Quicken Deluxe 2007 (Rezension)

Warum ist am Ende des Geldes noch so viel vom Monat übrig? Antworten auf diese klassische Frage liefert „Quicken Deluxe 2007“. Und noch viel mehr! Der Hersteller Lexware versteht das Programm als persönlichen Finanzmanager. In der Tat lässt das Spektrum der Möglichkeiten rund um die Ordnung der privaten Finanzen kaum Wünsche offen. Für Selbständige und Freiberufler gibt es mit „Quicken Home & Business 2007“ eine abgewandelte Version, die nur wenig mehr kostet.

Um den enormen Funktionsumfang von „Quicken Deluxe 2007“ auszunutzen, braucht man ein Vermögen, könnte man sagen. Dennoch sollte sich niemand abschrecken lassen, denn gerade wer nichts zu verschenken hat, möchte seine Finanzsituation vielleicht besonders gut im Auge behalten, genau wissen, wohin sein Geld fließt und versteckte Ausgaben aufdecken.

Die Möglichkeiten rund ums Geld sind heute so vielfältig und komplex, ohne Computerunterstützung steht man dabei heute auf verlorenem Posten. Wir kennen das: Im Schrank stehen lauter verschiedene Ordner, in denen Belege und Informationen zu verschiedenen Banken, Konten, Wertpapieren, Kreditkarten, Versicherungen usw. gesammelt werden. Wer fleißig sammelt und gewissenhaft einsortiert und abheftet hat aber noch nicht unbedingt einen Überblick über seine Finanzen.

Insofern ist es auch sehr zu begrüßen, dass sich „Quicken“ nun an die individuellen Bedürfnisse anpassen lässt und so vieles ausgeblendet wird, was man nicht benötigt. Der Einstieg läuft wie oft bei Lexware über Videointerviews, mit denen der Anwender Schritt für Schritt sein Programm konfiguriert. Übersichtlichkeit ist eine der größten Stärken von „Quicken“

Beim ersten Ausprobieren mag sich zwar kurzfristig die Frage einschleichen, ob sich der Aufwand denn lohnt, sich in die Software einzuarbeiten. Das bei liegende Handbuch (s/w) hat nicht ohne Grund über 200 Seiten bei relativ kleiner Schrift, nicht alles ist selbsterklärend. Diese Zeit (einen ruhigen Nachmittag sollte man sich dafür nehmen, vielleicht auch einen zweiten) ist indes gut investiert, denn im Gegenzug nimmt einem „Quicken“ Routineaufgaben ab bietet stets einen aktuellen Überblick. Beispielsweise kann es den Kontostand überwachen und automatisch bei Über- oder Unterschreiten eines eingestellten Betrages informieren.

Zeit gespart wird auch beim Onlinebanking, das zentral für alle Konten aus „Quicken“ heraus vorgenommen werden kann. Das ist auch bei nur drei Girokonten gegenüber der Einzelabfrage über das Web ein guter Schritt nach vorne. Alle Daten in einer Anwendung zu sammeln ist an sich schon sinnvoll, um zu wissen, was man eigentlich hat. Daneben können Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge und z. B. Terminüberweisungen organisiert werden.

Wertpapiere können mit „Quicken“ nicht bloß verwaltet, sondern auch analysiert werden. Neben Aktien kennt „Quicken“ auch Optionsscheine, Anleihen und Investmentfonds.

Mit „Quicken Deluxe 2007“ ist in gewissem Umfang auch ein Blick in die Zukunft möglich: Das beginnt bei der Einrichtung individueller Sparziele (etwa für große Anschaffungen), setzt sich fort mit einem Steuerplaner, einem Brutto-/Netto-Gehaltsrechner, einer Versicherungsbedarfsanalyse bis hin zur Planung der Altersvorsorge.

Obwohl hier noch nicht einmal alle Möglichkeiten genannt wurden, die „Quicken“ in der einen oder anderen Version bietet, das Programm also sogar noch mehr kann, soll noch einmal betont werden, dass auch die Nutzung nur eines Teils der Funktionen gegenüber dem völligen Verzicht auf Finanzsoftware ein völlig neues Geldgefühl bringen dürfte.

Über Oliver Springer 387 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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