Wege aus dem Burnout (Rezension)

Der Autor Jörg-Peter Schröder beschreibt in seinem Ratgeber „Wege aus dem Burnout“ Möglichkeiten, wie man sein Verhalten ändern kann, um der Burnout-Falle zu entkommen.

Als Titel aus der Reihe Pocket Business im Verlag Cornelsen bietet das Buch kompakt aufbereitete Informationen in übersichtlicher Darstellung. Die Checklisten, Schaubilder und besonders die Zusammenfassungen vereinfachen den Zugang und bieten die Möglichkeit, sich später das Wesentliche erneut anzusehen.

Auf rund 130 Seiten in einem besonders kleinen Taschenbuchformat erhält der Leser eine sehr gute Mischung aus Basiswissen und Anleitungen zum Thema Burnout. Der Leser lernt die Ursachen und Hintergründe kennen und kann so besser prüfen, wie Burnout-gefährdet er selbst ist.

Jörg-Peter Schröder setzt für die Erarbeitung des persönlichen Auswegs aus dem Burnout auf ein Sechs-Phasen-Modell bestehend aus Entlastung, Enttäuschung, Entdeckung, Entscheidung, Entfaltung und Entspannung. Dabei setzt er nicht auf ein Patentrezept, das strikt befolgt werden müsste, sondern betont stets die Anpassung aller Maßnahmen und Möglichkeiten an die individuelle Persönlichkeit.

Wie das Sechs-Phasen-Modell andeutet, ist Burnout ein komplexes Phänomen, bei dem auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden sollte, um nicht allein Symptome zu lindern, sondern durch veränderte Einstellungen, Denk- und Verhaltensmuster eine dauerhafte positive Veränderung im Leben herbeizuführen. Wesentliche Aspekte sind zudem die Förderung der eigenen Gesundheit und Präventionsmaßnahmen.

Trotz der Kürze des Buches ist Jörg-Peter Schröder eine motivierende, verständnisvolle Ansprache des Lesers gelungen. Hier schlägt sich wohl die jahrelange Coaching-Erfahrung nieder.
Das scheint ebenso der Fall zu sein bei der gelegentlich problematischen Wortwahl: Bedenkt man, dass von Burnout gerade Menschen betroffen sein dürften, die Begriffen wie „körperorientierte Prozessarbeit“, „tiefes Andocken an den eigenen Kern“, „Kontakt zur eigenen Tiefe“, „Befreiung des eigenen Seins“, „Work-Life-Integration“ ein gewisses Misstrauen mitbringen dürften.

Insgesamt hält sich Jörg-Peter Schröder in dieser Hinsicht indes zurück und schreibt sehr gut verständlich und eingängig. Die klaren Worte und ein Stil, der nicht den Eindruck erweckt, noch mehr Vorschriften zu bekommen (gerade für Burnout-Betroffene wichtig), machen „Wege aus dem Burnout“ zu einem gelungenen Ratgeber, zu dem man gerne greift.

Über Oliver Springer 350 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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