Gute Vorsätze? Jahresplan!

Wie steht es mit Deinen guten Vorsätzen für 2009? Gute Vorsätze haben keinen guten Ruf, werden sie doch oft schnell gebrochen bzw. gar nicht erst in die Tat umgesetzt.

Das Ablegen schlechter Gewohnheiten oder das Einüben guter Gewohnheiten ist selten leicht, das liegt an der menschlichen Natur. Meist werden Veränderungen jedoch mehr herbeigewünscht, anstatt sie planvoll und konsequent vorzubereiten.

Mehr Professionalität bei der Planung der eigenen Zukunft würde die Erfolgschancen hinsichtlich der gewünschten Veränderungen deutlich verbessern. Das ist vielen Menschen schon zu viel Aufwand. Wer bereits die Mühe scheut, zielgerichtet einen Nachmittag über seine Zukunft nachzudenken, wird es selten schaffen, schlechte Angewohnheiten abzulegen, denn dafür ist weit mehr Überwindung und Disziplin notwendig.

Statt guter Vorsätze empfehle ich, einen Jahresplan aufzustellen. Meinen eigenen Jahresplan für 2009 habe ich an Silvester fertig gestellt. Fertig im Sinne von „wird nicht mehr verändert“ ist ein Jahresplan jedoch nie. Und obwohl ich es für sehr sinnvoll halte, bereits mit einem Plan in das neue Jahr zu starten, ist es für langfristige Planung nie zu spät.

Besonders geeignet sind jedoch Zeiten, in denen man von anderen Menschen und durch Arbeit weniger in Anspruch genommen wird: die Tage nach Weihnachten oder die Zeit, wenn in vielen Bereichen Sommerpause ist.

Bevor ich den neuen Jahresplan aufstelle, blicke ich auf das abgelaufene Jahr zurück, erstelle ich eine Jahresbilanz. Das ist die beste Vorbereitung, um das neue Jahr zu planen, denn zu wissen, wo man steht, die Ergebnisse bei der Zielerreichung schwarz auf weiß zu sehen, ist eine gute Ausgangsbasis, um für die Zukunft zu planen.

Im Gegensatz zu den üblichen „guten Vorsätzen“ erfolgt die Zielsetzung dabei nicht isoliert, sondern im Zusammenhang. Ein guter Jahresplan berücksichtigt alle Lebensbereiche. Es ist sinnvoll, sich hier vor der konkreten Planung eine Einteilung zu überlegen. Mögliche Lebens- und somit Planungsbereiche sind Gesundheit, soziale Kontakte, Arbeit, Freizeit, Selbstmanagement, Bildung. Ein extra Bereich für alles, was sich sonst nicht zuordnen lässt, sorgt dafür, dass man nicht zu viele Oberbereiche benötigt und dennoch nichts unberücksichtigt bleibt.

Hier kommt es darauf an, eine für die eigene Lebenssituation passende Einteilung zu finden. Unter Gesundheit lässt sich auf der nächsten Ebene Sport zuordnen. Oder man packt die eigenen sportlichen Aktivitäten zu Freizeit.

Meist wird man keine dritte Ebene benötigen. Ein Jahresplan soll ja keine Detailplanung für alle Aktivitäten des Jahres werden. Übt jemand zwei verschiedene Sportarten aus, könnte die Ordnung wie folgt aussehen: Ganz oben steht Gesundheit, in der zweiten Ebene Sport und in der dritten Ebene Sportart A und Sportart B.

Meiner Erfahrung nach benötigt man jeweils nur sehr wenige Sätze, um klar zu sagen, was man will und gegebenenfalls, was man dafür zu tun gedenkt. Noch einmal: Detailplanung gehört nicht in den Jahresplan. Ist weitergehende Planung erforderlich, sollte diese separat erfolgen. Im Jahresplan kann dann z. B. stehen: „Dafür stelle ich bis zum 1. März einen Aktionsplan auf.“ Nun am besten gleich dafür im Kalender einen festen Termin dafür reservieren!

Ein großer Vorteil von Jahresplänen gegenüber bloßen „guten Vorsätzen“ aus der Silvesternacht ist, dass nicht alles ab dem 1. Januar „fällig“ ist. Wer das Rauchen aufgeben, abnehmen und Sport treiben und etwa noch eine neue Fremdsprache lernen möchte, ist gut beraten, nicht alles auf einmal anzugehen – selbst wenn er eigentlich schon seit Jahren alles erreicht haben wollte.

Im Rahmen eines Jahresplans, der alle Lebensbereiche – den ganzen Menschen – umfasst, lassen sich die eigenen Ziele besser aufeinander abstimmen. Eine Umstellung auf eine gesündere Ernährung lässt sich während einer Urlaubswoche, die zuhause verbracht wird, besser beginnen als in der Woche, in der eine wichtige Prüfung ansteht.

Das schließt nicht aus, den Schwung des Jahreswechsels zu nutzen, um gleich voller Entschlossenheit ein paar Dinge zu ändern. Nur nicht übertreiben! Im Laufe eines Jahres lässt sich sehr viel erreichen.

Über Oliver Springer 349 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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