Arbeiten im Homeoffice – Ablenkungen sind für viele ein Problem

Ich persönlich bin sehr zufrieden damit, als Blogger zu Hause am eigenen Schreibtisch arbeiten zu können. Im Homeoffice kann ich für gute Arbeitsbedingungen sorgen und Störungen minimieren. Mit veralteter Hardware oder Software oder ähnlichen Beschränkungen bin ich im Homeoffice nicht belastet, nur die Nachbarn könnten noch etwas ruhiger sein.

Im Vergleich mit einem normalen Büroarbeitsplatz herrscht an meinem Arbeitsplatz zu Hause allerdings Ruhe wie auf einer einsamen Insel. Das heißt nicht, dass es gar keine Ablenkungen gäbe, aber die in den Griff zu bekommen, ist gar nicht so schwierig. So gute Arbeitsbedingungen hat natürlich nicht jeder an seinem Arbeitsplatz zu Hause. Manches könnten Betroffene leicht ändern, aber vor allem wenn andere Familienmitglieder – insbesondere Kinder oder Jugendliche – zu den eigenen Arbeitszeiten zu Hause sind, lassen sich Ablenkungen oft nur teilweise beseitigen. Anders als Probleme wie ein unzureichender Internetzugang oder fehlende technische Geräte wie Drucker oder Kopierer lassen sich Ablenkungen nicht für wenig Geld aus der Welt schaffen.

Statt zu Hause zu arbeiten, bietet sich als Alternative die Arbeit in einem sogenannten Business Center an. Dort lassen sich professionell ausgestattete Büroräume auch flexibel nach Bedarf nutzen. Einer der großen Anbieter in dieser Branche ist Regus. Das Unternehmen hat – natürlich nicht ohne eigene Interessen, das sollte man beim Blick auf die Ergebnisse nicht vergessen – vor Kurzem eine Studie zum Arbeiten im Homeoffice durchgeführt.

Zu den Ergebnissen lesen wir in einer Pressemitteilung:

>>Auf den ersten Blick scheint das Homeoffice eine bequeme Lösung zu sein: vom Bett direkt an den Schreibtisch, keine unbequeme Business-Kleidung und kein Gedränge in der U-Bahn. So fallen für Mitarbeiter die Pendelzeiten weg und sie können mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Doch der Traum von der Unabhängigkeit hat auch seine Schattenseiten. In einer aktuellen Studie hat Regus (www.regus.de), der weltweit größte Anbieter flexibler Arbeitsplatzlösungen, das Arbeitsmodell „Homeoffice“ untersucht, welche Herausforderungen das Arbeiten am heimischen Schreibtisch mit sich bringen kann. Dazu wurden über 24.000 Berufstätige aus 90 Ländern befragt.

Konzentrationsschwäche als Hindernis

Für einige Mitarbeiter trifft es sicher zu, dass sie zuhause viel effektiver arbeiten können. Sie sind in ihrer gewohnten Umgebung leistungsfähiger als etwa in einem Großraumbüro. Aber das gilt nicht für jeden Arbeitnehmer. Die meisten „Home Worker“ haben nach der Studie vor allem ein Problem: die Konzentration. Jeder zweite deutsche Arbeitnehmer, der seinen Job abseits des Unternehmensbüros erledigt, klagt über Konzentrationsschwächen. Dabei werden 73 Prozent der Befragten regelmäßig von ihrer Familie abgelenkt.

Und das sind nicht die einzigen Herausforderungen. Jeder fünfte deutsche Befragte klagt über Haltungsschäden, verursacht durch schlechte Sitzgelegenheiten in ihren oft improvisierten Büros. Das kann im schlimmsten Fall zu chronischen Schmerzen führen. 25 Prozent der deutschen Home Worker sind mit ihrer unprofessionellen bzw. fehlenden Büroausstattung unzufrieden. Schlechte Internetverbindungen und störende Haustiere sind weitere Gründe für die schwankende Produktivität bei der Arbeit im Homeoffice.

Im Homeoffice kann nicht jeder professionell arbeiten

„Zuhause zu arbeiten kann die Konzentration und Produktivität beeinträchtigen“, kommentiert Michael Barth, Deutschland-Geschäftsführer von Regus. „Mitarbeiter sind normalerweise sehr dafür, flexible Arbeitsmethoden zu nutzen. Es gibt ihnen die Möglichkeit, Pendelzeiten zu vermeiden und sich die Zeit so einzuteilen, wie es ihnen persönlich am besten passt. Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen allerdings: am Besten ist es, nicht im eigenen zuhause zu arbeiten, sondern in einem professionellen Umfeld, das sich in der Nähe befindet und flexibel genutzt werden kann. So hat der Mitarbeiter die Vorteile der örtlichen Flexibilität, vermeidet aber die Nachteile des Homeoffice. Ablenkung durch die Familie gibt es keine, der Arbeitsplatz ist optimal ausgestattet und Kunden können professionell empfangen werden.“

Die Ergebnisse in der Übersicht

Die größten Hemmnisse beim Home Working für deutsche Berufstätige sind:

  • Ablenkung durch Kinder und andere Familienmitglieder (73 Prozent)
  • Kein Zugriff auf Geschäftsdaten und -unterlagen (26 Prozent)
  • Störende Geräusche wie Wasch- oder Spülmaschine, Türklingel (26 Prozent)
  • Fehlende Büroausstattung wie Drucker, Kopierer oder Faxgerät (25 Prozent)
  • Langsame Internetverbindung (24 Prozent)

Im weltweiten Vergleich dagegen gaben nur 59 Prozent der Befragten an, die Kinderbetreuung sei das Hauptproblem bei der Arbeit zuhause. Darauf folgten mit 43 Prozent Konzentrationsschwierigkeiten und mit 39 Prozent schließlich Familienangehörige, die die eigenen Arbeitsabläufe unterbrechen.

„Zuhause zu arbeiten erfreut sich steigender Popularität. Aber je mehr Menschen es ausprobieren, desto mehr kommen auch die Nachteile des Home Working zum Vorschein“, fasst Barth die Ergebnisse der Studie zusammen. „Es ist nicht immer leicht, die privaten Bedürfnisse an die berufliche Aktivität zuhause anzupassen. Zusätzlich zu den Ergebnissen unserer Umfrage gibt es Berichte, wonach Home Worker sich isoliert fühlen und unter zu wenig Sozialkontakten während des Alltags leiden. In flexibel nutzbaren, professionellen Arbeitsumgebungen schließen sie entweder neue Bekanntschaften oder treffen gegebenenfalls Kollegen aus dem eigenen Unternehmen. Besorgniserregend finde ich die Tatsache, dass fast jeder Fünfte unserer befragten Home Worker über eine schlechte Sitzposition aufgrund unprofessioneller Einrichtung klagt. Alles in allem zeigt unsere Umfrage, dass Home Working nicht die beste Art ist, um flexibel zu arbeiten.“

Methodologie der Studie

Über 24.000 berufstätige Personen aus der weltweiten Regus-Kundendatenbank wurden im September 2012 befragt. Die Regus-Datenbank umfasst über 1 Mio. Kunden, hauptsächlich Führungskräfte und Unternehmer aus der ganzen Welt. Die Befragten wurden um ihre Meinung gebeten, was die größten Herausforderungen beim Home Working seien. Die Umfrage wurde von MindMetre durchgeführt, einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen: www.mindmetre.com.<<

Über Oliver Springer 351 Artikel

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik …

Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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