos über IP-Erkennung nur aus bestimmten Ländern heruntergeladen werden können. Zudem weist manche „Digital Copy“ einen Zeitstempel auf, der den Download nur innerhalb eines festgelegten Zeitraums erlaubt. Nach Ablauf dieser Frist haben Käufer keinen Anspruch mehr auf die Filmdatei. Auch nach dem versehentlichen Löschen eines bereits heruntergeladenen Films besteht kaum Aussicht auf kostenfreien Ersatz. Die Entscheidung darüber, was genau Nutzer mit den digitalen Kopien ihrer gekauften Filme machen dürfen, liegt allein bei den jeweiligen Filmstudios. Interessierte Käufer sollten sich daher vor dem Kauf eines Films mit Digital-Kopie beim Händler oder direkt auf den Websites der Filmstudios über mögliche Restriktionen informieren.<<

Übrigens: Diese Ausgabe der „AndroidWelt“ gibt es nicht nur gedruckt, sondern außerdem als „PC-WELT Magazin-App“ (www.pcwelt.de/magazinapp) für iPad/iPhone, Android, Windows 8.1 und Windows Phone 8.

 

 

Über Oliver Springer 356 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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