Jabber-Messenger jTalk im Test

Der kostenlose Messenger jTalk arbeitet mit dem Jabber-Protokoll (XMPP) und wurde von den Entwicklern offenbar auf Einfachheit ausgelegt.  Das Programm wurde zum Zeitpunkt unseres Tests erst zwischen 5.000 und bis 10.000 Mal aus Gogle Play heruntergeladen und ist daher bislang nur wenig verbreitet.

Anscheinend ist die App nur für Android OS erhältlich. Zur Nutzung von jTalk sollte mindestens Android 2.1 auf dem Smartphone bzw. Tablet installiert sein. Wir haben jTalk auf dem Acer Cloudmobile S500 Smartphone getestet.

Screenshot: jTalk - Chat
Screenshot: jTalk – Chat

Benutzeroberfläche und Bedienung

Der Entwickler Igor V Ustyugov hat bei der Programmierung von jTalk auf einen einfachen Aufbau geachtet. Zusammen mit der Schnelligkeit der App wirkt sich das positiv auf unseren ersten Eindruck im Test aus. Die Benutzeroberfläche ist in englischer Sprache gehalten bietet einen weißen Hintergrund. Diese App wirkt etwas schlicht, aber für manchen User, der nur einen SMS-Ersatz sucht, mag diese Einfachheit gerade ansprechend wirken.

Der Header zeigt ein kleines Logo und direkt daneben den eigenen Onlinestatus. Neben dem „Kontakte-Symbol befindet sich der Bearbeiten-Button, welcher nach dem Klick eine umfassende Optionenauswahl anzeigt. Die Einrichtung bei jTalk erfolgt, indem auf Accounts und dann in dem anschließenden Fenster auf das Pluszeichen-Symbol geklickt wird. Nun müssen dort der Benutzername und das Passwort des jeweiligen Dienstes eingegeben werden. Nach dem Jabber- bzw. XMPP-Protokoll arbeitet ja nicht nur ein bestimmer Instant Messaging Service, vielmehr kann jeder entsprechende Server betreiben. Wir haben einen GMX-Account verwendet. Der E-Mail-Anbieter ermöglicht schon seit Jahren die Nutzung von Jabber-Messengern mit den eigenen Account-Daten. Nachdem der Account in der App eingerichtet ist, erfolgt ein Onlinestart durch Klick auf den Off-Button neben dem Account-Namen.

Screenshot: jTalk - Chatten
Screenshot: jTalk – Chatten

Chatten mit jTalk

Ein Chat wird bei jTalk gestartet, indem ein Kontakt hinzugefügt und anschließend auf den Kontakt-Namen geklickt wird. Das Fenster ist dreigeteilt, oben im Header steht der Name des Chatpartners, in der Mitte werden die Nachrichten aufgelistet und im Footer wird der gewünschte Text eingegeben. Der Bearbeiten-Button erlaubt es unter dem Punkt „Send File“, auch Dateien oder Bilder zu senden, was bei unserem Test allerdings nicht klappte, an uns lag es beim Testen wohl nicht. Es steht eine kleine Auswahl Emoticons (Smileys) zur Auswahl, die direkt über das Gesicht-Icon neben dem Kontakt-Namen abrufbar sind. Die eingetragenen Textnachrichten werden schnell übertragen, eine Verzögerung konnten wir im Test nicht bemerken, Fehler ebenfalls nicht.

Fazit im jTalk-Test

Die Messenger-App jTalk überzeugt uns durch ihre Schlichtheit und den Fokus auf die reine Textkommunikation. Luxus wie lustige Animationen oder Videoversand bietet diese App nicht. Das erleichtert zumindest die Bedienung. Immerhin: Die App kann mit Templates den eigenen Wünschen angepasst werden, aber diese Funktion dürfte vorerst nur für Entwickler interessant sein. Wer eine einfache Messenger-App sucht und auf so umfangreiche Funktionen beim Marktführer WhatsApp nicht angewiesen ist, sollte sich jTalk als Alternative mal anschauen. Als SMS-Ersatz ist die hier getestete App jedenfalls geeignet.

 

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