Dieses Jahr „Ach, hätte ich doch!“ vermeiden

Die berühmte Frage von Stephen R. Covey, wie viele Menschen sich wohl am Ende ihres Lebens auf dem Sterbebett wünschen, sie hätten mehr Zeit im Büro oder vor dem Fernseher verbracht, ist ein guter Ausgangspunkt, um darüber nachzudenken, was einem im Leben wichtig ist und wofür man sich folglich viel Zeit nehmen sollte.

Bis an das Ende des Lebens möchte ich heute nicht schauen. Nehmen wir die einfachere, billigere Lösung und blicken auf das vorige Jahr zurück, denn das ist für den Anfang leichter zu handhaben.

Vervollständige bitte den Satz „Ach, hätte ich voriges Jahr bloß…“. Wenn Dir mehr als ein Ende einfällt, notiere erst alles und gewichte es anschließend. Mit dem Abstand, den Du inzwischen hast, siehst Du die Dinge klarer. Im Rückblick ist leichter zu erkennen, was Du hättest besser machen können.

Es ist aber auch leichter, die Sache objektiv zu betrachten, weil Stress, Müdigkeit, Ablenkungen und Versuchungen und andere Einflüsse, die dem konkreten Handeln in konkreten Situationen entgegenstanden, die Beurteilung jetzt nicht mehr stören können. Es hat also nicht bloß damit zu tun, dass man hinterher immer klüger ist.

Deshalb lohnt es sich besonders in Zeiten, in denen man voll in einer Arbeit / einem Projekt steckt, Abstand zu gewinnen. Neben unserer Gesundheit dient das auch einem klareren Blick: auf die jeweilige Arbeit / das jeweilige Projekt und auch dafür, ob wir unsere Prioritäten richtig gesetzt haben.

Wenn man voll bei der Sache ist, stellt man das, was man gerade tut, nicht infrage. Das ist gut, wenn wir auf dem richtigen Weg sind, schlecht wenn wir dabei das vernachlässigen, was uns letztlich wirklich wichtig ist. Das können – auf dem Sterbebett sind wir ja noch nicht angelangt – auch berufliche Ziele und eigene Projekte sein, mit der wir in unsere Zukunft investieren.

Ob wir unseren Jahresplan erfüllt haben, sollten wir daher nicht erst am Jahresende überprüfen. Unsere wichtigsten Ziele sollten wir stets im Blick haben, um sie nicht aus den Augen zu verlieren.

Konkret kann das bedeuten, vor dem Aufstellen des Tagesplans einen Blick in den Jahresplan zu werfen. Jedes Mal alles zu lesen, würde uns das Leben nicht einfacher machen. Die komplette Durchsicht ist etwas für die Auszeiten. Als Einstimmung für die Planung kann schon 1 Minute mit dem Jahresplan wertvolle Impulse geben.

Über Oliver Springer 351 Artikel

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik …

Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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