Cubase SX 3 (Rezension)

„Cubase SX 3“ ist interessant für Euch, wenn Musik- oder Audioproduktion am Computer ein gewisses Level erreichen soll. Um nur mal einen Text für Euren Anrufbeantworter, oder einen Klingelton für Euer Handy zu produzieren, ist „Cubase SX 3“ schlicht überproportioniert.

Diese Software erfüllt mit ihrer sehr breiten Palette an Funktionen und der durchdachten Gestaltung die Ansprüche von Profis. Hier alles aufzählen zu wollen, was das Programm beherrscht, würde den Rahmen sprengen, da allein die neue Version 3 gegenüber der vorherigen schon über 70 neue Features bietet: verbesserte Integration externer Audio- und MIDI-Hardware, Timestretching und Pitch Shifting in Echtzeit, direkte Integration externer Hardware Effekt-Units in das VST Audiomischpult, intuitive Play Order Spur für pattern-basiertes Arrangieren….

Ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung der neuen Programmversion war, die Bedienung noch intuitiver zu gestalten und übersichtlicher zu gestalten. Eine kleine, aber sehr sinnvolle Verbesserung stellt die Möglichkeit dar, Spuren (endlich) farblich kennzeichnen zu können. Überhaupt erschließen sich viele Funktionen auch Cubase-Neulingen sehr schnell, sofern schon ein wenig Erfahrung mit dieser Art von Programmen vorhanden ist.

Andererseits empfiehlt es sich, auf jeden Fall die Zeit zu investieren, das fast 300 Seiten starke Handbuch durchzuarbeiten: Die Anleitung erfüllt die Ansprüche, die man bei einem Programm dieser Preisklasse stellen darf und nimmt den Anwender gut an die Hand. So könnt Ihr Schritt für Schritt ohne Stirnrunzeln die Bedienung in ihren Grundzügen erlernen und spart am Ende doch wieder eine Menge Zeit, denn anfangs kann man sich schon leicht in den unzähligen Einstellungen von „Cubase SX 3“ verlieren.

Kurz gesagt: Es ist einfach zu komplex, um mal eben durch Herumprobieren alles zu lernen. Sehr gut hat uns beim Layout gefallen, dass durch die Verwendung von größerer und kleinerer Schrift die weiterführenden Erklärungen in den Hintergrund und die Übungsschritte in den Vordergrund rücken.

Die Programmoberfläche wirkt trotz der vielen Funktionen aufgeräumt und sieht auch einfach nett aus. Es hilft sehr, wenn Euer Monitor eher größer als kleiner ist; sinnvoll ist auch ein zweiter Monitor, wobei die Auflösung jeweils mindestens 1024 x 768 Pixel oder besser 1152 x 864 Pixel betragen sollte. Es versteht sich, dass ein großer Arbeitsspeicher (Mindestvoraussetzung: 384 MB RAM) für ein flüssiges Arbeiten vorhanden sein sollte.

Auch ein freier USB-Steckplatz muß noch an Eurem System verfügbar sein, denn Steinberg setzt einen Hardware-Kopierschutz ein, was bei einem im Testzeitpunkt empfohlenen Verkaufspreis von 799 € auch nicht ungewöhnlich ist.

FAZIT: Vom Funktionsumfang solltet Ihr Euch auch als Neulinge in Sachen Audioproduktion nicht abschrecken lassen, denn schon nach wenigen Stunden Einarbeitung werden Euch die Grundfunktionen ganz leicht von der Hand gehen. Wenn Ihr ein ernsthaftes Projekt habt, werdet Ihr über kurz oder lang auch professionelle Software wie „Cubase SX 3“ benötigen. Sicher dauert es eine Weile, bis Ihr Euch darin so richtig zuhause fühlt, doch hat die Mühe am Anfang am besseren Platz als mitten in der heißen Phase Eures Projekts, wenn Ihr Euch um vieles, aber nicht um den Umstieg auf neue Software kümmern wollt. Dann lieber gleich professionell einsteigen!

Über Oliver Springer 353 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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