Einsparungen für mehr Lebensqualität

Das Wort Einsparungen hat keinen guten Klang. Es klingt nach unfreiwilligem Verzicht, der einem von anderen aufgenötigt wird. Einsparungen und Kürzungen im privaten Lebensbereich können jedoch zweifach zu mehr Lebensqualität führen.

Sparen zu müssen, ist in der Tat unerfreulich. Sparen zu können, kann befreiend wirken, wenn Du Dein Leben dabei vereinfachen kannst.

Es lohnt sich, alle Ausgaben, vor allem die regelmäßigen, der Reihe nach darauf zu prüfen, wie groß der Nutzen davon aktuell (noch?) ist. Prüfkandidaten sind etwa Abonnements für Zeitschriften oder Onlinedienste, Mitgliedschaften, unpassende Handytarife, aber auch Dinge, die häufig im Einkaufswagen landen, ohne vorher auf Deinem Einkaufszettel gestanden zu haben.

Für sich genommen wird es sich in vielen Fällen nicht lohnen, auf etwas zu verzichten. Ein Euro hier, zwei Euro dort, reich wird man damit selbst auf lange Sicht nicht. Kannst Du dagegen mehrere Kleinigkeiten einsparen, solltest Du den Verzicht ernsthaft prüfen.

Schon zehn gesparte Euro im Monat bringen Dir aufs Jahr gerechnet 60 €, für die Du Dir etwas gönnen kannst, was Dir mehr bringt: eine gute Webcam, zwei Bücher, neue Lautsprecher für Deinen Computer, einen MP3-Player, eine Wetterstation, eine Kaffeemaschine, Software… Vielleicht sind es jedoch gerade solche etwas teureren Dinge, die Du kaufst, ohne sie zu benötigen und Du hättest mehr davon, einmal pro Woche auf dem Nachhauseweg einen Coffee to go zu holen.

Prüfe, was Dir Freude, Genuss, Glücksgefühle oder einen handfesten Vorteil bringt und schichte Deine Ausgaben entsprechend um! Möglicherweise sparst Du unter dem Strich sogar noch ein wenig Geld.

Der zweite Aspekt des Einsparens ist: Ausgaben sind nicht allein eine Belastung finanzieller Natur. Die Zeitschrift, die jeden Monat im Briefkasten liegt, in der Du sehr selten liest, liegt nicht nur herum; ihr Anblick löst ein schlechtes Gewissen aus. Ein Stapel ungelesener Zeitschriften neben dem Couchtisch zeigt Dir, dass Du in unserem Leben hinterherhinkst.

Ein Fitnessgerät, auf dem sich nur der Staub sammelt, verbessert nicht Dein Wohlbefinden. Verkauf es und gönne Dir von dem Geld Massagen! Für Deine Gesundheit ist das allemal besser als die tägliche Negativ-Botschaft, die Du beim Anblick des Geräts von Deinem Gewissen erhältst. Du möchtest doch eigentlich zweimal die Woche damit trainieren? Dann Du es! Triff eine Entscheidung für die eine oder andere Möglichkeit!

Jede klare Entscheidung vereinfacht Dein Leben. Jede aufgeschobene Entscheidung verkompliziert es, ist Ballast, den Du loswerden solltest. Spar Dir, was Du nicht brauchst, das gilt für alle Lebensbereiche. Spare für mehr Genuss!

Über Oliver Springer 351 Artikel

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik …

Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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