Genius – Task Force Biologie (Rezension)

Hier ist sie gelungen, die Verbindung aus spannender Wirtschaftssimulation und Lernsoftware! Mit „Genius – Task Force Biologie“ schlüpft der Spieler in die Rolle des Leiters eines Teams aus Spezialisten, das im Auftrag der Vereinten Nationen zerstörte Landstriche wieder aufbaut. Öde Landschaften, die Umweltkatastrophen zum Opfer gefallen sind, werden so zu blühenden Landschaften.

Dieses Spiel von Cornelsen Software zeigt Perspektiven für die Zukunft der Menschheit auf, denn die Frage ist nicht Wirtschaft oder Umweltschutz, sondern wie sich beides in einen gesunden Einklang bringen lässt. Immerhin startet der Spieler nur mit einem geringen Startguthaben und muss die Umweltziele auch finanzieren können. Das geht nur mit einer funktionierenden Wirtschaft.

„Genius – Task Force Biologie“ unterscheidet sich von normalen Aufbausimulationen durch das Wissen, was im Laufe des Spiels vermittelt wird. Allerdings lernt der Spieler nicht nur nebenbei etwas über Biologie, sondern muss sich aktiv damit auseinander setzen. Diese Aufgaben passen sich sehr gut in den Spielfluss ein, wenngleich sie leider zuweilen etwas textlastig sind. Wird die Aufgabe richtig gelöst, bringt dies Vorteile, wird sie falsch gelöst, muss beispielsweise ein Experte gefragt werden – und das kostet! – Geld, das für andere Projekte dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Hier zeigt sich auch für den Spieler – und das ist vielleicht noch wertvoller als das erworbene Fachwissen – dass sich Lernen lohnt, dass man mit Wissen vorankommt.

Durch die drei Bereiche Bauen, Managen und Forschen bietet dieses Spiel viel Abwechslung und hält den Spieler auf Trapp. Umweltschutz und Wirtschaftspolitik gelingen eben nicht mit so einfachen Lösungen, wie an Stammtischen und auf Transparenten oft behauptet wird. Viele Aufgaben drängen und stehen miteinander in Konkurrenz, ständig werden dem Spieler Entscheidungen abverlangt: Eine neue Feuerwache bauen oder lieber die Arbeiter endlich nach Tarif bezahlen, damit sie nicht streiken? Und wenn es die Feuerwache sein soll: Wohin damit? Wenn es brennt, will zwar niemand lange auf die Feuerwehr warten, doch neben einer Wache wohnen, will auch niemand, das senkt die Wohnqualität – und die ist wichtig!

Dank der ansprechenden Grafik, die sowohl Liebe zum Detail beweist als auch durch die Farbgebung sehr ansprechend ist, wirkt „Genius – Task Force Biologie“ auch optisch professionell. Inhaltlich bürgt der Name Cornelsen, seit langem bei Schul- und Wirtschaftstiteln einer der wichtigen Verlage, für Qualität.

FAZIT: „Genius – Task Force Biologie“ eignet sich hervorragend als Geschenk, denn es vermittelt Wissen und Verantwortungsgefühl. Das sage ich nicht nur Eltern, Paten und Verwandten, sondern gerade auch denjenigen, die selbst beschenkt werden wollen.

Über Oliver Springer 379 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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