Wann ist der beste Zeitpunkt für die Tagesplanung?

„Hauptsache einen Tag vorher“, das ist die kurze Antwort. Ist der Tag schon strukturiert, wenn wir ihn morgens beginnen, können wir zielgerichteter und mit weniger innerem Widerstand beginnen.

Wem wie mir die Planung Freude bereitet, mag einwenden, dass er direkt nach der Tagesplanung besonders motiviert ist und deshalb die Planung als Einstimmung und Motivationsbringer morgens am besten aufgehoben ist. Für diejenigen, für die das gut funktioniert, ist das wunderbar. Sie sollten so weitermachen.

Die meisten Menschen profitieren indes davon, zu Beginn des Tages nicht erst darüber nachdenken zu müssen, was sie heute tun könnten. Besonders wenn einige unangenehme Aufgaben anstehen, besteht die Gefahr, statt eines Motivations- eher einen Frustschub zu bekommen oder – meist noch schlimmer – die Sache erstmal zu verschieben, auf irgendwann.

Steht die unangenehme Sache jedoch bereits im Plan, dann fällt es den meisten von uns leichter, sich damit abzufinden, dass sie heute eben ansteht.

Außerdem kann, wer erstmal mit der Planung beginnen muss, nicht gleich eine der Hauptaufgaben des Tages angehen, was jedoch sehr zu empfehlen ist.

Neben dem guten Gefühl, in etwa zu wissen, was heute auf einen zukommt, entgeht dem heute-für-heute-Planer auch die Möglichkeit, sein Unterbewusstsein schon einmal etwas vorbereiten zu lassen. Wer kennt nicht das klassische „Ich hab da schon mal was vorbereitet“ aus Kochsendungen im Fernsehen? Was schon vorbereitet ist, spart Zeit, wenn es drauf ankommt. Unser Unterbewusstsein kann die Zeit nutzen und weiterarbeiten, während wir uns erholen. Am nächsten Tag fangen wir dann nicht bei Null an und sind auch emotional schon vorbereitet.

Ob wir kurz vor Feierabend im Büro, vor dem Einschlafen, nach dem Abendbrot oder auf dem Nachhauseweg den kommenden Tag planen sollten, hängt auch von den persönlichen Umständen ab. Empfehlenswert ist, die Tagesplanung vor dem Beginn der eigentlichen Freizeit und Erholungszeit am Abend hinter sich lassen zu können, um rechtzeitig an dem Punkt sein zu können, alle Pflichten erledigt zu haben.

Über Oliver Springer 350 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*