Gute Vorsätze allein helfen nicht

Vom ersten Monat des neuen Jahres ist die erste Hälfte schon vorbei. Manche Menschen haben den Jahreswechsel dazu genutzt, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Andere haben es bei ihren guten Vorsätzen belassen.

Wer seine guten Vorsätze für 2011 jetzt bereits vergessen hat, ist vielleicht besser dran als diejenigen, die sich voll des schlechten Gewissens noch daran erinnern können. Am besten ist es natürlich, seine Pläne in die Tat umzusetzen. Das fällt vielen Menschen aus ganz menschlichen Gründen schwer. Mit den richtigen Tipps fällt es leichter, Worten Taten folgen zu lassen. Ist man erst einmal auf Kurs, geht es leichter voran. Unsere Gewohnheiten können uns zwar im Weg stehen, aber Gewohnheiten können uns auch auf Kurs halten. Wir können die Macht der Gewohnheit zu unserem Vorteil nutzen. Daneben ist Motivation entscheidend. Mit purer Willenskraft alleine ist zwar vieles möglich, doch macht man sich das Leben dann unnötig schwer.

Tipps, wie es mit den guten Vorsätzen für 2011 klappen kann, hat die Techniker Krankenkasse:

>>Für viele Menschen ist der Jahreswechsel die Gelegenheit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, darüber nachzudenken, was gut, was weniger gut war und was 2011 anders werden soll. Sie starten mit guten Vorsätzen wie „mehr bewegen, gesünder essen, weniger arbeiten oder weniger Geld ausgeben“ in das neue Jahr. Oftmals schmilzt aber spätestens mit dem letzten Schnee auch die Motivation, und der innere Schweinehund behält bis zum nächsten Jahreswechsel die Oberhand. Menschen, denen es nicht an Zielen, sondern an der Motivation mangelt, bietet die Techniker Krankenkasse (TK) Unterstützung an.

Dr. Nicole Knaack, Gesundheitsexpertin bei der TK: „Ein großer Teil der heutigen Zivilisationskrankheiten ist mit einer gesünderen Lebensweise vermeidbar. Die meisten Menschen wissen das auch, ändern ihren Lebensstil aber dennoch nicht, weil es an Motivation fehlt. Die Eigen-Motivation ist aber die wichtigste Voraussetzung, um langfristig – und vor allem nachhaltig – etwas zu ändern.“ Eine Bewegungsstudie des F.A.Z.-Instituts im Auftrag der TK zeigt, dass 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mangelnde Motivation als Hauptgrund sehen, warum sie sich nicht mehr bewegen. „Viele Menschen fühlen sich motiviert, und dennoch gelingt es ihnen nicht, das Vorgenommene auch in die Tat umzusetzen“, erklärt Knaack. „Es mangelt ihnen nicht an Motiven, sondern an Willenskraft, der so genannten Volition.“ Ohne diesen Willen kann ein Vorsatz nicht in die Tat umgesetzt werden, denn dann geht die Motivation schnell verloren, wenn sich der innere Schweinehund meldet.

Ob Motivation oder Volition – beides kann man lernen und trainieren. Und dafür hat die TK-Expertin einige Tipps parat: „Wichtig ist, dass man erst einmal seine eigenen Ziele definiert“, so Knaack. „Wer nur die Erwartungen anderer erfüllt, wird wenig erfolgreich sein.“ Die Ziele können individuell sehr verschieden sein. Frauen möchten oftmals abnehmen, um wieder in die Lieblings-Jeans zu passen, Raucher dem Glimmstengel entsagen, um besser Luft zu bekommen und Geld für andere schöne Sachen übrig zu haben, Patienten, die bereits an chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes leiden, möchten mehr Lebensqualität. Auch ausgeglichener oder beweglicher zu werden, können Gesundheitsziele sein. Auch von Rückschlägen sollte man sich nicht zurückwerfen lassen. Reinhold Messner ist mehrfach wieder vom Berg gestiegen bis er seinen ersten Achttausender bezwungen hat. Damit aus guten Vorsätzen Gewohnheiten werden, empfiehlt die TK, die Ziele an den eigenen Interessen auszurichten. Wer nicht gern läuft, aus dem wird im Winter bei Kälte und Dunkelheit kaum ein Jogger. Aber vielleicht ist Badminton mit Freunden eine Alternative? Zudem sollte man sich Jokertage gönnen, an denen man das Training auch mal schwänzen darf. Auch Trainingsgruppen, Online-Coaches oder Smartphone-Applikationen, die Trainings- oder Abnehmerfolge dokumentieren, können unterstützen.

„Wichtig ist, die schwierige Anfangszeit durchzustehen, in der man sich an die neuen Spielregeln gewöhnt. Im Idealfall wird nach wenigen Wochen aus der Pflichtübung ein Bedürfnis. Bis dahin braucht man Willenskraft, um den inneren Schweinehund im Zaum zu halten“, erklärt Knaack. Und wenn man irgendwann gar nicht mehr darüber nachdenkt, ob man sich überwindet oder nicht, dann ist man über den Berg.“

Weitere Tipps zur Motivation bietet das kostenlose TK-Trainingspaket „Hoch motiviert“, das neben der Broschüre Motivation auch ein Trainingsbuch und eine DVD enthält. Unter www.tk.de gibt es zudem einen Online-Motivations-Coach, der hilft, am Ball zu bleiben.<<

Über Oliver Springer 351 Artikel

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik …

Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

1 Kommentar

  1. Guter Bericht!
    Das A&O ist in der Tat die Willenskraft.

    Da gibt es eine wahre Geschichte:
    Ein Frau fährt auf einen Bahnübergang – ihr Auto bleibt stehen, warum auch immer.
    Ihr Baby ist auch noch im Wagen.
    Dann auf einmal sieht sie, das eine Eisenbahn kommt.

    Anstatt das Baby aus dem Auto zu nehmen, scheibt sie das gesamte Auto in kürzester Zeit von den Schienen runter.

    Hier war die Willenskrakft, das Baby zu retten so groß, das sie ihr unglaubliche Kraft verlieh!

    Nur zu dem Thema „WILLENSKRAFT“ – das ist ein ungeheure Macht – darf man niemals unterschätzen!

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