Maximum MP3 3.0

Den Traum von der riesigen Musiksammlung erfüllen sich immer mehr Menschen. Doch es fühlt sich oft gar nicht so toll an, wie man es sich vorgestellt hatte. Ein häufiger Grund ist, dass es sehr schnell sehr unübersichtlich wird. Wieso oft im Leben kommt es darauf an, sorgfältig zu beschriften, zu sortieren und zu katalogisieren. Das wiederum bringt nur Freude, wenn man das Sammeln von Musik wie das Pflegen einer Briefmarkensammlung betreibt. Kurz: Darauf hat kaum jemand Lust, das Chaos breitet sich aus.

Data Becker nennt „Maximum MP3“ in der neuen Version 3.0 dann auch einen überlegenen Musikmanager und hat in diesem Bereich auch stark nachgerüstet. So beherrscht „Maximum MP3“ jetzt die lokale FreeDB-Abfrage für einzelne Dateien, beinhaltet einen verbesserten ID3-Tag-Editor inklusives eines „Renamers“. Zusätzlich verfügt die Datenbank eine ID3 V2-Verwaltung. So lässt sich Ordnung in die eigene Sammlung an Audiofiles bringen.

Ordnung auf der Festplatte ist wohl am wichtigsten, doch gebrannte CDs sollen auch nicht mit unvollständiger, unsystematischer Beschriftung im Schrank stehen. Mit dem neuen CD-/DVD-Druckstudio lassen sich aus „Maximum MP3“ Covers, Labels, Hüllen und was man sonst noch braucht gestalten und drucken, wobei Vorlagen die Arbeit erleichtern.

Nicht alle Musik kommt gleich aus dem Netz auf die Festplatte, meist wird Musik auf CDs erworben. Leider haben ehrliche Käufer das Nachsehen, wenn Plattenfirmen einen Kopierschutz verwenden, denn „Maximum MP3“ darf und kann deshalb nur CDs rippen, wenn kein solcher Schutz vorliegt. Dann werden die Files mittels „Auto-Tagging“ gleich einheitlich benannt.

Auch möglich: die Aufzeichnung von Line-in-Signalen aus Quellen wie Mikrofon, Kassettenrecorder und DVD-Player. Wer das nutzt, kann anschließend gleich den integrierten Audio-Editor benutzen, um die Sounddateien zu bearbeiten. Neu beim Thema Bearbeitung ist die so genannte „1-Klick-MP3-Optimierung“, bei der sich mittels rechter Maustaste über das Kontextmenü direkt aus dem Windows Explorer eines von zwölf Werkzeugen zur Bearbeitung gezielt aufrufen lässt. Vom Namen sollte man sich hier nicht täuschen lassen: Neben Dateien im Format MP3 versteht sich die Software auch auf solche in OGG, WMA und WAV.

Eine Bearbeitung ist auch sinnvoll, wenn man eine weitere wichtige Komponente des Programms nutzt: dem „DSL-Radio-Recorder“ in der Version 2.0, den Data Becker auch einzeln verkauft. Je nach Bandbreite des eigenen Internetzugangs lassen sich mehr oder weniger viele Streams von Radiosendern gleichzeitig mitschneiden. Es ist faszinierend, mit welchem Tempo die eigene Musiksammlung auf diese Weise anschwillt! Spätestens hier wäre man ohne die Datenbankanbindung zur automatischen Benennung der Songs verloren. Mit halbwegs bekannten Songs klappt das ganz ordentlich, doch wenn es später bei der Erstellung der Playlisten keine Überraschungen geben soll, ist eine Überprüfung und Nachbearbeitung sehr zu empfehlen.

Insgesamt gilt: „Maximum MP3“ ist eine solide Allroundlösung für Musikfreunde, die in der Version 3.0 auch optisch noch besser rüber kommt. Bis sich der Traum von der riesigen Musiksammlung wirklich so gut anfühlt wie erhofft, ist auch in diesem Fall noch einige Arbeit nötig.

+ Allroundlösung => gute Kombi aus verschiedenen Programmen zum fairen Preis
+ verbesserte grafische Oberfläche in Version 3.0
+ mehr Funktionen als bisher
+ leicht zu Bedienen

Über Oliver Springer 445 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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